So arbeitest Du schneller mit Adobe Lightroom

Ich möchte Dir in diesem Beitrag zeigen, wie du Lightroom schneller machen kannst – von einfachen Konfigurationstricks bis zu Hardwareempfehlungen. Den ersten Tipp möchte ich aber gleich – praktisch außer Konkurrenz – vorwegnehmen: Versuche Dir die Tastaturkürzel von Lightroom einzuprägen, denn alleine das wird Deinen Workflow mit Lightroom beschleunigen.

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Anhänger von Adobe Lightroom bin und sich darum auch viele Themen hier um diese Bildverwaltungs- und Bearbeitungssoftware drehen. Meine ersten Berührungen mit der Beta von Lightroom hatte ich übrigens im Juli 2006. Zwar hat sich meine Einstellung zum RAW-Format seitdem etwas relativiert, denn ich nutze mit den neuen Kameras auch wieder das JPEG-Format, was jedoch seit der ersten Beta zu viel Unmut unter den LR-Nutzern führt, ist das teilweise träge Verhalten von Lightroom.

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Ich möchte Dir daher in diesem Beitrag zeigen, wie du Lightroom schneller machen kannst – von einfachen Konfigurationstricks bis zu Hardwareempfehlungen. Den ersten Tipp möchte ich aber gleich – praktisch außer Konkurrenz – vorwegnehmen: Versuche Dir die Tastaturkürzel von Lightroom einzuprägen, denn alleine das wird Deinen Workflow mit Lightroom beschleunigen. Wenn Du dann wie ein Tasmanischer Teufel über die Tastatur huschst und Lightroom Dir nicht mehr folgen kann, könnte Dir das helfen:

Den Lightroom-Katalog verkleinern

Der Katalog ist das zentrale Element in Lightroom und besteht technisch aus einer SQLite Datenbank. Das ist eine recht einfach gehaltene Datenbank, die auch nicht gerade durch exzellente Performance glänzt. Je mehr Fotos sich in einem Lightroom-Katalog befinden, desto träger wird oft auch das gesamte Programm. Zwar habe ich mit etwa 30.000 Bildern in meinem aktuellen Katalog keinerlei Performanceprobleme, was aber auch an der von mir eingesetzten Technik liegt, die ich Dir später noch erklären werde.

Um nun den Katalog übersichtlich zu halten, könnte man sich überlegen entweder verschiedene Kataloge für unterschiedliche Themen oder Projekte einzuführen, z.B. ein Katalog für private Fotos, einer für Aufträge, pro Kunde oder auch ein Katalog für Hochzeitsfotos, einer für Produktfotos etc. Eine andere Möglichkeit wäre, je nach Bildaufkommen, einen Katalog pro Jahr, Quartal oder Monat anzulegen. Egal wie man das organisiert: Sobald man mit kleineren Katalogen arbeitet, wird auch Lightroom wieder schneller.

Ein bereits bestehender Katalog lässt sich in Lightroom 2 dabei ganz einfach über die Smartsammlungen in mehrere Kataloge zerteilen: Überlege Dir einfach Deine zukünftige Katalogstruktur z.B. ein Katalog pro Jahr, den Rest erkläre ich Dir in diesem Video (die HD-Version gibts wie immer direkt bei YouTube):

[youtube wR7v-G4SGrw]

Den Lightroom-Katalog auf eine eigene Festplatte auslagern

[image title=“Seagate Xtreme“ size=“medium“ id=“3470″ align=“left“ ]Ein weiteres Performance-Plus bringt die Auslagerung des Lightroom-Katalogs und der Bilder auf eine eigene Festplatte. Ideal sind hier interne Festplatten, da diese die beste Performance bieten. Die Auslagerung auf eine USB- oder Firewire-Festplatte ist eher nachteilig, da diese Schnittstellen langsamer sind, als interne Festplatten. Übrigens liegt bei vielen genau hier der Grund für das gemächliche Verhalten von Lightroom: Die Daten liegen auf einer USB-Festplatte und damit wird das gesamte System unnötig ausgebremst. Also: Daten zurück auf eine interne Festplatte!

Wenn es eine externe Festplatte sein muss, solltest Du unbedingt zu einer Festplatte mit eSATA-Anschluss greifen, wie sie z.B. die Seagate FreeAgent Xtreme bietet. Diese ist dann praktisch genauso schnell angebunden, wie eine interne SATA-Festplatte.

Lightroom Luft zum Arbeiten geben: RAM-Speicher

[image title=“takeMS Triple-Channel DDR3 RAM“ size=“medium“ id=“3471″ align=“left“ ]RAM-Speicher ist wie der Hubraum bei Autos: Man kann nie genug davon haben. Mit 2GB RAM macht Lightroom einfach keinen Spaß. Wenn Du unter Windows in einer 32bit Version arbeitest, kann das System max. 3GB Speicher zur Verfügung stellen.

Da es Lightroom für Windows auch in einer echten 64bit Version gibt (welche jedem Programmpaket beiliegt), welches dann auch 4GB und mehr Speicher verwalten kann, solltest Du einmal über ein 64bit Windows7 nachdenken – der Performancegewinn ist beträchtlich. In meiner neuen Workstation arbeitet ein Triple-Channel-Kit von TakeMS aus 6GB DDR3-RAM, zusammen mit Windows7 Ultimate 64.

Rohe Kraft – die CPU

[image title=“Core i7 JPG“ size=“medium“ id=“3474″ align=“left“ ]Die Leistungsfähigkeit aktueller CPUs ist beträchtlich und schon mit dem INTEL Q9650 Quadcore aus dem letzten … nachbelichtet-PC, hat man mehr Leistung zur Verfügung, als man im täglichen Einsatz benötigt. Wenn man sie jedoch braucht, weil man AVCHD-Videos schneiden möchte, Photoshop flutschen oder eben das Arbeiten mit Lightroom Spaß machen soll ist man froh, wenn man einen starken Prozessor hat. Die neue Workstation arbeitet mit einem INTEL Core i7 950, welcher nochmals einen gehörigen Leistungsschub bietet.

Das System sauber halten

[image title=“sauberes System“ size=“medium“ id=“3477″ align=“left“ ]Die schnellste CPU und gigabyteweise RAM bringen nichts, wenn diese Leistung von anderen Anwendungen bereits verbraucht wird. Diese Weisheit gilt natürlich nicht nur für Lightroom. Aus diesem Grund solltest Du prüfen, welche Anwendungen bereits beim Systemstart im Hintergrund laufen und unnötige Funktionen deaktivieren.

Ebenso solltest Du natürlich auch vermeiden, dass neben Lightroom noch andere leistungs- und speicherhungrige Anwendungen wie z.B. Photoshop geöffnet sind. Zwar sind Lightroom und Photoshop ein gutes Team, jedoch schnappt sich Letzterer gerne jede Menge Speicher, welcher Lightroom dann fehlt. Mein Tipp: Möglichst alle Arbeiten in Lightroom abschließen und erst dann für weitere Bearbeitungen  Photoshop starten.

Der Performance-Kick für Nerds

[image title=“INTEL X25-M SSD“ size=“medium“ id=“3475″ align=“left“ ]Im … nachbelichet-PC werkelt seit November 2008 eine Solid State Disk (SSD) von INTEL, die X25-M mit 80GB. Eine solche SSD bringt durch die extrem kurzen Zugriffszeiten einen unglaublichen Performance-Schub für das gesamte System. Diese SSDs sind zwar noch immer vergleichsweise teuer, der Geschwindigkeitsvorteil macht das aber zumindest für professionelle Anwender wieder wett. Mittlerweile ist auch die zweite Generation der INTEL SSDs erschienen, welche ich Euch hoffentlich bald vorstellen kann.

Das waren meine Tipps, wie Du Lightroom beschleunigen kannst. Übrigens habe ich mit der Beta des kommenden Lightroom 3 bereits sehr gute Erfahrungen gemacht und konnte einige Geschwindigkeitsverbesserungen gegenüber der Version 2 feststellen. Bis zur Veröffentlichung von Lightroom 3 wieder hier zudem noch bestimmt einiges optimiert.
Hast Du noch Tipps, wie man Lightroom beschleunigen kann? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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