Eieieiei … was ist den da schon wieder los. Nachdem Adobe kürzlich das 1.4 Update für Lightroom wieder zurückgezogen hat, weil unter bestimmten Umständen RAW-Dateien und EXIF-Daten beschädigt werden konnten, zieht nun Nikon mit einem ähnlichen Fall nach: Der Kamerahersteller veröffentliche eine neue Firmware – ausgerechnet für ihr preisgekröntes Flagschiff D3 – die nun auch […]

Dieser Beitrag wurde 2008 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Eieieiei … was ist den da schon wieder los. Nachdem Adobe kürzlich das 1.4 Update für Lightroom wieder zurückgezogen hat, weil unter bestimmten Umständen RAW-Dateien und EXIF-Daten beschädigt werden konnten, zieht nun Nikon mit einem ähnlichen Fall nach: Der Kamerahersteller veröffentliche eine neue Firmware – ausgerechnet für ihr preisgekröntes Flagschiff D3 – die nun auch Fotos beschädigen soll. Diese wurde nun offiziell wieder zurückgezogen – wie neulich bei Adobe.Jetzt handelt es sich bei den genannten Produkten ja nicht gerade um eine Shareware für den Hobbyisten, sondern um Dinge, die eben auch bei Profis eingesetzt werden und wenn man da als Profifotograf gerade das Dekolleté der Kanzlerin für die Bildzeitung eingefangen hat und die Kamera zerhäckselt es, wir man sich schön bedanken.

Deshalb empfehle ich bei Soft- und Firmware-Updates grundsätzlich erst einmal abzuwarten – auch wenn die neuen Features noch so reizen. Wartet erst einmal ein bisschen ab, was andere zu berichten wissen und geht es locker an. Die Software läuft nicht davon und nicht selten wird nur kurze Zeit später ein Bugfix für das Update nachgeschoben. Wenn man auf seine Ausrüstung angewiesen ist – egal ob als Fotograf, Musiker oder sonstwas, sollte man sich ganz genau überlegen, ob man hier einen Schnellschuss riskiert.

Bei Firmware-Updates empfehle ich auch die jeweilige Vorgängerversion aufzuheben. Wenn Bugs in einem Update bekannt werden, sind die früheren Firmware-Downloads oft schon verschwunden und man guckt in die Röhre.

Außerdem wie immer der Hinweis auf das Backup! Macht ein großzügiges Backup auf eine andere Platte. Bei Fotoarchiven sollte das ohnehin selbstverständlich sein, man sollte aber auch nicht den Katalog oder die Datenbank der Archivierungssoftware vergessen. Aber auch bei Hardware können Backups erforderlich sein: Zum Beispiel die Einstellungen des DSL-Routers mit Zugangsdaten etc. lassen sich meist vom Router laden und im Falle eines Falles, hat man diese gleich wieder parat.

Bei Musiksoftware ist es ganz ähnlich. Diese Symbiosen aus Hard- und Software sind zuweilen recht fragile Gebilde, bei denen man froh ist, wenn sie ohne Knackser und Aussetzer ihren Dienst verrichten und nicht gerade bei der zukünftigen Top10 Nummer das Zicken anfangen. Während einer Produktion sollte man sowieso nicht am System rumschrauben, wenn es dafür keinen triftigen Grund gibt.

Treiber sind da ein ganz besonderes Thema, denn die sind oft gar nicht so einfach wieder rücksetzbar. Hier kann die Systemwiederherstellung von Windows recht nützlich sein (Start-> Programme->Zubehör-> Systemprogramme-> Systemwiederherstellung). Einfach einen Wiederherstellungszeitpunkt vor der Installation des neuen Treibers installieren und wenn wirklich alles schief geht, kann man wieder zurück zum Ausgangszustand – ach wenn es das auch für’s echte Leben geben würde 😉

Noch besser ist ein Image der Systempartition mit z. B. Acronis TrueImage. Hier wird ein Abbild der gesamten Partition erzeugt und dies kann bei Bedarf wieder komplett zurückgesichert werden. Ich hebe mir ein solche Backup meiner Grundinstallationen, also derer, die über alle Einstellungen, Treiber und Software verfügen, die ich zum Arbeiten oder Musizieren brauche, immer auf. Ein weiterer Vorteil: Wenn man nach langer Zeit dann doch mal ein neues System installieren muss, braucht man nicht immer wieder bei Adam und Eva anzufangen.

Gerade wenn es um Software geht, gibt es aber noch eine ganz andere Möglichkeit neue Features oder neue Anwendungen zu testen: Virtualisierung!

Mit dem kostenlosen VirtualPC von Microsoft oder VMWare (gibt es auch für den Mac), kann man eines oder mehrere weitere Betriebssysteme gleichzeitig neben dem vorhandenen System laufen lassen. Der Vorteil: Hier kann ich nach Herzenslust herumfriemeln installieren, probieren usw. wenn es schief geht, gehts auf Knopfdruck zurück zum Ausgangssystem – und mein eigentliches Betriebssystem bekommt davon gar nichts mit. Übrigens sind solche Virtualisierungslösungen auch als sichere Box zum Surfen interessant oder man lässt ein Linuxsystem in der virtuellen Maschine laufen. HIER gibt es übrigens gute Infos zu Virtuellen Maschinen.

Das war’s mit meinen wohlgemeinten Ratschlägen zu Soft- und Firmware-Updates, Backups, virtuellen Maschinen und dem ganzen Rest.

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