Das beste Audiointerface unter 200€ für Musiker und Podcaster

Viele Diskussionen und Meinungen drehen sich bei Audio Interfaces in der Einsteigerklasse darum, welches wohl die beste Lösung für’s Geld wäre. Die Auswahl an Audio-Interfaces unterhalb der 200€ Schallmauer ist nicht gerade übersichtlich. Wirklich herausragende Geräte gehen aber in der Masse der durchschnittlichen Vertreter fast unter. Das musste auch ich feststellen.

Schnell rein, schnell raus

Kommen wir mal zum Thema Latenz. Hier glänzten bislang noch immer die Firewire-Interface, zumindest wenn es darum ging eine niedrige Latenz bei gleichzeitig niedriger CPU-Belastung zu erreichen. Mit dem Quad-Capture komme ich auf meinem Mac auf knackfreie 32 Samples und eine Gesamtlatenz von 4,5 ms bei 44,1 kHz Samplingfrequenz. Besser geht’s kaum mehr, sprechen wir doch hier von 0,9 ms Eingangslatenz! Dabei liegen zwischen 128 Samples und 8,8 ms Gesamtlatenz und den 32 Samples nur etwa 2-3% Mehrbelastung der CPU.

Auch auf dem Windows 7 Rechner geht’s mit 64 Samples schon knackfrei auf die Audiospur.

Zum verzögerungsfreien Einspielen von Gitarren ideal und wie oben schon erwähnt, klingt der Hi-Z Gitarreneingang richtig gut, sodass dem Einsatz von Amp-Plugins wie dem Native Instruments Guitar Rig oder IK Multimedia’s Amplitube nichts im Wege steht.

Wie das alles genau funktioniert, habe ich in diesem Video einmal zusammengefasst:

 

Wie klingt’s denn nun?

Die Preamps klingen sehr sauber und neutral. Mit 104dB Dynamik für den Eingang und einem Grundrauschen von 96dB vom Eingang zum Ausgang kann man wahrlich nicht meckern. Mit 60dB Gain bieten die Eingänge mehr als ausreichend Verstärkung, auch für pegelschwache Bändchenmikrofone etc.

Es gibt ja viele die sich an solchen Werten hochziehen und einen Klirrfaktor von 0,002% besser bewerten, als einen von 0,02%. Glaubt mir eines: Die Wandlerqualität eines modernen Audio-Interfaces ist wirklich das allerletzte Schräubchen an dem man drehen müsste, um zu besseren Aufnahmen zu gelangen.

Gerade beim Thema Klirrfaktor finde ich es lustig, dass man in der DAW dann wieder mit div. Plugins versucht das Material „anzuwärmen“. Die ganzen Sättigungs-Plugins machen nämlich in der Hauptsache eines: den Klirrfaktor erhöhen, denn nichts anderes ist Sättigung …

Konzentriert euch auf eure Produktion, sauberes Einspielen, einen guten Mix und befasst euch mit den Funktionen eurer DAW und Plugins, denn damit erreicht ihr deutlich mehr.

Das gefällt mir gut

  • Top-Verarbeitung
  • 4-Eingangskanäle
  • als DI-Box und Wandler einsetzbar
  • Digital- sowie MIDI Ein- und Ausgänge
  • DSP mit Kompressor, Gate und Low-Cut
  • Digitale gesteuere Preamps und automatische Aussteuerung

Das gefällt mir nicht so

  • hier gibt es absolut nichts zu meckern!

Fazit

Das Roland UA-55 Quad-Capture ist wohl das am meisten übersehene USB-Audio Interface unter 200€. Da es über die S/PDIF Anschlüsse auch noch 4 statt der in der Preisklasse üblichen 2 Eingänge bietet, ist das schon fast ein Grund allein für dieses sehr gut verarbeitete USB Audio-Interface, das sich zudem noch als A/D Wandler einsetzen lässt.

Die digital gesteuerten Preamps, der DSP mit Kompressor, Gate, Low-Cut und Phasendrehung sind aber einzigartig in dieser Klasse und sonst nur in weitaus höheren Preisregionen zu finden. Dabei ist das Interface hervorragend verarbeitet, verrichtet seinen Dienst absolut knack- und Rauschfrei und das bei niedrigsten Latenzen.

Für 199,00 € eine ganz klare Empfehlung und eine Bereicherung in meiner Equipment-Sammlung.

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