Intelligentes Lightroom-/Photoshop-Plugin LandscapePro macht Landschaftsaufnahmen lebendig

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Landschaftaufnahmen brauchen manchmal etwas Zuwendung, damit sie auch wirklich spektakulär sind. Zwar bieten Lightroom und Photoshop jede Menge Möglichkeiten der Nachbearbeitung, was aber der Softwarehersteller Anthropics macht ist schon ein ziemlich neuer und faszinierender Ansatz.

Grundsätzlich bin ich gegen die zu starke Manipulation von Fotos. Wenn ein Bild nichts hergibt, lag es vermutlich immer an der Szene, der Einstellung und nicht zuletzt am Fotografen. Manchmal möchte man aber auch, dass ein an sich gutes Foto noch spektakulärer wird. Anthropics kennen manche als die Hersteller von PortraitPro, welches Portraitaufnahmen automatisch verbessern kann. Dabei geht es nicht nur um übliche Dinge wie Hautglättung oder das Entfernen von Augenrändern etc., denn PortraitPro kann auch nachträglich Makeup wie Lippenstift sehr glaubhaft erzeugen.

Nun haben die Macher ähnliche Funktionen für Landschaften ersonnen – LandscapePro. Da eine Landschaft sehr viel komplexer ist, als ein menschliches Gesicht, ist man dabei auf die Mithilfe des Bearbeiters angewiesen. Mit Hilfe von Labels markiert man daher Bereiche wie Himmel, Bäume, Felsen, Berge oder auch Personen im Bild.

 

Damit kann die Software gezielt optimieren. Auch hier gehen die Möglichkeiten weit über Dinge wie Kontrast- und Sättigungsanpassungen hinaus. Mit Relighting wird eine Landschaft komplett neu beleuchtet, wobei die Richtung der künstlichen Sonne frei bestimmt werden kann. Zuvor markierte Erhöhungen wie Bäume oder Felsen werden dabei sehr realistisch neu ausgeleuchtet.

 

Der komplette Himmel kann nicht nur farblich und in der Intensität bearbeitet, sondern sogar recht einfach gegen z. B. ein lebendigeres Wolkenbild ausgetauscht werden. Der „Ersatzhimmel“ sollte allerdings passend zur sonstigen Szene ausgesucht werden, damit das Ergebnis auch realistisch wirkt. LandscapePro kümmert sich dann auch um die passende Lichtfarbe und Ausleuchtung der Landschaft, damit die wieder zum Himmel passt. Der Sonnenuntergang über Bali passt vermutlich nicht so gut zu einer Schwarzwaldszene. Bäume, Pflanzen und Gräser lassen sich farblich anpassen, wenn vorher eine grobe Auswahl erstellt wurde.

 

Die Software gibt es als Standalone-Programm (Standard-Version) oder Photoshop-/Lightroom-Plugin (Studio-Version). Letzte unterstützt RAW-Dateien und 48 Bit TIFFs. Zur Einführung gibt es LandscapePro für 39,95 bzw. 69,95 Euro. Später wird es 79,90 bzw. 139,00 Euro kosten.

Mehr Infos und Bestellmöglichkeit gibt es HIER.

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Getestet und enttäuscht. Mit dem Programm kann man Objekte wie fliegende Vögel (Möwen) oder auch Schiffsmasten nicht sauber freilegen, das geben die Instrumente nicht her, und am Ende wirkt es wie eine billige Montage (dabei ist es ja nicht unbedingt billig).

Was ist denn das für einen (un)lustige Nummer? Beworben wird (auch in der Demo) die aktuelle Version 2.3.1. Beim Kauf der Studio-Version zu 69,90€ erhält man aber die V1.5 und soll bitte, wenn man denn die V2 haben möchte nochmals extra 52,45€ zahlen? So kann man durchaus auch Kunden verärgern …

Hmm, mir wird gesagt, dass es keine weiteren Updates gibt und die Version 1.5.1 die aktuelle Version ist.

Hmm, habe mal auch etwas mit der SW gespielt und bei der „Rückgabe“ des Bildes an Lightroom festgestellt, dass die Farben komplett anders dargestellt wurden wie noch in Landscape.
Gibt es eine bestimmte Einstellung (Farbraum?) die ich da beachten muss, dass die Bilder in Landscape und Lightroom gleich aussehen?

Mich würde interessieren was mit dem Tool machbar ist wenn man Ausgangsmaterial verwendet as nicht perfekt ist. Bei schlechtem Wetter, Licht oder sonstiger ungünstiger Licht Verhältnissen. Wie lassen sich solche Bilder“ aufpeppen“

Leider gibt es, zu den o.a. Einschränkungen, die Software nur in englisch. Schade!

Naja … so richtig „vom Hocker“ haut mich das nicht wirklich. Dummerweise zeigt dann auch noch ein Beispielvideo (das ganz unten), wie man es NICHT machen sollte: Sonne im Hintergrund, aber Beleuchtung (und dazugehöriger Schattenwurf) der Personen von rechts vorne – das sieht alles andere als professionell aus. Sorry.

Die Beispiel-Filmehen zeigen recht plakativ, was die Software kann. In diesen Extrem-Beispielen werden die Möglichkeiten aufgezeigt, aber auch die Grenzen des guten Geschmacks. So wie ein Skalpell schreckliche Wunden verursachen kann aber in der Hand eines geschickten Chirurgen Leben retten und verloren geglaubte Schönheit rekonstruieren kann. In diesem Sinne ist LandscapePro ein scharfes Schwert, dass ausschließlich zu friedlichen Zwecken eingesetzt werden sollte…

Das sehe ich auch so, ich bleibe bei Lightroom und Photoshop . . .

Das ist ja nur noch geil, hab mir grade die Trial runtergeladen und bisserl mit rumgespielt – sehr geniales Tool, wird gekauft!

Schon Wahnsinn, was so möglich ist.
Die Porträtsoftware nutze ich und finde die schon gut gemacht.
Bin mir noch nicht sicher, ob ich das für Landschaften so möchte. Mit Nik Viveza konnte man auch schon aus einem trüben Tag einen Sonnentag zaubern, aber irgendwie fühlt sich das für mich nicht richtig an …
Die Trial werde ich mir aber wohl mal anschauen und dann mal weitersehen.

Ich habe sofort gekauft! Nachdem ich mir die Videos angesehen hatte, habe ich sofort gekauft. Ich MUSSTE das einfach haben! Auf der Webseite habe ich mich auch nicht lange aufgehalten und bin gleich in den Shop gegangen. Das ist ja ein saustarkes Teil, verflixt!