10 grundsätzliche Lightroom-Fehler – und wie man sie vermeiden kann

,

Lightroom ist zwar nicht die komplexeste aller Anwendungen, trotzdem kann man jede Menge Fehler machen. Diese entstehen oft durch Unkenntnis der Arbeitsweise, aber auch auf falschen Annahmen. Mit einigen dieser Fehler will ich in diesem Beitrag aufräumen.

Gerade Lightroom-Einsteiger und Gelegenheitsanwender wissen häufig nicht so genau, was die beste Herangehensweise und der beste Workflow in Lightroom ist. Aber auch bei Profis schleichen sich gerne mal Fehler ein, die man besser vermeiden sollte.

Fehler 1: Den Lightroom-Katalog nicht verstehen

Der Lightroom-Katalog ist das unverstandene Wesen der Anwendung und wir haben hier schon viel darüber gesprochen was der Katalog ist und was er macht. Es ist extrem wichtig, dass man verstanden hat was der Katalog macht. Darum noch einmal in aller Kürze:

Du möchtest keinen Beitrag verpassen? Dann melde dich zum kostenlosen nachbelichtet-Newsletter an!

Kein Spam - versprochen! Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden!
  • Der Katalog ist eine Datenbank auf Basis von SQLite – einer textbasierenden Datenbank. Diese Datenbank hat die Dateierweiterung .LRCAT
  • Den Speicherort der Datenbank, also der .LRCAT Datei, findest du unter Katalogeinstellungen
  • Der Katalog enthält alle Metadaten, also z. B. Aufnahmezeit, Stichwörter, Beschreibungen, Bewertungen, GPS-Daten, Sammlungen
  • Der Katalog enthält außerdem alle Entwicklungseinstellungen. Jedes Mal wenn du an einem Regler etwas verändert, wird dieser Wert in den Katalog geschrieben und NICHT in die Originaldatei. Das nennt man „nicht-destruktive Bearbeitung“, weil am Original niemals etwas verändert wird.
  • Der Katalog enthält den Speicherort der Originaldatei, also wo das Originalfoto auf deinen Festplatten zu finden ist.
  • Der Katalog-Ordner enthält auch die generierten Vorschauen
  • Der Katalog enthält NICHT (!!) die Originaldateien, sondern nur einen Verweis darauf
  • Das, beim Schließen von Lightroom angebotene Backup des Katalogs, umfasst NICHT (!!) deine Originaldateien!
  • Der Katalog wird ständig gelesen und beschrieben, weshalb er auf einer schnellen (am besten SSD) Platte liegen sollte

 

Fehler 2: Lightroom nur als Entwicklungs-Tool nutzen

Gerade bei der Diskussion über mögliche Lightroom-Alternativen, werden gerne Äpfel mit Birnen verglichen. Lightroom ist in allererster Linie ein Werkzeug um Fotos (und Videos) zu organisieren. Darin ist es extrem mächtig und flexibel – wenn man es verstanden hat. Viele oft genannten „Alternativen“ sind hingegen meist nur reine Entwicklungswerkzeuge oder organisieren die Daten weiterhin nur in Verzeichnissen.

Lightroom ist auch keine Alternative zu Photoshop, da sich beide Anwendungen grundsätzlich voneinander unterscheiden. In Lightroom kannst du die Grundeinstellungen eines Fotos vornehmen und eure Fotos effizient organisieren. Aufwändige Retuschen, kreative Collagen, das Hinzufügen von Text oder anderer Grafischer Elemente, ist hingegen die Domäne von Photoshop. Lightroom und Photoshop ergänzen sich daher und keine der beiden Anwendungen ist ein Ersatz für die andere.

Fehler 3: Zu viele Kataloge – zu wenige Sammlungen

Der Philosophien zum Katalog gehen stark auseinander. Das beruht zum Teil noch auf Problemen bei den ersten Lightroom-Versionen (bis Version 3), bei denen Lightroom deutlich langsamer wurde, wenn der Katalog mehr als 20.000 Fotos enthielt. Das ist aber schon lange kein Argument mehr für zig einzelne Kataloge.

Sammlungen in Lightroom nutzen

Um Ordnung und Übersicht in die Fotos zu bekommen, kannst du getrost auf einen einzigen Katalog setzen und die Bilder stattdessen mit Hilfe von (Smart-)Sammlungen organisieren. Diese Sammlungen sind virtuelle Ordner und das Tolle an „virtuell“ bedeutet hier, dass ein Foto gleich in mehreren Sammlungen enthalten sein kann, ohne dass es mehrfach Speicherplatz belegt. Legt man eine Smart-Sammlung mit z. B. der Regel Foto enthält Stichwort „Mallorca 2017“ an, kann man schon beim Import das Stichwort „Mallorca 2017“ vergeben und das Foto wird automatisch in die entsprechende Smartsammlung übernommen.

Einzelne Sammlungen, lassen sich auch in einem Sammlungs-Satz zusammenfassen, der dann z. B. Urlaube heißen könnte.

Wenn du möchtest, kannst du Sammlungen ganz einfach auch als Katalog exportieren oder archivieren. Wenn du berufliche und private Fotos auf einem Rechner pflegst, kannst du natürlich über getrennte Kataloge nachdenken. Ein Katalog pro Thema z. B. Mallorca 2017, USA 2017 etc. macht aber keinen Sinn.

Hier noch ein paar Tipps zum Thema Kataloge.

Auf der nächsten Seite geht es weiter >>

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
Das Kommentarformular speichert deine Namen, deine E-Mail-Adresse und den Inhalt, damit wir den Überblick über die auf der Website veröffentlichten Kommentare behalten können. Bitte lies und akzeptiere unsere Website-Bedingungen und Datenschutzerklärung, um einen Kommentar zu schreiben.
9 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Irrtümer und Preisfehler vorbehalten.