Ziel bei der Planung des PCs war es, ein sehr leistungsfähigen Rechner zu konzipieren, der aber trotzdem sehr leise ist, damit er bei langen Bildbearbeitungssessions und vor allem beim Musizieren und Produzieren nicht stört. So etwas ist aber nur mit einem hochwertigen Gehäuse und hauptsächlich passiver, aber dadurch aufwändiger Kühlung möglich. Back in Black, aber […]

Dieser Beitrag wurde 2008 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Ziel bei der Planung des PCs war es, ein sehr leistungsfähigen Rechner zu konzipieren, der aber trotzdem sehr leise ist, damit er bei langen Bildbearbeitungssessions und vor allem beim Musizieren und Produzieren nicht stört.

So etwas ist aber nur mit einem hochwertigen Gehäuse und hauptsächlich passiver, aber dadurch aufwändiger Kühlung möglich.

Back in Black, aber bitte leise! Das Gehäuse

altPC-Gehäuse gibt es wie Sand am mehr und schon für wenige Euro. Dabei ist das PC-Gehäuse wohl einer der Parts, welcher die längste Einsatzdauer aller Komponenten verzeichnen kann, wenn Mainboard, Grafikkarte usw. schon längst ausgetauscht wurden. Es lohnt sich also, hier etwas mehr Geld anzulegen und ein solides, durchdachtes Gehäuse anzuschaffen.

Ich habe mich für das P182 Gehäuse von Antec entschieden, welches im schlichten aber nicht weniger schicken schwarz/antrazit eine sehr gute Figur macht und für etwa 120€ (ohne Netzteil) über den Tisch geht. Um es gleich vorweg zu sagen: Dieses Gehäuse ist absolut perfekt verarbeitet. Nichts klappert oder scheppert, alle Kanten sind entgratet und einige Detaillösungen zeigen den hohen Anspruch des Herstellers. Natürlich passen auch sämtliche Befestigungspunkte für das Mainboard haargenau.

altDas Gehäuse ist in zwei Kammern unterteilt. In der unteren, kleinen Kammer wird das Netzteil untergebracht, welches dadurch kühle Luft vom Boden ansaugen kann, außerdem befindet sich ein Montagekäfig für bis zu 5 Festplatten in diesem Bereich, die senkrecht und mit einer Vibrationsdämmung aus Silikondämpfern eingebaut werden können. Dazwischen sorgt ein 120mm Lüfter auf Wunsch für zusätzliche Kühlung der Platten und des Netzteils.

Antec liefert übrigens gleich drei 120mm Gehäuselüfter mit, die sich jeweils über einen dreistufigen Schalter von außen regeln lassen. Ein Lüfter befindet sich an der Gehäuseoberseite und wird durch eine Art „Lufthutze“ abgedeckt. Einer dreht sich an der Gehäuserückseite in Höhe der CPU und Grafikkarte und der letzte eben in der oben genannten Netzteil/Festplattenkammer. Allesamt gehören zwar nicht zu den aller leisesten ihrer Gattung, sind aber bei niedrigster Drehzahl noch angenehm leise und können bei Bedarf natürlich durch andere Lüfter ausgetauscht werden.

Insgesamt bringt man im P182 Gehäuse stolze acht 3,5″ Laufwerke und vier 5 ¼ Geräte unter, also mehr als genug für speicherplatzhungrige Anwendungen. Die Laufwerke im oberen Gehäusebereich werden dabei über mitgelieferte Schnellverschlüsse fixiert.

Für die Dämmung nach außen sorgen doppelte Gehäusewände und Seitenteile, die über eine spezielle Dämmung verfügen, was man auch am hohen Gewicht der seitlichen Abdeckungen spürt. Die Gehäusefront wird durch eine weit aufschwenkbare Klappe abgedeckt, welche die beiden Front-USB- bzw. Firewire-Anschlüsse sowie Kopfhörer und Mikrofonbuchse ausspart, Laufwerke und Netzschalter aber abdeckt. Sehr gut! Über den Betriebszustand geben zwei große, blau leuchtende Festplatten-LEDs sowie eine kleine blaue Power-LED Auskunft, sogar ein mittlerweile selten zu findender Reset-Taster ist mit dabei.

Ohne Strom geht nichts! Das Netzteil

altFür den Bereich Stromversorgung und Kühlung stand mir Herr Kim von pc-cooling.de hilfreich zur Seite und empfahl mir das Silver Power Netzteil SP-SS500 aus der Green Power Serie. Mit 500W und bis zu 85% Wirkungsgrad ist es erstaunlich preiswert und für knapp 75€ zu haben. Noch erstaunlicher ist jedoch, dass es praktisch unhörbar arbeitet und durch den eingebauten und intelligent geregelten 120mm Lüfter trotzdem einen kühlen Kopf behält.

altZwar bietet es kein ausgefeiltes Kabelmanagement, dennoch sind alle Leitungen mit einem Kunststoffgeflecht umspannt und ausreichend lang dimensioniert. Einzig die nur 4 SATA Anschlüsse sind für meinen Geschmack etwas wenig, können aber durch einen entsprechenden Adapter erweitert werden.

Im Antec Gehäuse wird das Netzteil in einem Rahmen vormontiert, und dann in die entsprechende Einbauöffnung geschoben. Dabei lagert es wiederum auf Silikondämpfern, welche Vibrationen vom Gehäuse entkoppeln.

Das wars vom Gehäuse und Netzteil des … nachbelichtet-PCs. Weiter gehts mit der Kühlung des Leistungsmonsters.

2 Responses

  1. Markus

    Ich habe die Installation nur unter Vista probiert, würde aber auch bei einer XP-Installation empfehlen, die RAID-Treiber gleich zur Hand zu haben. Wenn du das System z.B. auf dem RAID installieren möchtest, muss es natürlich auch ansprechbar sein und dazu benötigst du mit ziemlicher Sicherheit die Treiber bei der Installation.

    Die Kühlung kannst du in der neuen Folge zum … nachbelichtet-PC nachlesen:

    http://nachbelichtet.com/2008/12/04/der-nachbelichtet-pc-die-kuehlung/

    Alles zum Thema Grafikkarte, Laufwerke und Sound in der nächsten Folge.

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  2. Markus

    Hallo Markus,
    ich verfolge mit großen Interesse deine Referenz-PC Serie und werde mir wohl auch so ein Maschinchen zusammenbauen. Kannst Du mir sagen, ob die RAID-Probleme nur bei Vista auftraten? Xp unterstützt die RAID-Variante der Platten doch auch, oder? Muß man demzufolge bei der XP-Installation auch etwas Spezielles beachten?

    Welche Grafikkarte hast du genau eingesetzt, ich finde auch welche mit Lüfter?

    Ich bin schon gespannt auch die nächste Folge, mach weiter so

    Markus.

    Antworten

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