Auch ein USB 3.0 Anschluss sollte gerade bei Datenmengen, wie sie aktuelle DSLRs erzeugen, seit Jahren standardmäßig verbaut sein. Mehr Pixel interessieren mich nicht. Deutliche Fortschritte beim Dynamikumfang wären aber vielleicht ein Anreiz.

Videofunktionen erst zu spät und nun meist einziger Fortschritt

Videofunktionen waren für mich eine Zeit lang ein wichtiges Argument, da ich damit recht viel gemacht habe. Letztendlich musste ich aber auch einsehen, dass eine DSLR für Videos nur bedingt taugt. Das beginnt beim Handling – eine Fotokamera ist einfach schon vom Formfaktor nicht gerade ideal für Video. Gerade YouTuber und Vlogger brauchen eigentlich dedizierte Videokameras – sie wissen es nur nicht.

Die schnell erreichbare Taste für den Weißabgleich. Vernünftige, externe Audioeingänge. Ein schneller und leiser Autofokus. Keine Begrenzung bei der Aufnahmedauer pro Take. Fokus-Peaking und Zebras. Lange Akkulaufzeit ohne externe Stromquellen. All das sind Dinge, die auch mich davon überzeugt haben, dass man eine Semiprofessionelle Videokamera nicht durch eine DSLR ersetzen kann.

Semi-Professionelle Videokamera

Ich habe kürzlich wieder ein Interview gefilmt, bei dem es schnell gehen musste. Die Sony PXW-160X war in 3 Minuten einsatzbereit, hatte die Funkstrecke fest angedockt und ich konnte mich darauf verlassen, dass Belichtung und Schärfe sitzen.

Nachdem Canon und Nikon die Videofunktionen viele Jahre bestenfalls ignoriert haben, zogen gerade in diesem Bereich Hersteller wie Sony und Panasonic an ihnen vorbei und verkaufen ihre Fotokameras hauptsächlich an Videofilmer und nicht an Fotografen. Ein ziemlich absurder Zustand.

Mein Video-Rig mit einer DSLR …

Tatsächlich setzte ich auch die Sony RX100 III privat häufiger für Videos ein, als die D750 – weil es einfach sehr gut funktioniert.

Keine neue DSLR in den nächsten 2-3 Jahren.

Für mich gibt es daher auch auf mittlere Sicht keinen Anreiz für den Neukauf einer DSLR oder auch „großen“ Spiegellosen. Weder die Bildqualität, noch die Ausstattung wird in den nächsten Jahren so hoffnungslos unterlegen sein, dass sich eine Neuanschaffung lohnen würde. Die Nikon D750 ist nach wie vor die beste DSLR, die ich jemals hatte.

Investieren würde ich eher ein einen kleinen 4K Camcorder, wie die Sony FDR-AX100E. Auch eine schöne und aktuelle 35mm Festbrennweite wäre noch eine Idee. Eine DSLR oder auch ein Ersatz für meine Sony RX100 III ist auf jeden Fall nicht geplant – zumal ja neue Kameras auch keine besseren Bilder machen …

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18 Responses

  1. Andreas

    Generell stimme ich der Mehrheit bei. Ich bin seit einigen Jahren dort angekommen, wo ich landen wollte und kann mit der Ausrüstung die für mich relevanten Bereiche solide abdecken. Für meine Großfamilie habe ich eine Sony DSC-RX10M3. Mit ihr kann ich auch im Urlaub alles fotografieren und filmen, was ich benötige. In sehr brauchbarer Qualität. Für das gezielte Fotografieren habe ich mir eine Sony Alpha 7s mit einigen hochwertigen Objektiven gekauft. Das Teil ist der Hammer! Für Zwischendurch, und da bin ich froh, dass die Qualität auch passt, fotografieren ich mit einem Huwai Mate 10 Pro Smartphone. Dieses Smartphone begeistert mich immer wieder. Mit diesen 3 technischen Schmankerln bin ich für alles andere gewappnet. Umsteigen? Wechseln? Benötige ich nicht mehr!

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  2. Heinz Ruf

    Also von der analogen Nikon FE (habe ich nicht verkauft, steht in der Vitrine) zur D 70 (inzwischen verkauft) war ein langer weg. Bin dann zur D 90 gewechselt die nunmehr mein Zweitgehäuse ist. Ebenfalls seit drei Jahren bin ich bei der D 750, die ALLES KANN. ich stimme dem zu.
    Ausgestattet mit den glorreichen 2,8 14-24, 24-70 und 70-200 sind die Festbrennweiten 50, 60 Macro und vor allem 85/1,8 ein Genuss. Wahrscheinlich kommt jetzt noch das 20 für Natur/Landschaft dazu. Und für Verlängerung gibts einen Telekonverter.
    Natürlich sind die Berichte über die 850 interessant, aber als Amateur nicht notwendig, und wenn dann für drei Tage ausleihen.
    Für Gattin habe ich meist auch die Sony RX 100 III mit (fluche aber wenn sie etwas verstellt und das Menü aber rein gar nichts mit Nikon ähnlich hat).
    Natürlich ist Smartphone mit, aber nicht fürs fotografieren (nur tel, SMS und mail).
    Wichtig ist mir dann noch das Gitzo GT2542, hervorragend stabil und mit dem Kopf Uniball äußerst flexibel.

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  3. Frank Petersen

    Ich kann dir in allen Punkten beipflichten. Ich bin selber über die D70, D200, und D700 zur D800 gekommen und sehe für mich keinen Grund, mich nach der 810 oder 850 zu strecken.
    Allerdings kann ich dem Photographieren mit dem Smartphone so rein garnichts abgewinnen – außer, es ist wirklich nichts anderes zur Hand. Und seit ich die Fuji x20 mit sauguter Kitlinse, einem Pancake und einer 35mm 1,4er Festbrennweite – und diese immer mit einer dieser Optiken dabei habe – habe ich ganz viel Spaß an der spontanen, unkomplizierten Photographie wiedergefunden. Ich werde nach langem Überlegen beide Systeme behalten – jedes hat Vorteile, die das andere nicht bieten kann. Grüße!

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  4. Sebastian

    Mir gehts genauso. Zum Urlaub nehm ich immer seltener die externe Kamera mit. Wenn nur eine Action-Cam für Wasser. Aber wie du schon sagst, das Smartphone reicht in den meisten Fälle vollkommen aus. Zumal es gleich auch GPS sichert und per WLAN das Backup auch erledigt ist. Der Umständliche Weg per Karte an den Rechner um dann wieder in die Cloud fällt weg. Wenn es aber Lichtstarke oder mit einem guten Blitz beleuchtet Objekte sind, dann muss die DSLR natürlich her. Aber meine Canon 600D ist dabei auch sogar nach nun 6 Jahren noch immer „gut“ bzw ausreichend..

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  5. RPJ

    Ich sehe es ähnlich. Die nicht endende Jagd nach noch mehr Pixel, Leistung und toller Funktionen ist auch für mich kein Thema mehr. Wer für sich Sinn darin sieht, kann gerne weiter auf das Karussell aufspringen. Die Unternehmen freut es und ihre Aktien Kurse sowieso.

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  6. 4366enni

    Was muss eine Kamera können?
    ICH verwende seit 1970 Nikons ZUM FOTOGRAFIEREN (und habe daher IMMER das meiste Geld für Objektive ausgegeben). D.h. der Autofokus muss gut und schnell sein und der Sucher möglichst groß (das einzige Argument für eine D4)

    Was war für mich der Unterschied zwischen der D200 und der D610?
    2 programmierbare Voreinstellungen UND der SENSATIONELLE Anstieg im Dynamik-Umfang (7 LWs auf 11 LWs; wer braucht da HDR noch tatsächlich?) sowie die Rauschfreiheit des Sensors!

    Ob ich mich über die 24 MegaPixel freuen soll, weiß ich wirklich nicht. Die Auflösung weiß ich erst seit ich den 5K-iMac habe zu schätzen. Allerdings läuft die Bildbearbeitung trotz 4 Professoren und großer SSD lähmend langsam.
    Was machen die Besitzer von Kameras mit 36 oder 50 MPs mit ihren Bildern? Sind das möglicherweise diese „Spitzen-Fotografen“ die JPEG fotografieren?

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    • Tartarus Merlot

      Einen iMac Pro mit 10 Prozessorkernen und 64 GB RAM sowie SSD nutzen. Da sind auch 1000 Fotos von der D850 schnell bearbeitet und gerendert.

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  7. Andreas

    Sehr gute Einschätzung. Ich halte es ähnlich, da A7R und 5DSR z.Zt. ‚ausreichen‘ um es bescheiden auszudrücken. Meine alte 5DMK II bekommt bald einen neuen Verschluss, dann habe ich zur Not noch ein Backup für die 5DSR und eine zweite Video-DSLR.

    Die 5D MK II war meine Panorama- und Videokamera (beides mit Magic Lantern echt brauchbar, bis der Verschluss sich verabschiedete). Aber auch ich habe inzwischen nach mehreren dokumentarischen Filmen eingesehen, dass eine DSLR keine Videokamera ersetzen kann, wenn man jahrelang das Handling mit einer EB-Kamera gewohnt war. Was nicht heisst, dass ich eine Video-DSLR nicht schätzen würde, speziell die Kreativität die mit ihr gefordert ist und gefördert wird. Auf der anderen Seite gab es eigentlich immer technische Probleme mit so einem Video-DSLR-RIG wenn es auf Schnelligkeit im Dokumentarischen ankam. Deshalb wäre meine nächste Kamera tatsächlich eher eine 4K Videokamera wie die neue Sony PXW-Z90.

    Das mit dem WiFi geht mir tatsächlich auch gehörig auf die Nerven (A7R). Man fragt sich was sich die Erfinder dabei gedacht haben… und von Sony kommen keine brauchbaren Firmware-Updates.

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  8. tzoumaz

    Was eine DSLR angeht, stimme ich dir zu, die werden vermutlich (bis auf den Profibereich) irgendwann verschwinden. Wer zu ein Teil incl. Objektiven mal bis Neuseeland und Australien geschleppt hat, weiß auch warum. Bevor meine A77II also die Grätsche macht, gibts nichts Neues. Zum Reisen allerdings werde ich mir wohl eine Lumix TZ101 zulegen. Die hat obendrein noch Brennweite. In einem Punkt bin ich allerdings anderer Meinung: Smartphone geht gar nicht. Eher lasse ich es ganz sein. Es sei denn, die verbauen mal 1 Zoll Sensoren. Denn Physik bleibt Physik und Glas bleibt Glas.

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      • Wolfgang Pichler

        Das sah ich ganz genauso, bis ich letzten Sommer das Foto meines Lebens schoss – mit dem Smartphone. Gestochen scharf, brilliant, einfach super! Bis ich versuchte, es etwas zu croppen. Und auf A3 zu vergrößern. Und …

        Fazit: Ich werde mir (neben D750, A6300 und RXIV) auch so bald keine neue Kamera kaufen – aber in Zukunft sorgsamer bei der Entscheidung sein, welche ich mitnehme.

  9. Paul

    Moin!
    Also ich habe seit knapp einem Jahr die neue
    Canon eos1d x mark 2. Davor habe ich jahrelang die Canon eos1d Mark 4 genutzt. Der Unterschied von der alten zur neuen Canon eos x Mark 2 ist riesengroß. Der Af ist ist viel besser, der Dynamik Umfang ist viel größer, das Display ist um Klassen besser. Video filmen ist viel viel besser. Die neue ist leiser. Die Auflösung ist höher. Das speichern der Daten auf zwei Karten gleichzeitig geht viel schneller. USB 3 ist vorhanden. Hätte ich die neue Canon eos1d x Mark 2 nicht, dann würde mir auch nichts fehlen, ich wäre mit der Canon eos1d Mark 4 voll zufrieden. Da ich die neue Canon täglich einsetzte,liegt die alte Canon eos1d Mark 4 fast nur noch ungenutzt rum. Ein Hoch auf die neue Canon eos1d x Mark 2 ! Toll toll toll

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    • Moser Fritz

      Hallo Paul, ich bin 68 und habe bis heute nur eine Fuji X-S1. Eine neue DSLR kann ich finanziell nicht erstehen. wenn deine eos1dMark4 nicht mehr weiss was sie machen
      soll, so schick sie mir doch einfach. Ich würde dich im Himmel anmelden . Dankbare, liebe Grüsse. Fritz Moser, Postgässli 35, 306 Thun, Schweiz

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  10. Thomas Herren

    Ich habe kürzlich einem Vollprofi eine D800 günstig abgekauft, der die D810 ausgelassen und nun den Sprung zur D850 gemacht hat. Die D800 ist nur Reserve, sollte meine D750 mal ausfallen. Ich möchte zZ auch nichts anderes.

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  11. shultzie

    Das mit ner neuen Kamera habe ich schon lange aufgegeben. Nicht weil mir nicht eine 5D Mark IV taugen würde, allein kann sie nicht so viel mehr als meine bisherigen Kameras, als dass es mir den Aufpreis wert wäre. So bin ich auch bei großen Konzerten weiterhin mit meiner alten Lady 5D, meiner 5D Mark II und einer 7D am Start. Und ganz ehrlich? Ich vermisse nicht wirklich was. Bin ich geheilt oder einfach nur aus dem Alter, in dem man dem Gear-Acquisition-Syndrome verfällt, raus? 😉

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    • Karl-Heinz garten

      Mir gehts genau so, mit ner 5 MII und ner 7D bin ich glücklich, die machen das was ich zu brauchen glaube. Dabei bin ich in der glücklichen Lage mir ne neue DSLR ohne nachzudenken kaufen könnte.
      Da gäbts wieder neue Funktionen, muss ne Bedienungsanleitung lesen….

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  12. Vitus VdZ

    Ich glaube, hier hat jemand die DSLR grundsätzlich nicht verstanden.

    Wenn es um echte Geschwindigkeit in Fokussierung und Auslösung geht, kommt man an der DSLR nicht wirklich vorbei, dass müssen selbst eingeschworene Systemkamera-Fans zugeben. Der Rest ist dann aber eine Frage des eigenen Qualitätsanspruchs.Natürlich kann man auch mit dem Handy Fotos machen, die auf dem Display einen guten Eindruck machen, sobald man aber in Anwendungen mit schwachem Licht kommt, ist es mit der Qualität vorbei.

    Was bitte soll eine DSLR können, außer gut Bilder machen? Man sollte doch bitte die Kirche im Dorf lassen. Bildrelevante Funktionen sind doch alle an Bord. Das Einzige, was tatsächlich fehlt, ist eine gerichtlich verwertbare Signatur zur Erkennung von Bildbearbeitungen.

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