Seit einigen Tagen bin ich nun mit einer Nikon D300 unterwegs. Ich hatte diese Kamera zwar schon öfter in der Hand und auch im Einsatz, aber nie so richtig lange und intensiv. Bei meiner Ausrüstung pflege ich eigentlich immer den goldenen Mittelweg, der bei mir heißt: Gute, aber mittlere Ausstattung – diese technisch ausreizen und […]

Dieser Beitrag wurde 2008 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Nikon D300Seit einigen Tagen bin ich nun mit einer Nikon D300 unterwegs. Ich hatte diese Kamera zwar schon öfter in der Hand und auch im Einsatz, aber nie so richtig lange und intensiv.

Bei meiner Ausrüstung pflege ich eigentlich immer den goldenen Mittelweg, der bei mir heißt: Gute, aber mittlere Ausstattung – diese technisch ausreizen und möglichst kurzfristig den viel beschworenen ROI (Return Of Investment) anstreben. Uuui – mit der Formulierung kann ich Erster beim Bullshit-Bingo werden!

Nun habe ich diese hochgelobte Kamera in Gebrauch und komme bei meiner Taktik ins zweifeln, denn dieses Stück Fototechnik ist ihr Geld wirklich wert! Was sie so sehr von mittleren Kameras wie der D80 unterscheidet ist diese unglaubliche Rauscharmut sowie die gesamte Geschwindigkeit der Kamera. 6 Serienbilder pro Sekunde – mit einem Trick und ohne dem zusätzlichen Batteriegriff, sind sogar 9 Bilder pro Sekunde möglich, eröffnen ganz neue Möglichkeiten. Schnell mal eine Belichtungsreihe einer bewegten Szene ablichten, Bilder für HDRs aus der Hand, oder einfach aktionsreiche Motive in jeder Einzelheit festhalten zu können, sind alleine schon ein Argument.

Nikon D300 bei ISO 3200Zu erkennen, dass man mit ISO 1600 rauscharme Bilder machen kann,  wo andere Modelle schon bei ISO800 das Röcheln beginnen, und man sogar ISO 3200 noch wirklich produktiv einsetzen kann, ist das Killerargument schlechthin. Bemerkenswert ist, wie gut die kamerainterne Rauschunterdrückung bei JPEG-Bildern arbeitet.

Überhaupt kommt man bei dieser Kamera schwer ins Grübeln, ob es angesichts der Ausstattung, der vielen Einstellmöglichkeiten, Funktionspresets, dem aktiven D-Lighting, präzisem Autoweißabgleich und der sehr korrekten Belichtungsmessung überhaupt noch sinnvoll ist, im RAW-Format zu fotografieren. Man hat das Gefühl, immer alles und zu jeder Zeit im Griff zu haben und wie gesagt: Schnell eine Belichtungsreihe durchgeschossen und gut ist’s.

Die kleinen Korrekturen funktionieren am JPEG genauso gut und bei technisch wirklich vermurksten Bildern lohnt es sich ohnehin nicht, groß rumzuschrauben: Weg damit und lernen mit der Kamera umzugehen.

Okay, das 3 Zoll Display ist gestochen scharf und hell. Liveview? Geschenkt – brauch ich nicht unbedingt. Verarbeitung und Bedienung: Top – Punkt!

Ich muss ganz einfach zugeben und einsehen: Das ist einfach eine andere Klasse. Sehr schnell, sehr präzise und mit praxisgerechter Bedienung. Eine Klasse, gegen die ich mich wohl nicht mehr wehren kann …

Vielen Dank an Nikon Europe, für die freundliche Unterstützung und angenehme Zusammenarbeit!

PS: Falls nun irgendwelche Zweifel aufkommen: Ich wäre von der Kamera auch ohne die Unterstützung durch Nikon begeistert 😉

11 Responses

  1. Wesley

    Ach Mihau, so schlimm können die doch nicht sein oder? Höchstens „Anders“ 😉

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  2. Markus

    Hahaha! Guter Standpunkt 🙂
    Wenigstens ein Fußballverweigerer auf meiner Seite – oder nur weil gerade Halbzeit ist? 😉

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  3. Mihau

    Die D300 würde ich mir nie im Leben kaufen. Dann hätte ich keine Ausrede mehr für meine schlechten Fotos 😀

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  4. Markus

    Stimmt! Ein Glückspilz bin ich – was meine Frau auf dem Foto angeht 😉
    Die Nikon Produkte sind aber Leihgaben.

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  5. Wesley

    Du Glückspilz! Mensch ich hoffe die D90 bringt uns die gleichen tollen Bilder wie die D300, dann bin ich auch dabei.

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