Das größte nachbelichtet-Projekt: Unser neues altes Haus

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Wie ihr wisst, gibt es hier auf nachbelichtet sehr viele unterschiedliche Themen und da alle Beiträge durch eigene Erfahrungen entstehen, gibt es bei uns auch jede Menge Equipment. Angefangen von der Foto- und Videoausrüstung mit zig Stativen etc., über mein Musik-Equipment bis hin zur Elektronikwerkstatt. Wir leben zwar auf komfortablen und schönen 130 qm zur Miete, aber waren schon seit einigen Jahren auf der Suche nach einem Eigenheim. Nun haben wir ein Haus gekauft.

Im nördlichen Oberfranken haben wir zwar das Glück, dass die Immobilienpreise, trotz hoher Nachfrage und die historisch niedrigen Zinsen sehr moderat sind. Allerdings ist der Markt auch leer gekauft, da sich bei uns immer mehr Menschen aus  Südbayern ein Häuschen als Alterswohnsitz suchen – man bekommt hier einfach mehr fürs Geld.

Alles, was sich in den diversen Immobilienportalen findet, ist meistens ganz großer Mist – zumindest wenn es dort mehr als zwei Wochen zu finden ist. Das bestätigte uns auch unsere Bank und die Maklerin. So haben wir jede Menge Objekte angesehen, die annähernd unseren Vorstellungen entsprachen – oder die sich durch Umbauten in diese Richtung hätten bringen lassen. Wir wollten nicht das typische Einfamilienhaus mit Kind, Kind, Bad, Elternschlafzimmer im ersten Stock.  Außerdem benötigen wir ja großzügige Arbeitszimmer und ich wollte eben auch Platz für meine Musik, Fotografie und eine Werkstatt. Ein schöner Abstand zu den Nachbarn ist auch nicht verkehrt.

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Irgendwann ist man dann genervt und überlegt sich, ob man nicht doch selbst bauen sollte. Besuche in den verschiedenen Musterhausparks der Fertighaushersteller (wir waren in der Fertighauswelt in Hessdorf  an der A3 bei Erlangen/Nürnberg und im Musterhauspark Unger bei Chemnitz)  sind zwar sehr interessant und bringen viel Inspiration, wir scheuten allerdings den Aufwand eines Neubaus und fanden außerdem kein wirklich schönes (und großes) Grundstück. Da sich einige Bauingenieure etc. unter meinen Freunden und Bekannten befinden, wurde uns auch von einem Fertighaus abgeraten. Die Baukosten wären durchschnittlich sogar 20 Prozent höher als bei einem vergleichbaren Massivhaus und tatsächlich sind die Aufschläge der Fertighausanbieter für ein paar Steckdosen mehr etc. schon extrem saftig.

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Als wir eigentlich schon aufgegeben hatten, entdeckte ich an einem Freitagnachmittag im April so ganz nebenbei beim Kaffeetrinken ein Haus im Nachbarort, das uns sofort begeisterte. 165 qm Wohnfläche (später werden es knapp 200 qm sein) und  ca. 1350 qm Eigengrund in einer tollen Lage mit Blick auf das umgebende Mittelgebirge. Die Aufteilung der Räume war ideal für mehrere Arbeitszimmer, Werkstatt und ein Tonstudio. Obwohl das Haus Baujahr 1965 ist, ist es sehr modern gestaltet. Kurz: Das war unser Haus mit reichlich Potential für unsere Vorstellungen und preislich absolut okay. Vor dem Kauf waren wir aber natürlich mit einem Gutachter im Haus – und das gleich zweimal. Bei einer solchen Investition muss man sich vorher absichern und seiner Aussage nach kommen die Käufer immer erst nach dem Kauf zu ihm, wenn nach und nach Mängel auftauchen. Viele recherchieren beim Kauf einer Kamera für 500 Euro wochenlang im Internet. Beim Hauskauf für einige hunderttausend Euro wird einfach zugeschlagen. Diesen Fehler wollten wir nicht machen.

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Kurz und gut: Das Haus ist gekauft. Eine Kostenrechnung für die Kernsanierung liegt vor und alles läuft innerhalb unseres Budgets ab. Natürlich ist die komplette Sanierung eines solchen Hauses aufwendig, aber dafür hat man dann ein Haus mit einer Geschichte in einer gewachsenen Umgebung, das sich nach der Renovierung wieder auf  modernem Niveau befinden wird. Trotzdem zahlt man dafür etwa 20-30 Prozent weniger als für einen vergleichbaren Neubau.

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Bei uns sind die Planungen schon voll im Gange. Natürlich wird es ein SmartHome mit Haus-Automation. Dazu habe ich mich schon ziemlich tief in den KNX-Bus eingearbeitet. Aber auch das System von Loxone ist noch im Rennen. Außerdem befasse ich mich gerade auch mit dem Thema Blockheizkraftwerk (BHKW). Ein Haus dieser Größe benötigt einiges an Heizenergie, da wir auf Anraten der Bautechniker und des Gutachters auf einen Vollwärmeschutz verzichten. Die Kosten dafür amortisieren sich über den Nutzungszeitraum nicht und das Haus hat dicke Wände aus Hohlblockziegeln. Zudem holt man sich hier gerne Feuchtigkeitsprobleme ins Haus. Daher könnte das BHKW oder eben ein Mikro-BHKW für uns ganz interessant sein, zumal wir auch einen einigermaßen hohen Stromverbrauch haben.

Alle Fenster zur Südseite werden bodentief – auch in den Arbeitszimmern. Zwei zusätzliche breite Fenster auf der Eingangsseite sind geplant. Böden raus, Fußbodenheizung rein. Einige Innenwände werden weichen müssen. Eine komplett neue Installation muss her. Zwei neue Bäder. Natürlich eine schöne Küche mit ein bisschen Schnickschnack – ich koche ja auch viel und gerne. Welche Bodenbeläge? Alarmanlage und Überwachungstechnik. Balkon sanieren, Terrasse erneuern und den Urwald im Garten bezwingen. Das wird noch jede Menge Arbeit. Aber wir freuen uns schon sehr darauf und jedes Mal, wenn wir in das Haus gehen merken wir, dass es schon jetzt „unser Haus“ ist.

Fortsetzung folgt hier im Blog.

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