RAW-Software Capture One wird (deutlich) teurer

Capture One ist eine beliebte Alternative zu Adobe Lightroom. Nun hat man sich dort aber zu drastischen Preiserhöhungen entschieden.

Viele Anwender, die das Abo-Modell für Lightroom (und Photoshop) von Adobe abgeschreckt hat, sind zu Capture One gewechselt. Die RAW-Software gilt zurecht nicht nur als Alternative zu Lightroom, sondern kann in vielen Bereich sogar deutlich bessere Funktionen vorweisen. So hat Capture One schon seit Jahren die Farbräder zum Color Grading, was Adobe bei Lightroom Classic erst mit der letzten Version eingeführt hat. Auch die Entwicklung von RAW-Bildern ist bei Capture One im Detail und in der initialen Farbwiedergabe oft besser als bei Lightroom.

Lightroom Import in Capture One 21

Möchte man Capture One nutzen, gibt es auch dort ein Abomodell, das allerdings parallel zu einem Kaufmodell der Lizenz angeboten wird. Auch bei Capture One gibt es regelmäßig Updates, so kam im Dezember die Speed-Edit-Funktion hinzu. Damit lassen sich gängige Einstellungen machen, in dem man eine Taste gedrückt hält und mit der Maus oder den Cursor-Tasten Anpassungen machen kann, ohne dass man zwischen verschiedenen Reglern oder Panels wechseln müsste. Das ist sehr Innovation und tatsächlich auch sehr effektiv.

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Die Speed Edit Funktion in Capture One 21

Capture One bis zu 64 % teurer

Nun hat man sich aber bei Capture One entschlossen, die Preise ab dem 11. Januar kräftig anzuheben. Dabei handelt es sich um die Capture One Pro Versionen, die nur mit bestimmten Kameramodellen wie Sony, Nikon oder Fujifilm genutzt werden können.

Die Capture One Pro Version für alle Kameramodelle kostet hingegen weiterhin 349,00 € und wird nicht teurer.

So kostet die Kauflizenz nun 229,00 € statt bislang 149,00 €. Das ist eine Preissteigerung von satten 54 %! Das Jahresabonnement kostet zukünftig 169,00 € statt 109,00 € – bei jährlicher Zahlweise. Auch hier eine Steigerung von 55 %.

Beim Abo mit monatlicher Zahlweise (und monatlicher Kündigungsmöglichkeit) steigt der Preis von 18,00 € auf 23,00 €. Das ist mit 28 % noch vergleichsweise moderat. Das Jahres-Abo mit monatlicher Zahlweise gibt es zukünftig für 18,00 € statt 11,00 €. Auch hier eine Steigerung von 39 %.

Upgrades von älteren Versionen gibt es bald nur noch für 169,00 € statt bislang 129,00 €. Dafür kann Capture One zukünftig auch wieder auf 2 Geräten aktiviert werden.

Mit der Preiserhöhung bei den Kamera-Spezifischen Versionen von Capture One, will der Anbieter die Preise zur Pro-Version für alle Kameras angleichen.

Meine Meinung dazu

Für mich ist das schon ein ziemlich mutiger Schritt. Wenn ich professionell damit arbeite, interessiert mich eine solche Preiserhöhung natürlich eher weniger, andernfalls müsste man ohnehin das eigene Geschäftsmodell überdenken …

Gerade für die wechselwilligen Lightroom-Anwender – von denen es nicht wenige gibt – ist das aber schon eine Hürde. 229,00 € statt bislang 149,00 ist fast ein Jahr ein Adobe Fotografie-Abo, wenn es wie HIER sehr günstig im Angebot ist. Ein Abo wird ein bisheriger Lightroom-Fan wohl ohnehin nicht wählen, wollen viele doch gerade diesem Bezahlmodell den Rücken kehren.

Schaut man sich die prozentualen Preiserhöhungen an, möchte man bei Capture One aber wohl, dass die Nutzer auf das Jahres-Abo aufspringen, denn hier ist noch der geringste Preisanstieg zu verzeichnen.

Aus Sicht des Anbieters ist das nachvollziehbar, denn das sorgt 12 Monate lang für einen konstanten Strom an Einnahmen.

Mehr Infos: https://www.captureone.com/

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