Nimbus Note: endlich eine Evernote Alternative

Ich nutzte Evernote seit 11 Jahren. Nun habe ich mit Nimbus Note endlich eine vollwertige Alternative gefunden, die mehr kann und billiger ist. Das sind die Gründe.

UPDATE nach 2 Jahren – August 2022: Ich bin aus verschiedenen Gründen wieder zurück zu Evernote. Meine Beweggründe findet ihr hier: https://nachbelichtet.com/tschuess-nimbus-note-warum-ich-wieder-evernote-nutze/

Eine Note-Taking-App, wie diese Anwendungen neudeutsch heißen, ist seit vielen Jahren für mich unverzichtbar. Darum bin ich schon seit 2009 bei Evernote. Leider ist die Anwendung im Laufe der Zeit irgendwie immer schlechter geworden. Ich hatte immer wieder Probleme mit der Synchronisierung: Ich stand mit meiner Einkaufsliste im Supermarkt, aber die Notiz, die ich vorher am Rechner in der Web-Version von Evernote angelegt habe, konnte nicht synchronisiert werden oder meldete einen Fehler. Auch die langsame Suche regte mich regelmäßig auf.

Evernote Alternative Nimbus Note - Fragen und Antworten

Ich habe hier eine inoffizielle FAQ zu Nimbus Note mit den wichtigsten Fragen und Antworten

Evernote gelobte Besserung und hat die Anwendung und die Apps runderneuert. Leider wurde damit alles noch schlechter. Die Oberfläche ist noch langsamer, lokale Notizbücher wurden komplett gestrichen. Ebenso eines der Alleinstellungsmerkmale von Evernote, die überwachten Ordner. Da konnte man einfach PDF etc. reinwerfen und Evernote hat sie automatisch synchronisiert. Das war ideal, wenn man Evernote als kleines Dokumentenmanagement genutzt hat. Ich habe den Multifunktionsdrucker die Scans einfach in den überwachten Ordner ablegen lassen und Evernote kümmerte sich um den Rest. Leider wurde Evernote im Laufe der Jahre immer schlechter.

Zwischenzeitlich war ich auch mal bei Microsoft OneNote 2016, was recht ordentlich war. Leider war der Web-Clipper weit hinter dem von Evernote und die Suchfunktion stellte sich als extrem unzuverlässig heraus. Zudem hatte Microsoft mit der Ankündigung, dass man die klassische 2016er Version aufgeben will, für viel Unmut gesorgt und die UWP-App wurde um wichtige Funktionen beschnitten. Da ich privat keine Microsoft-Office Produkte benutze (auch wenn ich Office 365 im Job sehr gut finde), passt es auch nicht in mein Konzept.

Nimbus Note – günstiger und besser als Evernote

Seit einigen Monaten habe ich mir immer wieder Alternativen zu Evernote angesehen. Oft wird Notion genannt, was aber einen ganz anderen Fokus als Evernote, OneNote und Nimbus Note hat. Bei Notion versucht man Projektmanagement, Moodboards, Terminkalender etc. in einer Lösung abzubilden. Es kann aber kein OCR, ist langsam und auch sonst recht komplex.

Nimbus Note habe ich mir hingegen schon vor gut einem Jahr einmal angesehen. Damals war aber der Web-Clipper ebenfalls noch nicht besonders gut (eine wichtige Funktion für mich – nicht nur für Recherchen zu nachbelichtet-Beiträgen) und auch sonst gab es noch einigen Nachholbedarf. Vor vier Wochen habe ich mir Nimbus dann noch einmal genau angesehen und war mehr als überrascht.

Nimbus Note Web-Clipper Erweiterung für Chrome

Der Web-Clipper ist perfekt. Die Texterkennung in PDFs, Bilddateien und Scans schnell, zuverlässig und gleiches gilt für die Suchfunktion. Eine aufgeräumte moderne Benutzeroberfläche, die Apps für iOS und Android hübsch und flott. Die Synchronisierung funktioniert fast in Echtzeit und hat mich bislang nicht im Stich gelassen.

Mit Nimbus Note kann man sogenannte „Workspaces“ anlegen. Damit kann man unterschiedliche Themengebiete wie z. B. Arbeit, Privat, Markus, Sonja, Blog, Gewerbe etc. in eigene Bereiche gliedern und dazu Mitglieder anlegen. Nimbus Pro erlaubt 5 User, die diesen Workspaces zugeordnet werden können. Wir haben einen Workspace „Haus“ in dem wir alle Rechnungen, Verträge, Bedienungsanleitungen aber auch Rezepte und alles rund ums Haus und Leben speichern. Darauf haben Frau Nachbelichtet und ich Zugriff, können schnelle eine Anleitung finden und neue Rechnungen hinterlegen. Die Nimbus App hat auch einen ausgezeichneten Scanner an Bord, der selbst verknitterte Dokumente ansehnlich und gut lesbar erfasst.

Nimbus Note: Aufbau und System

Die erste Hierarchie-Stufe in Nimbus sind die Workspaces. Man kann sie mit einem Aktenschrank vergleichen. Ein Workspace kann beliebig viele Folder enthalten, die auch Unterordner haben können. Im Aktenschrankvergleich wären das etwa Hängeregister oder Aktenordner. Jeder Workspace hat eine eigene E-Mail-Adresse, die etwa so aussieht [email protected]. Schickt man an diese Adresse eine Mail mit dem Betreff

Rechnung von Nimbus November @rechnungen #blog #gewerbe

generiert Nimbus daraus im Ordner Rechnungen eine neue Notiz mit dem Titel Rechnung von Nimbus November und vergibt die Tags #blog und #gewerbe. Diese Mail kann natürlich auch Anhänge haben, die von Nimbus übernommen und per OCR indexiert werden. Das lässt sich dann auch ganz einfach mit entsprechenden Regeln in einem Mail-Programm automatisieren und zu Nimbus weiterleiten. Außerdem können IFTTT oder Zapier für Automationen eingesetzt werden.

Nimbus Note IFTTT Automatisierung

Da es für meinen Feedreader Inoreader bislang noch keine direkte Integration für Nimbus Note gibt, nutze ich die Mail-Weiterleitung dazu, interessante Artikel in Nimbus zu speichern.

Nimbus Note Editor

Der Editor von Nimbus Note ist so viel eleganter und umfangreicher als der von Evernote. Gleichzeitig ist er weniger „quirky“ als OneNote. Es gibt mehrstufige Listen, die auch mit Icons und Emoticons versehen werden können.

Listen in Nimbus

Tabellen lassen sich sortieren und sogar als Tabellenkalkulation nutzen.

Tabellen und Videos in Notizen

Entwickler freuen sich über Code-Blocks mit Syntax-Highlighting

Code-Block mit Syntax-Highlighting in Nimbus Note

Youtube-Videos und andere Inhalte lassen sich in Notizen einbetten und Notizen mit Aufgaben samt Erinnerung versehen. Notizen können untereinander einfach verlinkt werden ohne erst nach Notizen suchen zu müssen, deren URL zu kopieren, um diese dann einzufügen, wie es bei Evernote der Fall ist. Es können auch ganze Folder oder Tags als Link angelegt werden.

Die einzelnen Inhaltsblöcke im Editor kann man ganz einfach verschieben, sortieren und kopieren. Selbst einzelne Blöcke können als Link freigegeben werden. Damit kann man Nimbus Note auch als Wiki nutzen. Das sind nur einige Highlights des Editors.

Wer möchte, kann auch mit einer der vielen Vorlagen starten, die von Nimbus angeboten werden. Darunter findet man Kanban-Boards, Social-Media-Planner, Vorlagen für die Planung von Blogposts oder auch Kampagnen-Management.

Alle Notizen kann man übrigens ganz einfach für andere freigeben. Diese benötigen keinen Nimbus-Account um die Notiz lesen zu können. Eine so geteilte Notiz kann von anderen auch in den eigenen Nimbus-Account übernommen werden.

Nimbus Capture – Screenshots und Bildschirmvideos

Mit Nimbus Note Pro bekommt man gleichzeitig Nimbus Capture Pro, eine Anwendung, die man auch ohne Nimbus Note abonnieren kann. Nimbus Capture ist eine Zusatzfunktion um Screenshots machen zu können. Hier stehen Ausschnitte, sichtbare Bereiche im Browser oder die Erfassung inkl. Scrollen von kompletten Webseiten zur Verfügung. Es können aber auch Screenshots vom Desktop oder beliebigen Anwendungen gemacht werden, die sich anschließen auf vielfältige Weise bearbeiten und speichern lassen – nicht nur in Nimbus Note. Als Ziele für die Screenshots stehen auch Google Drive, Dropbox, Slack oder das einfache Speichern auf dem Rechner zur Verfügung.

Nimbus Pro Capture Menü

Es kommt aber noch besser: Nimbus kann auch Bildschirm-Videos aufzeichnen, was ganz ohne weitere Hilfsmittel geht. Die aufgenommenen Bildschirm-Videos lassen sich mit einem einfachen Editor trimmen und nach MP4 oder als animierte GIF konvertieren – und natürlich in Nimbus Note speichern. Damit ist Nimbus Note auch ein sehr praktisches und einfaches Werkzeug, um eine Knowledge-Base mit Anleitungen aufzubauen. Gerade in Corona-Zeiten kann man so schnell einmal einen Sachverhalt aufzeichnen und unkompliziert weitergeben.

Bearbeitungs- und Speicheroptionen nach dem Screenshot

Nimbus Note Apps

Für Nimbus Note gibt es Apps für iOS (inkl. iPad) und Android. Wie schon erwähnt sehen die Apps modern aus, starten und arbeiten flott und zuverlässig. Für die Android-Version gibt es natürlich ein Widget für den Start-Screen, das frei konfiguriert werden kann. Die Funktionalität steht Evernote in nichts nach. Es gibt sogar einen eigenen Button, um den aktuellen Standort in Nimbus zu speichern – inklusive Google Map.

Der Scanner richtet Dokumente automatisch aus und erkennt deren Ränder zuverlässig. Die Scans können in Schwarzweiß, Graustufen und in Farbe abgespeichert werden. Anschließend kümmert sich die Texterkennung von Nimbus um den Inhalt, sodass eine Volltextsuche zur Verfügung steht.

Das ist übrigens auch mein Weg um handschriftliche Notizen zu erfassen. In den letzten Jahren habe ich jede Menge Tools ausprobiert, die handschriftliche Aufzeichnung elektronisch erfassen sollten. Letztendlich ist alles eine teure Spielerei, die zudem noch sehr unflexibel ist. Ich schreibe einfach auf ein beliebiges Stück Papier – das kann auch mal ein altes Briefkuvert oder die Rückseite einer Broschüre sein und fotografiere sie dann mit einer Scanner-App. Das geht schnell, intuitiv und ist immer verfügbar. Auch handschriftliche Notizen können verfasst werden, die dann als Bild in eine Notiz eingefügt werden. Damit eignet sich Nimbus Note auch für schnelle Notizen mit dem Apple Pencil oder Samsung Note.

Egal wie das Dokument liegt …
… es wird automatisch gerade gerichtet

Die App selbst lässt sich mit einem Passwort vor ungewolltem Zugriff schützen. Bei der Synchronisation kann eingestellt werden, ob nur die Titel der Notizen oder der komplette Inhalt heruntergeladen werden soll und ob das auch über das Mobilnetz erfolgen darf. Synchronisierte Notizen stehen dann auch offline zur Verfügung.

Von Evernote zu Nimbus Note

Ich habe knapp 4000 Evernote Notizen in Nimbus Note importiert. Dazu habe ich nicht alle Evernote-Einträge auf einmal exportiert und importiert, sondern meine Evernote-Ordner einzeln zu Nimbus übertragen. Dazu exportiert man in Evernote die Notizbücher als ENEX-Datei und importiert sie anschließend in Nimbus. Dieser Weg hat bei großen Mengen an Notizen den Vorteil, dass man überprüfen kann, ob die Anzahl der Notizen auf beiden Seiten gleich ist und kann ggf. recht einfach nacharbeiten.

Grundsätzlich hat der Umzug von Evernote nach Nimbus nahezu reibungslos geklappt. Nur zweimal hängte die Fortschrittsanzeige beim Nimbus-Import. Trotzdem wurden alle Notizen importiert. Ich nehme an, dass ein Wechsel von OneNote zu Nimbus ähnlich einfach funktioniert, habe es aber nicht getestet.

Fazit und Preise

Nimbus Note ist für mich schon jetzt mehr als eine Alternative zu Evernote. Der Funktionsumfang ist riesig, konzentriert sich aber im Gegensatz zu Notion auf das Thema Notizen. Nimbus macht hier mittlerweile all das richtig, was Evernote zunehmend falsch macht. Eine öffentlich einsehbare Roadmap (natürlich als geteilte Nimbus Notiz) zeigt, woran die Jungs gerade arbeiten und schafft Vertrauen in die Zukunft der Anwendung.

Gerade der tolle Web-Clipper, zuverlässige und schnelle Synchronisierung, die Formatierungsmöglichkeiten von Notizen und Nimbus Capture lassen Evernote hinter sich. Gleiches kann man über die Kosten sagen.

Es gibt eine kostenlose Starter-Version von Nimbus, mit der man 2 Workspaces mit 50 Notizen pro Workspace und 100 MB Upload pro Monat nutzen kann. Ich würde es eher als eine dauerhafte Testversion bezeichnen, mit der man feststellen kann, ob einen das Konzept von Nimbus überzeugt. In der Free-Version fehlen unter anderem OCR und Nimbus Capture Pro.

Nimbus Note Preise

Die Pro-Version (die auch ich habe) kostet bei monatlicher Zahlweise $ 4.99 und ist damit schon mal deutlich günstiger, als Evernote mit 6,99 € pro Monat für den Pro-Account. Entscheidet man sich jedoch für die jährliche Zahlung, bekommt man Nimbus Note Pro für $24.99, also rund 21 Euro. Damit ist Nimbus Pro im Jahr fast 63 Euro günstiger als Evernote, da Evernote in Deutschland wohl keine Jahresgebühr mehr anbietet. Auch damit würde Evernote noch $59.99 kosten.

Im Gegensatz zu Evernote kann man mit Nimbus Note Pro insgesamt 5 User zur Zusammenarbeit einladen und hat 5 Workspaces zur Verfügung, was für private Anwendungen und kleine Teams vollkommen ausreichend ist (sofern man überhaupt mehrere Workspaces nutzen möchte). Die Anzahl der Geräte, die mit Nimbus Note Pro genutzt werden können ist unbegrenzt. Für die Nimbus Capture Funktion sind maximal 8 Geräte/Browser erlaubt.

Für größere Teams oder Unternehmen gibt es den Business / Teams Account mit zusätzlichen Administrationsmöglichkeiten, Gästezugängen etc. Wer die ganze Firma damit ausstatten möchte (ab 55 Usern) kann Sonderkonditionen erfragen.

Nimbus Note macht einfach Spaß und hat meine Workflows, gerade beim Verfassen von Blog-Beiträgen noch einmal deutlich beschleunigt. Da ich Nimbus nun schon 4 Wochen sehr intensiv genutzt habe, sind meine Erfahrungen damit durchweg positiv. Nach 11 Jahren mit Evernote glaube ich auch, dass ich die Anwendung sehr genau kennen und echte Alternativen richtig einschätzen kann.

Von Evernote bin ich nun endgültig weg.

Mehr Infos: https://nimbusweb.me/

Letzte Aktualisierung am 28.09.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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59 Kommentare

  1. Wenn ich es richtig erkannt habe, kann ich in der Free-Version mtl. nur noch 30 Notizen abspeichern? Die Pro-Version kostet jetzt 47,98 € jährlich.
    Für mich ist hier die kostenlose Evernote-Version sinnvoller.

  2. Nimbus scheint WIRKLICH eine echte Alternative zu Evernote zu sein, wenn man Evernote als komplette Wissensdatenbank und Dokumentenmanagementsystem benutzt: Alles drin, Belege, Notizen, die mit anderen geteilt werden müssen, veröffentlichte Notizbücher; jeder Papierkram, einfach alles ist bzw: war in Evernote.

    Den Ausführungen zu den unverständlichen Einschränkungen der Version 10.xy kann ich mich nur anschliessen. Kein HTML-Export von ganzen Notizbüchern mehr, keine Möglichkeit mehr, ganze Notizbücher zu veröffentlichen (nur noch über die „Legacy-version“, ein Unding an sich, dass es so etwas wie eine „Legacy-version“ überhaupt benötigt). Sync-Probleme hatte ich zwar nie, aber die o.g. Features sind für mich entscheidend.
    All das kann Nimbus, ohne Probleme: Sieht gut aus, die Suche ist wirklich schnell, Funktionsumfang besser als beim alten Evernote. Billiger ist es auch, und angeblich verschlüsselt.
    Wer in die Free-Version auch nur eine kleine Evernote-Enex-Datei hochlädt, erhält für eine Woche zum erweiterten Test derzeit automatisch die Proversion ohne Limits freigeschaltet.

    Bisher klappt das, wenngleich der Upload nur über die Browser-Version am Mac funktioniert, die Desktop-Version bietet den Button einfach nicht: BAD ! kann aber noch werden.

    Der Upoald von zig 5-6 GB-Enex-Dateien dauert schon ein bisschen ; derzeit lade ich mal meine ganze Evernote-Sammlung da hoch, insgesamt ca. 8000 Einträge mit teils großen Dateianhängen.
    Bin gespannt, aber bislang muss ich auch sagen:Tschüss Evernote, das war’s , nach all den Jahren, denn Nimbus scheint zu funktionieren!

    Die müssen sich bei Evernote aber auch nicht wundern: Dass ein Update mal das GUI versaubeutelt: Geschenkt, das halte ich aus. Aber Features immer mehr einzuschränken (Keine Offline-Notizbücher, z.B., die kosten Evernote doch nichts!) usw.: No Go. Ich zahle dafür, ich will die Funktionen, und brauche sie halt auch. Nimbus hat das. Hoffentlich bleibt das so.

    • Jetzt kommentiere ich mich noch einmal selbst: Der Upload dauert so lange, weil mehr als 5 GB Upload pro 30 Tage nicht funktionieren – egal mit welchem Subscriptionsmodell. Bis ich also meine GB-Evernote-Daten da habe, wird es dauern….. . Und inzwischen sammeln sich schon neue Daten in Evernote an, denn direkt nach Nimbus bekomme ich sie ja auch nicht. Ärgerlich. Aber whs. ein Anfangs-Problem.

  3. Moin, auch ich bin seit 2009 bei EN und es gehört zu meinen wichtigsten Werkzeugen jeden Tag. Das Update auf 10 habe ich bisher immer abgewürgt und bin wie viele aus bekannten Gründen auf Alternativsuche. Was ich aber in keinem der Beiträge bisher gefunden habe:
    In EN gibt es die Möglichkeit eines lokalen Notizbuches. Welches ich auch für einen Fall meiner täglichen Arbeit ausgiebig nutze. In Nimbus gibt es das auch, aber wie bekomme ich bei einem möglichen Wechsel meine Daten dort hinein. Der Import der ENEX Dateien wird anscheinend nur Online ausgeführt. Das möchte ich für diesen Fall aber keinesfalls ausführen.

      • Ja, nicht nur das nicht. Der Workaround seitens Nimbus: Online Notizbuch anlegen, Online importieren, lokales Notizbuch anlegen und dann alles im Desktop Client von Online in den lokalen verschieben.
        Weiterhin muss ich gerade erfahren, das ich meine über 500 ENEX Dateien aus über 8000 Notizen, alle einzeln importieren muss. Das ist schon heftig ….

        • Nein. 8 Stück. Aber mir war nicht klar das man die Größe der Exports anpassen kann und diese im Standard nicht sonderlich groß ist. Das hat bei mir halt über 500 Dateien erzeugt. Die Einstellmöglichkeit habe ich dann heute erst bei einer Recherche im Netz gefunden, da ich schon Angst hatte die halbe Woche mit Datei Uploads beschäftigt zu sein. Und schon wird das Leben etwas einfacher.
          Der Support reagiert ja ungewöhnlich schnell. Sehr schön. Aber die haben mich auf Nachfrage nach einem schnelleren Weg, wo ich das mit den Größen noch nicht wusste, auch nicht darauf hingewiesen oder gefragt ob ich das geändert habe.
          Nun denn. Bald ist alles oben und ich kann meine Testphase ausgiebig nutzen. Wobei ich auch sehnsüchtig den Hotfolder erwarte. War bei mir im Dauereinsatz.

        • Das wurde wohl geändert. Ich kann mich nicht erinnern, dass es die Einstellmöglichkeit bei meinem Import gab. Der Support ist ziemlich gut, das stimmt!
          Und ja: Überwachte-Ordner vermisse ich auch noch. Soll aber wohl kommen.

  4. Kann es sein, dass Nimbus früher mehr Einträge in der freien Version zugelassen hat?
    Ich habe einen älteren workspace mit über 100 Einträgen. Neue workspaces werden jetzt aber auf 50 limitiert.
    Ausserdem habe ich mit dem Clipper so meine Probleme, da fand ich den evernote-clipper besser in der Integration. Bei Nimbus macht es echt Probleme, eine Notiz in die notes rüberzubekommen.

  5. Danke für den Tipp. Für mich tatsächlich ebenfalls erstmalig eine ernstzunehmende Alternative. Die Ordnerstruktur ist für unser papierloses Büro richtig gut. Das hat uns bei Evernote nur genervt zuletzt. Da wir Evernote bisher zu zweit genutzt haben, mussten wir auch 2 Premium Accounts bezahlen. Da ist Nimbus sehr viel angenehmer.

    Nicht so toll ist die derzeitige Möglichkeit Anhänge aus dem Dokumenten Scanner in Nimbus zu bekommen. Hab dazu auch mal 1-2 Support Einträge im Forum gemacht.

    Danke
    Torsten

  6. Nimbus bewirbt sich auch als Werkzeug für Schüler/ Studenten.
    Dann wäre eine Möglichkeit, pdf -Dateien mit (handschriftlichen) Anmerkungen zu versehen, wichtig. Wo finde ich diese in Nimbus?
    Ich habe ein wenig in der Web- App gestöbert und finde nicht dergleichen.

  7. Preis seit vorgestern auf 39,99$ hoch. Synchronisation mangelhaft. Man muss händisch refreshen (Ipad), wenn etwas in der Weboberfläche geschrieben wird. Scanner deutlich schwächer als der Standalone scanner von Evernote. Auch die gesamte Optik gefällt mir nicht. Insgesamt zu unausgereift. Support antwortet schnell, wäre noch positiv hervorzuheben.

    • Ich war auch schon 2x kurz vor dem Wechsel, auch wenn ich Nimbus immer noch als Evernote-Clone ansehe. Aber mal eben von 24,99$ auf 39,99$ erhöhen ist schon extrem heftig.

      Gut, dass ich noch bei Evernote das Plus-Modell habe 🙂

    • Jo – 24,99 hätte ich investiert. Bei dem plötzlichen Sprung auf 39,99 dann doch eher nicht… bei so inkonsistenter Preispolitik weiß man ja dann auch nicht, was denen so als nächstes einfällt….
      Schade eigentlich…

      • Naja, die haben enormen Zulauf und damit steigen natürlich auch die Infrastrukturkosten. Evernote kostet in der vergleichbaren Premium-Version jährlich 83,88 €. Damit ist Nimbus auch nach der Preisanhebung noch immer sehr preiswert. Es gibt auch immer wieder Aktionen, wo es für um die 30 Euro angeboten wird.

        • Normalerweise sinken die Kosten/User, je mehr User auf einem System sind… deshalb sehe ich das Argument mit den Infrastrukturkosten evtl. anders ? – mir ging’s aber eigentlich auch mehr um die Preispolitik (kurz vor BlackFriday/Holiday-Season die Preise drastisch raufsetzen und dann kurz später Sonderangebote anbieten). Das ist aller-unterstes Schmierenhändler-Niveau in meinen Augen… (Der Preis per se ist im Grunde akzeptabel)

  8. Danke für deinen tollen Beitrag. Als Evernote-User seit 10 Jahren bin ich auf dem Sprung zu einer Alternative. Es ist mir ein Rätsel, wie ein Murks wie das neue Evernote passieren konnte. Bin gespannt, wie mein Test mit Nimbus verläuft. Hoffe, deine Worte bewahrheiten sich. Gruß aus dem Land der Tiroler Berge. Stefan

  9. Ich persönlich mochte auch am Anfang viele Jahre lang Evernote solang man das auf so vielen Devices wie man wollte synchronisieren konnte. Dann ging das Spiel los, das man maximal 2 Geräte gekoppelt hat. Da ich Evernote zwischen meinen beiden Smartphones (privat, Beruflich) und meinen 3 Rechnern plus Tablet synchronisieren wollte war das dann mit dem entkoppeln und wieder koppeln nervig. Ich nutz die Notitzen halt privat, aber wechsel oft die Geräte. MEINE Alternative ist deshalb Joplin geworden. Da ist der Webclipper nicht ganz so komfortabel, ich kann aber beliebig viele Geräte koppeln und und der Speicher liegt auf dem eigenen NAS, Dropbox, amazon cloud, etc. und somit in dem eigenen Speicher der dann auch gebackupt werden kann. Das ganze ist OpenSource und Funktionen kommen ständig dazu. Funktioniert also für mich super.

    • Ich hatte es auch im Testbetrieb mit meiner Nextcloud. Leider war die Synchronisation nicht besonders zuverlässig (was wohl viele bemängeln) und der Webclipper ist für mich sehr wichtig – gerade wegen dieses Blogs hier 🙂

  10. Hab mal noch ein bisschen mit Nimbus rumprobiert. Was mir bei Evernote besser gefällt ist, dass ich dort nach Erinnerungen sortieren kann. Diese Möglichkeit habe ich in Nimbus nicht. Auch gefällt mir ehrlich gesagt, das Layout von Evernote unter iOS besser.

  11. Vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung. Ich bin auch schon seit 2009 mit Evernote unterwegs und bin mit der neuen Version nicht ganz glücklich. Deshalb werde ich mir Nimbus Notes mal näher ansehen.

  12. Ich nutze Evernote nahezu ausschließlich als Dokumentenmanagementsystem – alles wird eingescannt, der Scanner versendet als Mail, und alles finde ich wieder.
    Das kann Nimbus ebenfalls?

  13. Noch eine Frage.
    Hast Du mal NoteStation für Synology getestet.
    Wir haben je eine Synology, mein Mann und ich (gab es halt schon vor der Beziehung), nutzen es nur nicht so richtig ?. Vielleicht ist das auch eine Alternative, zumal es lokal gespeichert wird.

  14. Moin.
    Ich habe Evernote als meine pspierlose Ablage eingerichtet. Alle Dokumente, Versicherungsnachweise, SteuerBelege etc. pp sind dort drin (soweit man sie nicht eh im Original behalten muss). Dazu nutze ich den Fujitsu ScanSnap, selten den WebClipper (möchte ihn trotzdem nicht missen) oder die Scanable App.
    Die beiden Letzteren scheinen ja schon vorhanden zu sein (wenn auch für Safari noch nicht, aber darauf kann ich warten), aber was ist mit dem schnellen Scannen am ScanSnap. Ich gebe da jetzt einen Stapel Papier mit bis zu 50 Seiten rein, drücke eine Taste und automatisch landet alles in meiner Evernote Inbox. Von da wird es kurz umbenannt und in den richtigen Ordner /Notizbuch verschoben.
    Kann ich den Scanner auch mit Nimbus nutzen?
    Danke für deinen immer guten Tipps

    • Wenn du das über einen überwachten Ordner machst, geht das mit Nimbus nicht und mit Evernote bald nicht mehr, da sie die überwachten Ordner abschaffen.
      Der ScanSnap hatte meines Wissens eine Schnittstelle zu Evernote. Die wird aber auch nicht weiterentwickelt und Evernote scheint auch kein Interesse mehr daran zu haben, da die Scanner-Anwendung nirgends mehr beworben wird. Siehe auch: https://help.evernote.com/hc/de/articles/360024050514-ScanSnap-Scanner-f%C3%BCr-Evernote-aktualisieren

      • Der zitierte Supportartikel betrifft NUR die Evernote -Edition des ix500. Dessen spezielle Features werden in Zukunft nicht mehr unterstützt. Mit einem Firmwareupdate wird daraus ein normaler ix500 (wie meiner), der weiter funktioniert.
        Was aktuell in der neuen Version 10 von Evernote noch nicht funktioniert sind die Import-Ordner. Also Ordner, die von EN überwacht werden und aus denen alles automatisch importiert wird. Das war kein globales Feature, nur verfügbar im alten EN für Windows. Es heißt, man arbeitet daran.
        Definitiv abgekündigt ist bisher relativ wenig, u.a die lokalen Notizbücher, der Präsentationsmodus, die KI-basierte Contextsuche und eben der Evernote-Edition-Scanner. Fehlen tut noch deutlich mehr, wobei etwa alle 4 Wochen mit einem weiteren Release nachgeliefert wird. Derzeit noch verfügbar ist der alte EN-Client für Windows und Mac. Damit kann man seine Workflows auch bei fehlenden Features der neuen Version aufrecht erhalten.

  15. Toller Artikel. Ich hab mir das Tool soeben sehr günstig gekauft und möchte alle Interessierten darüber informieren:

    Es gibt noch bis zum 20.11.2020 einen wahnsinnig guten Lifetime-Deal bei „AppSumo“. Da kann man NimbusNote mit einer Einmalzahlung i.H.v. 59$ (als Neumitglied von Appsumo sogar nochmal ca. -10$) ein Leben lang nutzen. Kein Abo, nie mehr weitere Kosten und alle zukünftigen Updates.

    Beim Tarif „Single“ hat man 50GB Speicher, bis zu 50 Workspaces und bis zu 10 Teammitglieder dabei.

    https://appsumo.com/nimbus-note/

    • Hatten wir schon in einem Kommentar. Fakt ist, dass es auf 50 GB begrenzt ist und auch maximal 1.500 OCR Dokumente möglich sind. Genügt sicher für viele – für 10 Mitglieder und 50 Workspaces könnte es aber eng werden.

    • …und zeitgleich erhöht man den Preis für das Personal-Modell mal eben von 24,99$ auf 39,99$. Finde ich schon sehr, sehr unseriös in dieser Happigkeit 🙁

  16. Interesanter Artikel – inbesondere da ich Evernote intensiv seit ca. 10 Jahre nutze und bei Evernote auch nicht alles toll finde. Bei einem kurzen Test von Nimbus Note musste ich jedoch – für meine individuelle Nutzung bzw. für meine Workflows – folgende Dropdeads feststellen:

    • keine Hierarchie für Tags / Schlagwörter
    • Notizen mit einem Befehl in ein anderes Notizbuch kopieren (neue Notiz mit aktuellem Datum) nicht möglich.
    • Auf dem Smartphone gibt es in Bezug auf lokale Speicherung nur „alles oder nicht“. Bei Evernote kann ich die wichtigen Notizbücher lokal speichern, sodass ich darauf immer – auch ohne Netz – Zugriff habe.

    Gruß
    Gerhard

  17. Bei OneNote hat Microsoft einen „Rücktritt vom Rücktritt“ gemacht. Das klassische OneNote 2016 wird doch nicht eingestellt und sogar weiterentwickelt. Hier bei Microsoft selbst nachzulesen. Wie weit das allerdings Bestand hält – wer weiß das schon.

    Ich selbst nutze OneNote als eine Art Dokumentenmanagement mit gescannten PDFs oder Bildern. Das OCR funktioniert hervorragend und auch die Suche in den Scans klappt einwandfrei.

    Trotzdem kann ich dir nur rechtgeben, dass die Suche generell eher dürftig ist. Teilweise werden Dinge nicht gefunden, die sogar auf der gerade offenen Seite sind …

    Und will man seine Notizbücher auch auf dem Smartphone nutzen, kommt man leider nicht an der OneDrive vorbei. Daher nutze ich es auch nur am Desktop, weil ich meine Dokumente keiner amerikanischen Cloud anvertrauen will, und synchronisiere über mein eigenes Synology NAS.

  18. Coole Info. Vielen Dank
    Wie gut und schnell ist die Suche? Habe einen Vergleich im Netz gefunden, welcher die Suche in Nimbus als langsamer beschreibt.
    Mir ist vor allem die Suche nach Wörtern in abfotografierten Texten wichtig. Das war der Grund für Evernote.
    Gruss Peter

    • Benchmarks hab ich keine 😉 Da Nimbus offensichtlich sehr dynamisch weiterentwickelt wird, hat sich das wohl schon geändert. Gefühlt ist Nimbus deutlich schneller als Evernote.

      Einfach testen und selbst bewerten!

  19. Genialer Beitrag, da ich gerade auch auf der Suche bin. Evernote verkackt es gerade richtig. Man muss nur mal ins Evernote Forum schauen …

  20. Hallo,
    hört sich erstmal prima an. Ich nutze auch seit 2009 Evernote und bin mit der aktuellen Software nicht ganz zufrieden, würde also NimbusNote auch mal ausprobieren.

    Folgende Fragen kommen mir spontan, vielleicht kannst du dazu ja auch noch was sagen:

    • Wie sieht es mit den Daten aus? Sind die verschlüsselt?

    (geht mir hier um Kundendaten)

    • Import funktioniert laut deinem Bericht, wie sieht das mit dem Export aus?
    • Wie sieht das mit lokalen Daten aus; es gab im alten Evernote die Möglichkeit auch lokale Verzeichnisse zu überwachen. Geht auch so etwas?

    Ich werde NimbusNote auf jeden Fall mal installieren und testen.

    Danke für den Beitrag, Duffy

      • Interessantes Angebot. Wie finde ich in meinem Evernote heraus, wie groß meine Notizen sind? Bin mir unsicher, ob ich mit den 50 GB hinkomme.
        Danke.

        • Unter Einstellungen gibt es irgendwo einen Bereich, wo du dir die Größe der Datenbank anzeigen lassen kannst. Alternativ kannst du einfach mal deine Daten exportieren und schauen, wie große die Datei ist.

        • So, habe mal alle Evernote Notizen exportiert. Es sind ca. 650 MB. Insofern komme ich mit den 50 GB bis zur Rente…

    • Das Angebot interessiert mich auch. Ich frage mich, ob man nach erreichen der 1500 Dokumenten, auf die Pro Version upgraden könnte.

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