Quooker – Der Kochend-Wasser-Hahn im Praxistest

Kochendes Wasser sofort und direkt aus dem Wasserhahn? Wir haben den Quooker getestet!

Update Februar 2020:

Ich habe für euch den Stromverbrauch des Quooker gemessen. Den Beitrag mit viele weiteren interessanten Informationen findet ihr HIER

Update Januar 2020:

Nach wie vor sind wir mit dem Quooker extrem zufrieden und er gehört zu den wichtigsten Geräten in unserer Küche. Bei Amazon gibt es ein paar seltsame Bewertungen von Leuten, die den Quooker gar nicht im Einsatz, dafür aber eine Meinung dazu haben. Eine Verletzungsgefahr ist nicht gegeben, da man das Heißwasser nicht versehentlich starten kann – auch Kinder nicht. Und selbst wenn man kurz mal unter das kochend heiße Wasser kommt passiert nichts, da der Strahl fein geperlt ist und damit keine sofortige Verbrühung zu befürchten ist.

Der Stromverbrauch fällt bei unserem Einfamilienhaus absolut nicht ins Gewicht und verschwindet im Gesamtverbrauch. Auch hier wird bei Amazon von irgendwelchen Durchlauferhitzerverbräuchen geschwafelt. Durch die Vakuumisolierung heizt der Quooker aber nur selten kurz nach, solange kein Wasser entnommen wird. Bei längerer Abwesenheit schaltet ihn unsere LCN Issendorff Hausautomation einfach ab – und automatisch wieder ein.

Frau Nachbelichtet meinte erst heute: Der Quooker und unser Eiswürfelbereiter sind die tollste Ausstattung in unserer Küche, von denen man vorher nie geglaubt hätte, dass sie so nützlich sind.

Update Februar 2019:

Nach einem guten halben Jahr im neuen Haus, mit der neuen Küche und dem Quooker können wir sagen, dass der Quooker nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist. Tomaten schnell überbrühen, damit sie sich leicht schälen lassen, hygienisch saubere Schneidbretter, ein schnelles Nudelwasser usw., sind einfach extrem praktisch. Auch hier weiß man die Vorteile erst so richtig zu schätzen, wenn man längere Zeit Erfahrungen damit sammeln konnte.

Der Quooker hat außerdem eine weitere Aufgabe erhalten: Er ist der perfekte Tellerwärmer! Bei der Ausstattung unserer Küche hatten wir eigentlich einen Tellerwärmer von Miele vorgesehen. Leider passt in das kleine Modell fast nichts hinein und das große Modell hätte sich nicht mehr sinnvoll in unsere Küchenplanung integriert. Zudem brauchen diese elektrischen Tellerwärmer eine ziemlich lange Vorlaufzeit.

Mit dem Quooker geht es hingegen extrem schnell: Einfach den Teller schräg unter den Wasserstrahl halten und mit dem kochenden Wasser spülen. Nach wenigen Sekunden hat man einen heißen, vorgewärmten Teller. Kurz mit dem Küchenhandtuch drüber und schon kann man anrichten. Das geht auch mit mehreren Tellern sehr schnell und effektiv.


Nun sind wir seit knapp 3 Wochen in unserem neuen Haus und wir ihr vielleicht wisst, haben wir uns auch für ein Smarthome entschieden. Zu einem Smarthome gehören auch smarte Hausgeräte, die das Leben komfortabler machen. Der Kochend-Wasser-Hahn Quooker gehört ganz bestimmt dazu und wir haben ihn in den letzten Wochen ausführlich getestet.

Heißes Wasser hat man üblicherweise direkt aus der Mischbatterie des Spülbeckens. Dieses Wasser ist aber meistens nur etwa  60 °C warm und eignet sich daher nicht zum Aufbrühen von z. B. Tee. Für kochendes Wasser haben auch wir bislang einen Wasserkocher eingesetzt: Wasser einfüllen, einschalten und warten. Natürlich steht man da nicht die ganze Zeit daneben, sodass es immer wieder vorkommt, dass das Wasser kocht, der Wasserkocher abschaltet und bis man es merkt, ist das Wasser schon wieder deutlich abgekühlt.

Da Frau Nachbelichtet viel Tee trinkt, ist der Bedarf nach heißem Wasser ständig vorhanden. Tatsächlich haben wir aber festgestellt, dass man viel öfter kochendes Wasser benötigt und es jede Menge Anwendungen für den Quooker gibt.

Der Quooker – kochend heißes Wasser direkt und sofort aus dem Wasserhahn

Der Quooker besteht aus zwei Teilen: Einem schicken Wasserhahn (den es verchromt oder in Ganzedelstahl gibt) mit Mischbatterie und einem Reservoir, das nach dem Prinzip einer Thermoskanne mit Hochvakuum-Isolation immer kochendes Wasser bereithält. Der Wasserhahn selbst kann einfach gegen den herkömmlichen Hahn ausgetauscht werden. Das Reservoir wird im Schrank unter der Spüle untergebracht.

Montage und Einbau

Wir haben den Quooker Flex in Chrom zusammen mit dem PRO3 Reservoir im Einsatz. Der PRO3 ist ca. 40 cm hoch und misst 15 cm im Durchmesser. Da wir einen Mülltrenneinsatz in unserem Spülunterschrank haben, hatten wir schon bedenken, dass wir das Reservoir nicht unterbringen würden. Tatsächlich war aber hinten im Schrank noch genügend Platz, um den PRO3 unterbringen zu können. Das Reservoir steht übrigens sehr gut von selbst – es wird aber auch eine spezielle Halterung angeboten. Spülenschränke sind üblicherweise hinten immer offen und haben auch noch ein paar Zentimeter Abstand zur Wand, sodass der PRO3 tatsächlich in den meisten Küchen unterzubringen sein dürfte.

Der Name „Flex“ kommt übrigens daher, weil dieses Modell einen flexiblen ausziehbaren Schlauch besitzt.

Angeschlossen wird das Reservoir an die Kaltwasserleitung. Ebenfalls an die Kaltwasserleitung muss ein Schlauch des Wasserhahns angeschlossen werden. Hat man bereits einen Geschirrspüler angeschlossen, benötigt man ein passendes Abzweigventil.

Zum Flex Wasserhahn gehen dann insgesamt 3 Zuleitungen: Kaltwasser, normales Warmwasser und das kochende Wasser aus dem PRO3 Reservoir. Außerdem benötigt man auch noch eine Steckdose in der Nähe des Reservoirs. Ein dünnes Kabel mit Klinkenstecker verbindet den Flex-Wasserhahn mit dem PRO3 Reservoir, denn der Hahn verfügt über ein eigenes Bedienelement für die Kochend-Wasser-Funktion. Auf der Oberseite des PRO3 befindet sich der Einschalter und eine rote LED signalisiert den Betrieb.

Das Herzstück des Quookers

Für handwerklich begabte Anwender ist die Installation kein Problem und wenn man – wie wir – eine komplett neue Küche bekommt, kann man die entsprechenden Anschlüsse gleich passend vorsehen und dem Küchenplaner bitten, den Platz für den Quooker zu berücksichtigen.

So funktioniert der Quooker

Mit dem Quooker erweitert man den Wasserhahn um die Kochend-Wasser-Funktion. Der normale Mischerhebel am Flex hat nach wie vor die gleiche Funktion: Er dient zur Regulierung von Kalt- und Warmwasser. Möchte man nun kochendes Wasser entnehmen, kommt ein spezielles Bedienelement direkt am Hahn zum Einsatz. Der geriffelte Ring wird zweimal schnell nach unten bewegt und dann nach rechts gedreht. Dies ist eine Sicherheitsfunktion, die ein versehentliches Entnehmen von kochendem Wasser verhindert und auch als Kindersicherung dient.

Gleich unterhalb dieses Bedienelements, leuchtet bei Entnahme und beim Aufheizen des Reservoirs ein roter LED-Ring. Diese LED sorgt bei vielen Besuchern zur berechtigten Frage, was denn das für ein Wasserhahn wäre.

Betätigt man den Drehring in der richtigen Reihenfolge, erhält man sofort 100 °C heißes Wasser. Das ist bei der ersten Nutzung ziemlich beeindruckend, weil man das direkt aus dem Wasserhahn nicht gewöhnt ist und es mit Rauschen und Dampf einhergeht.

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Hallo, vielen Dank für den Gesamtüberblick zum Quooker.
Mich interessieren neben evtl. Stromkosten (welche ja nicht wirklich entstehen) auch versteckte Kosten wie zum Beispiel jährliche Wartungskosten, etc. Hat hier jemand Erfahrung?

Moin, bei den Kommentaren gibt es ja sehr unterschiedliche Meinungen bezüglich des Sinns oder Unsinns eines Quookers. Hier kommt noch eine: wir haben seit über 10 Jahren einen Quooker in unsere Küche eingebaut. Jeden Tag wieder freuen wir uns über diese wirtschaftlich sicherlich unsinnige Entscheidung. Damals hat das Gerät „nur“ etwa 1000Euro gekostet, aber ich kann mich an keine andere Anschaffung erinnern, die über so lange Zeit konstant zur Ausschüttung von Glückshormonen beigetragen hat. Vorhin habe ich zum ersten Mal die Wartung des Boilers durchgeführt – eigentlich hätte das nach spätestens 5 Jahren erfolgen sollen. Jetzt weiss ich auch wieso:… Weiterlesen »

Hallo, eine kurze Frage. Wir überlegen, auch einen Quooker anzuschaffen und haben auch so stark entkalktes Wasser. Die Dame von Quooker meinte, das Wasser wäre dann evtl nicht ganz so sprudelig, wenn es sehr kalkarm ist. Trifft das bei euch zu ? Danke für eine kurze Rückmeldung.
 

Wir haben auch sehr gutes kalkarmes Wasser (zum Glück). Das Sprudelwasser ist leicht mit CO2 versetzt, völlig ausreichend. Zu viel Sprudel ist gar nicht gesund. Wir sind eher die Stillen Wasser Trinker. Mehr Sprudel gibt der Sodastriem auch nicht her, habe ich extra verglichen. Habe die komplette Anlage ( Cooker und Cube) nun seid einem halben Jahr. Ganz ehrlich, obwohl nicht gerade Preiswert, wir geben ihn nicht mehr her.

Hallo
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Mich würde interessieren, wie sich über die Zeit der Auszugsschlauch verhält. Musste er mal ersetzt oder repariert werden? Wir sind gerade am Grohe Red und Quooker vergleichen, den Auszugsschlauch hat jedoch nur der Quooker, ist aber einiges teurer.
Danke und Gruss

Hallo,
vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht, auf den mich Google gebracht hat 🙂
Da ihr berichtet, dass unter der Spüle neben dem Quooker auch euer Müllsystem eingebaut ist: Wie schaut das mit der Wärme aus, die das Reservoir abgibt? Mir wurde empfohlen, den Schrank eher „auszuplanen“, aber das wäre viel Platzverlust nur wegen des kleinen Boilers. Anderseits möchte ich nicht meinen eigenen Kompost unter der Spüle errichten.
Habt ihr dazu Erfahrungswerte?

Hallo 🙂
Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Quooker und bin durch Zufall auf Ihren Bericht gestoßen. Der ist ja nun schon ein paar Tage her und deshalb würde ich gerne ein aktuelles Fazit von Ihnen dazu hören.

Vielen Dank im Voraus

Die Frage, die wir uns bei dem Bericht stellen ist: Welchen Eiswürfelbereiter habt ihr? 🙂

Insgesamt bringt uns Euer Bericht auf Ideen … der Quooker klingt auf jeden Fall schon super; auch wenn wir dann eher zu dem „einen für alles“ tendieren würden.

Wie stark ist denn die Menge der Kohlensäure? Ich trinke gerne Wasser mit extrem viel Kohlensäure. Normale Geräte (Sodastream und ähnlich) haben mir zu wenig.

Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.

Die Kohlensäure ist von der Menge her nicht größer als bei herkömmlichen Wasseraufbereitern.

Wir haben in unserem Wasserkocher eine Stahldrahtkugel, welche während des Siedevorgangs die Kalkablagerungen „zerschlägt“.
Unsere Wartungsarbeiten bestehen aus Wegstellen des Kochers (Ironie).
UND wir sind fähig genug, die Wassermenge abzuschätzen, die wir für Tee und andere Dinge benötigen. Außerdem sind die Mehrkosten durch „zuviel“ Wasser nahezu nicht meßbar.
Ich bleibe dabei: Der Quooker ist für das, war er bietet, einfach zu teuer. Das Start-Up-Unternehmen wird bald wieder in der Versenkung verschwinden, da bin ich sicher!

Quooker ist fast 30 Jahre auf dem Markt. Ein Start-Up dementsprechend wahrlich nicht. Ebenso spricht die Tatsache, dass große Hersteller wie Grohe mit der „Red“ Pendants zum Quooker haben, für Kochend-Wasserhähne.

In der Arbeit haben wir auch einen Quooker und wurden dadurch darauf aufmerksam. Wirtschaftlich ist das gute Stück aus meiner Sicht nicht. Es bietet, insbesondere mit dem Cube (kaltes Sprudelwasser) jedoch einen enormen Mehrwert. Dementsprechend haben wir in unsere aktuelle Küchenplanung ebenfalls einen Quooker aufgenommen.

Kaltwasser, Warmwasser, Heißwasser und Sprudelwasser aus einem Wasserhahn ist mir z.B. den Mehrpreis wert. Darf Gott sei Dank jeder für sich entscheiden 🙂

Wer das teure Ding für nötig hält, muss unterbelichtet sein – oder wurde gut von Quooker und Co. bezahlt. Hat denn keiner nachgerechnet, wie lange man den „ungünstigen“ Schnellkocher benutzen kann, bevor der „Boiler“ (mehr ist es nicht, nur besser isoliert als Uralt 5 Liter Untertisch-Heißwasserbereiter für 100 Euro) sich amortisiert hat?
Wir sind übrigens auch Teetrinker nach Ostfriesenart mit Kluntjes und Milch und wissen, was „Wasserqualität“ bedeutet. Und wir machen den Schnellsieder nie zu voll…

wieder jemand der zu wenig Geld für die angenehmen Dinge des Lebens hat.Komfort kann sich halt nicht jeder leisten

Ich habe vor rund einem halben Jahr schon einmal Werbung dafür gesehen und fand das Konzept schon echt nice. Danke für deinen täglichen Erfahrungsbericht. Wir trinken zwar nicht ständig Tee – auch im Winter nicht. Aber ist schon richtig das man meist 0,5L Wasser aufkocht und dann nur 0,2 L verwendet bzw das erst später bemerkt und nochmal anmacht. Wieviel verbraucht eigentlich ein Wasserkocher im direkten Vergleich.. ? 🙂
Der Anschaffungspreis ist tatsächlich heftig. Dachte mich erst verlesen zu haben.. die 1 zuviel 😉 Hast schon recht, ist schon Luxus.