Ausprobiert: Mit Ethereum-Mining nebenbei Geld verdienen

Von der Krypto-Währungen ist Bitcoin noch immer der bekannteste Vertreter. Mit diesem virtuellen Geld kann man anonym, aber auch schon in viele Shops im Netz bezahlen. Neben Bitcoin gibt es noch jede Menge anderer Krypto-Währungen. Der Shooting-Star darunter ist Ethereum oder einfach „Ether“. Seit dem Frühling 2017 hat Ether fast 4000 % an Wert gewonnen und ein Ende ist nicht absehbar. Was viele nicht wissen: Kryptogeld kann man selbst „schürfen“ und ich habe es mit Ethereum ausprobiert.

Im Anschluss muss man sich mit dem Ethereum Netzwerk synchronisieren und die Blockchain herunterladen. Das passiert mir dem Befehl:

geth - rps

Der Download dauert – je nach Internetanbindung – bis zu mehreren Stunden. Bei mir waren es etwa 6 Stunden. Erst danach kann man mit dem Mining beginnen.

Für das eigentliche Mining braucht man dann noch eine Mining-Software. Hier gibt es unterschiedliche Lösungen. Ich habe es mit dem ethminer probiert, den ihr HIER herunterladen könnt. Diesen entpackt man in eine Verzeichnis und startet ihn mit

ethminer.exe -G --opencl-platform 0
ethminer bei der Arbeit

Damit werden alle (sofern vorhanden) Grafikkarten mit einbezogen. Ethminer lädt dann die Daten in den Speicher der Grafikkarte und beginnt mit dem Mining.

Da es bei kleinen Systemen relativ schwierig ist Ethereum-Einheiten zu schürfen, kann man sich einem Pool anschließen. Hier werden die Kapazitäten vieler Systeme gebündelt und man bekommt geschürfte Einheiten anteilig ausgeschüttet. Ich habe hierzu Nanopool ausgewählt, der ab 0,2 Ether auszahlt und faire 1% als Provision einbehält. Es ist auch keine Anmeldung erforderlich und man kann mit dem Befehl

ethminer.exe --farm-recheck 200 -G --opencl-platform 0 -S eth-eu1.nanopool.org:9999 -O 0xEUREADRESSE/DEINE@EMAIL.DE

Beitreten, wobei EUREADRESSE die erhaltene Ethereum Adresse aus dem geth account new Befehl und DEINE@EMAIL.COM eure/eine E-Mail Adresse ist.

Den Fortschritt des Minings könnt ihr bei Nanopool einsehen, in dem ihr eure Ether-Adresse eingebt.

Mining-Status bei Nanopool

Stromkosten – das große Problem beim Ethereum Mining

Die AMD RX-Grafikkarten sind deshalb ausverkauft, weil sich viele Ethereum-Miner spezialisierte Rigs gebaut haben, in denen häufig 8 Grafikkarten gleichzeitig arbeiten. Zwar steigt damit der Stromverbraucht, aber natürlich auch die Rechenleistung und mit ein paar Tricks ist so ein Mining-Rig effektiver als mehrere Einzelsysteme, was den Stromverbrauch angeht.

Der Stromverbrauch ist natürlich gerade in Deutschland eine der Hürden beim Krypto-Mining. Mit durchschnittlich 29 Cent pro Kilowattstunden zahlen wir, neben Dänemark, weltweit am meisten für Strom. Franzosen zahlen im Vergleich nur etwa die Hälfte und in den USA bekommt man die Kilowattstunde für etwa 9 Eurocent. In den USA hätte ich also bei gleicher Ausstattung nur etwa 17 Euro, statt 50 Euro an Stromkosten und damit 140 Euro Gewinn pro Monat (vor Steuern). Noch besser ist es in Argentinien mit 4 Cent pro kWh und in Südkorea ist man mit 0,4 Cent (ja, weniger als einem halben Cent!) pro Kilowattstunde dabei.

Wenn man vor hat ein Mining-Rig zu betreiben, sollte man auch erst einmal die Stromanbieter vergleichen und gegebenenfalls den Stromanbieter wechseln.

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