Ich geb’s ja zu: Ich hab’s lange Zeit nicht ernst genommen, dass man mit Stock-Fotografie tatsächlich nennenswerte Beträge erzielen kann, bis mich ein guter Freund – mit dem ich zusammen damals das Thema eigentlich aufgegriffen habe – eines Besseren belehrt hat. Er erziehlt daraus – mit einem noch übersichtlichen Angebot – monatliche Einkünfte, die um […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Ich geb’s ja zu: Ich hab’s lange Zeit nicht ernst genommen, dass man mit Stock-Fotografie tatsächlich nennenswerte Beträge erzielen kann, bis mich ein guter Freund – mit dem ich zusammen damals das Thema eigentlich aufgegriffen habe – eines Besseren belehrt hat. Er erziehlt daraus – mit einem noch übersichtlichen Angebot – monatliche Einkünfte, die um die 400€ liegen.

Um das zu errreichen, muss man allerdings ein Portfolio haben, das jenseits der 500 Bilder liegt, Fotos mit Personen, und eine möglichst hohe Auflösung (mit wenig Bildrauschen – die Agenturen werden immer pingeliger) anbieten. Zwischenzeitlich gehören 10MP zum Standard. Außerdem müssen die Bilder bei mehreren Agenturen angeboten werden, da hier allein die Masse an Zugriffen ausschlaggebend ist, weil ja pro gekauften Bild nur einige zehn Cents bis wenige Euro zusammenkommen.

Wie ich oben schon gesagt habe ist, dass vor allem Bilder mit Personen und da spezielle in „Business-Situationen“ funktionieren. Ein hübsches Model mit einem Headset und gewinnendem Lächeln wird immer gehen. Auch Food-Fotografie geht gut – mein am besten verkauftes Bild ist das hier:

… was bei allen Agenturen zusammen zwischenzeitlich etwa 400 mal verkauft wurde.

Um das einigermaßen effizient zu gestalten, die Stockfotoagenturen erwarten ja nicht nur gute Bilder, sondern auch die Einordnung in Kategorien, aussagekräftige (englische) Stichwörter und eine knackige Bildbeschreibung, muss man sich einen entsprechende Workflow zurecht legen, wenn man ihn denn nicht schon hat.

Nahezu alle Agenturen akzeptieren zwischenzeitlich Bildtitel, Beschreibung und Keyword im IPTC-Standard. Also: In der Bildverwaltung der Wahl (meine ist ja bekanntlich Adobe Lightroom) einen Katalog anlegen, alle in Frage kommenden Fotos reinsortiert, mit entsprechenden Metadaten versehen und per FTP zu den Agenturen geschoben.

Bewährt hat sich auch, innerhalb dieses Stock Katalogs weitere Kataloge für jede Agentur anzulegen, um einen Überblick darüber zu haben, welche Bilder man schon zu welcher Agentur hochgeladen hat. Außerdem kann eine Katalog mit abgelehnten Bildern ganz interessant sein.

Bei vielen müssen dann nur noch die Kategorien zugeordnet und evtl. Model-Releases hochgeladen werden.

Empfehlenswerte Agenturen sind derzeit iStockphoto, StockXpert,Dreamstime, Shutterstock und – wenns denn irgendwann wieder rund läuft Fotolia. Interessant könnte mal Lucky Oliver werden.

Für „Knipser“ ist die Stockfotografie keine Option mehr, da die Agenturen zwischenzeitlich sehr auf Qualität (sowohl in technischer Hinsicht, als auch in der Bildgestaltung) bedacht sind und ja jedes Bild gesichtet, bewertet und ggf. auch abgelehnt wird. Sehr tolerant sind hier noch Lucky Oliver und Fotolia – extrem pingelig Shutterstock und iStockphoto.

Hat man eine gute Ausstattung, vielleicht noch 1-2 hübsche Models und ein paar gute Ideen, lohnt es sich sogar extra für die Verwendung in Stockagenturen zu fotografieren. Es gibt nicht wenige – auch im deutschen Raum, die hiervon auch leben können und dabei keine Profifotografen sind. Interessant ist auch, dass oft Bilder die nicht speziell für die Microstocks gemacht wurden oft besser laufen, als ein technisch und gestalterisch einwandfreies Bild, welches extra zu diesem Zweck inszeniert wurde. Beispiel ist meine Raftinggruppe, die als Schnappschuss (mit einer 3MP Fuji Finepix s602) bei einem Südtirolurlaub entstand.

Insgesamt – bei allen Agenturen – gut 500 Verkäufe …

Gut ist auch, wenn man z.B. eine hübsche, fotogene (zukünftige) Frau hat – welches Glück mir beschieden ist – dann hat man das Model immer gleich in Reichweite 😉

http://de.fotolia.com/id/3290487

Mein großer Einstieg in die Stockfotografie ist vorbereitet und sobald unsere Hochzeit vorbei ist, lege ich los!

[tags] Fotografie, Stockfotografie, Microstock[/tags]

10 Responses

  1. Stephan

    @ Horst:
    Also ich gebe Markus recht. Wenn Du 10000 Bilder hast würde ich mich an Deiner Stelle bei ein paar Microstockagenturen (iStock, Fotolia, Dreamstime, 123, Shutterstock) anmelden,uploaden und ein Jahr Geducld haben. Entweder bist Du bei den falschen Agenturen angemeldet oder Dein Portfolio scheint der Markt nicht zu benötigen (ist nicht böse gemeint!). In der Regel darfst Du Dich bei mehreren Agenturen anmelden, solange Du Dich nicht vertraglich an eine Agentur bindest (wie in meinem Fall bei Istockphoto).

    Ich bin seit Anfang 2006 bei Istockphoto.com. Seit Februar habe ich Exclusiv-Status. Bis dahin waren die Einnahmen eher spärlich. Seit ca. März-April steigt mein monatliches Einkommen durch IStock. Bei zur Zeit um die 240 Bilder im Portfolio verdiene ich um die 150-200 US $ und es wird von Monat zu Monat mehr. Ich versuche auch jede Woche hochzuladen.

    Bei IStockphoto sagen diejenigen mit vielen Verkäufen, dass es sich richtig lohnt dabei zu sein, wenn man 500 Bilder und mehr im Portfolio hat. Und diese Personen müssen es wissen, denn dieser Kreis verdient einige 1000 $ im Monat.

    Grüsse

    Stephan

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  2. Amos

    Ich finde er hat recht. Mir geht es da nicht anders, mit einem geringen Aufwand lässt sich recht einfach Geld damit verdienen. Ich verdiene heute fast mehr mit den Affiliate Programmen der Stock Photo Agenturen. Mehr Infos auf http://www.stockphoto-affiliate.com.
    Wenn Ihr eine Website habt die sich mit Photography oder Stock Photography befasst tragt sie doch bitte einfach ein, ihr bekommt dann einen echten Backlink.

    Gruss Amos

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  3. Markus

    Nee, wie gesagt: Ich kenne die Leute halt direkt und seeeehr gut …
    An deiner Stelle würde ich da echt was draus machen!

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  4. Horst

    tschuldigung markus, das du das so empfindest, war nicht so gemeint….aber ich sage immer was ich denke und rede nicht drumrum wie andere.
    na da müsste ich doch bei meinen über 100000 bildern ne schöne stange geld verdienen 😉

    das problem ist…..nie trifft man so einen großverdiener persönlich, immer kennt einer einen, der einen kennt dessen bruder einen guten bekannten hat und dessen schwippschwager hat nen typen im urlaub getroffen , der ihm erzählte, er kennt einen der………………….

    verstehst du was ich meine.
    wenn du jetzt hingehst und mir deine aktuelle abrechnung zeigst glaube ich dir, aber ansonsten….ich zeig dir dann auch meine.
    gruß horst

    ps…ich meine die monatsabrechnungen…lach.

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  5. Markus

    @Horst: Es geht tatsächlich … einige hundert bis um die tausend Fotos, jeweils bei über 10 Agenturen – allesamt Microstocks und ohne exklusive Buyouts. Es ist vielleicht auch das Problem, dass man mit Agenturen, die exklusiv verkaufen, auf Dauer kein Geschäft macht. iStock, Fotolia, Dreamstime, 123, Shutterstock und wie sie alle heißen, verkaufen Tag und Nacht – zwar nur für wenige Cents und Dollars, aber das ab einem bestimmten Portfolio sehr kontinuierlich und jedes Bild einige hundert Mal …

    Dass es nicht übertrieben ist, zeigt auch regelmäßig Microstock Diaries z.B. hier: http://www.microstockdiaries.com/microstock-results-for-june-2007.html
    Mit einem noch recht kleinen Portfolio regelmäßig um die 400$ … (als Beweis mit Statistiken, die man – mit viel Zeit und Muse auch nachrecherchieren kann …).
    Aus Gesprächen mit anderen Stockfotografen ist mir auch bekannt, dass nicht wenige mittlerweile um die 1000€ im Monat damit verdienen, allerdings auch regelmäßig nachschieben und Portfolios um die 4000 Bilder haben.

    Das Bild meiner Freundin ist übrigens einer dieser Schnappschüsse, die sich offenbar gut verkaufen. Die Blomben sind übrigens ersetzt worden 😉 – aber nett war dein Posting nicht 🙁

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  6. Horst

    hallo markus….bitte nicht böse sein aber ich habe mir das bild deiner frau bei fotolia mal angeguckt…hübsch, aber viele blomben in den zähnen, von meinen agenturen würde keine dieses bild ohne nachbearbeitung mit ps annehmen.
    gruß horst

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  7. Horst

    na, ich bin ja als sehr skeptischer mensch bekannt und ich halte 400 euro im monat ( regelmäsig ) mit ein paar hundert fotos bei ein paar agenturen für äähhh… gelinde gesagt übertrieben.
    ich arbeite seit 20 zig jahren mit agenturen, darunter auch bekannte stockagenturen zusammen habe aber so ein betrag noch nie regelmäsig erhalten und ich habe einige tausend fotos bei den agenturen .
    dazu kommt das diese agenturen mit denen ich zusammenarbeite nicht zulassen das ich gleiche motive bei 5 agenturen gleichzeitig anbiete.
    aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren ( beweise )
    gruß horst

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