Der Lightroom-Tuning Tipp: Mehr Geschwindigkeit ohne Aufwand

Viele von euch beschweren sich, dass Lightroom zu langsam ist oder Bearbeitungsfunktionen zu lange brauchen. Zwar ist es natürlich notwendig, dass die Rahmenbedingungen stimmen und die wichtigsten Tipps zum Leistungsverbesserung von Lightroom habe ich ja schon vor einiger Zeit beschrieben (diese sind am Ende des Artikel verlinkt). Es gibt aber noch einen ganz einfachen Tipp, der ohne Einstellung oder gar Hardware-Kosten mehr Geschwindigkeit bringt.

Klar sind Dinge wie ausreichend viel RAM-Speicher, die richtige Einstellung des Lightroom-Caches oder das vorab-Rendern der 1:1 Vorschauen wichtige Parameter, um die Leistung und damit die Geschwindigkeit zu erhöhen. Es gibt aber noch ein paar sehr einfache Tricks, die ganz ohne Fummeleien in den Einstellungen oder gar Hardware-Kosten funktionieren.

Adobe Lightroom neu starten

Es klingt sehr trivial, funktioniert aber bei längeren Session verblüffend oft. Gerade nach einer großen Anzahl von Bearbeitungen kann es sein, dass der Speicher vollgelaufen ist. Der Neustart räumt den Speicher wieder frei und Lightroom läuft wieder deutlich schneller.

Problem; Hochauflösende Displays

Ich sitze hier auch vor einem 27 Zoll EIZO FlexScan SX2762W und dieser hat eine Auflösung von 2560×1600 Pixeln und auch die neuen MacBooks mit Retina-Display habe eine solch hohe Auflösung. Adobe empfiehlt hier entweder das Programmfenster kleiner zu machen und nicht die ganze Bildschirmfläche zu nutzen oder die Ansicht auf 1:2 oder 1:3 umzuschalten.

Die Reihenfolge macht es schneller

Das ist überhaupt der Tipp schlechthin! Befolge bei der Bearbeitung diese Reihenfolge

Schritt 1: Bereichsreparatur:

Zuerst alle Bereiche reparieren, noch bevor du irgendeine andere Einstellung machst! Bitte beachte, dass dieses Werkzeug nicht für hunderte von Reparaturen gedacht ist, sondern für einige wenige Problembereiche.

Schritt 1: Bereichsreparaturen

Solltest du umfangreichere Reparaturen vornehmen müssen, ist Photoshop ein geeigneteres und schnellere Werkzeug.

Schritt 2: Objektivkorrektur:

Der zweite Schritt sollte immer die Objektivkorrektur sei. Auch die manuellen Korrektureinstellungen wie die Verzerrung oder vertikale Korrektur.

Schritt 2: Objektivkorrekturen

Schritt 3: Standardkorrekturen

Im Schritt 3 kommen die Standardeinstellungen wie Weißabgleich, Belichtung, Farbeinstellungen, also alles unter Grundeinstellungen, Gradationskurve, HSL-Mixer oder Teiltonung.

Schritt 3: Standardkorrekturen

Wenn es sich nur um ein bisschen Belichtungskorrektur handelt, kann das aber auch der allererste Schritt sein.

Schritt 4: Lokale Korrekturen

Lokale Korrekturen mit dem Korrekturpinsel oder dem Verlaufsfilter erstellen. Auch hier wieder die gleiche Einschränkung wie bei Schritt 1: Auch diese Werkzeuge sind für einige wenige Problemstellen gedacht, nicht aber für umfangreiche Bildmanipulationen.

Schritt 4: Lokale Korrekturen

Schritt 5: Detailfunktionen

Der letzte Schritt sollte dem Schärfen und der Rauschreduzierung vorbehalten sein. Diese frisst am meisten Leistung, wenn man sie schon von Anfang an bei der Bearbeitung mitzieht.

Schritt 5: Detailkorrekturen

So wenig wie möglich korrigieren

Grundsätzlich sollte man natürlich nur die Korrekturen durchführen, die auch tatsächlich notwendig sind. Bei meiner Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G Festbrennweite ist es schlicht nicht notwendig, eine Objektivkorrektur durchzuführen, da es keine nennenswerten Verzerrungen und Randabschattungen aufweist.

Oft dreht man auch an einem Regler und lässt ihn mit dieser Einstellung, obwohl es keine wirkliche Verbesserung gebracht hat. Diese Einstellung muss Lightroom aber bei jedem weiteren Schritt jedes mal wieder berechnen.

Die Reihenfolge oben bedeutet natürlich nicht, dass man jeden Schritt machen muss. Nur wenn man die Funktionen braucht, sollte man sie in dieser Reihenfolge einsetzen!

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