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Nachdem nun das Ende von Lightroom 6 als Kaufversion besiegelt ist, stellt sich für viele auch die Frage, wie es denn um die Zukunft von Lightroom Classic CC bestellt ist. Adobe brachte parallel dazu ja auch Lightroom CC als Variante mit Datenhaltung in der Cloud an den Start und bei vielen Lightroom-Fans ist die Verunsicherung groß.

Tatsächlich muss man sagen, dass Adobe wieder einmal keinen besonders guten Job gemacht hat, was das Marketing rund um Lightroom angeht. Während bei der Einführung von Lightroom als Teil der Creative Cloud plötzlich Lightroom CC hieß, ist es nun zu Lightroom Classic CC mutiert. Die alternative Lightroom-Version mit der Datenhaltung in der Cloud hat den Namen nun übernommen und viele können die Versionen und deren Unterschiede einfach nicht mehr auseinanderhalten.

Lightroom Classic CC vs. Lightroom CC kurz und knapp erklärt

Lightroom Classic CC:

  • Ist der Nachfolger des bisherigen Lightroom CC2015
  • Abo erforderlich
  • Die Software läuft auf dem eigenen Rechner
  • Die Daten bleiben ebenfalls auf dem eigenen Rechner
  • Fotos können auf Wunsch mit der Creative Cloud synchronisiert werden
  • Läuft ohne Internetzugang (Lizenzstatus muss alle 90 Tage überprüft werden)

Lightroom CC:

  • Komplett neue Entwicklung
  • Abo erforderlich
  • Software läuft auf dem eigenen Rechner
  • Die Daten werden komplett in der Creative Cloud gespeichert
  • hat noch nicht den vollen Funktionsumfang von Lightroom Classic CC (z. B. keine Gradationskurven oder Farbmanagement)
  • Läuft nur mit Internetzugang

Schließt man ein Lightroom Classic CC Abo ab, bekommt man Lightroom als ZUSÄTZLICHE Lösung dazu, muss dies aber nicht nutzen.

Die Zukunft von Lightroom Classic CC

Tom Hogarty, der Lightroom Produkt Manager bei Lightroom sagte kürzlich, dass Adobe Lightroom Classic CC weiterentwickeln werde und tolle neue Funktionen hinzukommen sollen. In einem Interview sagte Hogarty auch, dass die Entwicklung von Lightroom Classic CC und dem neuen Lightroom CC, in zwei unterschiedlichen Teams erfolgt.

Das komplette (englische) Interview könnt ihr hier ansehen:

Anhand eurer Kommentare kann ich auch herauslesen, dass viele von euch mit einem Abo, das nur aus Lightroom besteht und auf Photoshop verzichtet, durchaus leben könnte, sofern dieses 4-5 Euro pro Monat kosten würde. Ich nutze Photoshop in Zusammenhang mit Lightroom sehr häufig. Ich sehe aber auch ein, das viele überhaupt keine Verwendung dafür haben.

 

9 Responses

  1. Martin

    Auch ich bin der Meinung, dass Adobe die vielen Hobbyfotografen nicht im Blick hat. Für einen Profi, der tagtäglich mit diesen Programmen arbeitet, mag der Abopreis ok sein. Für uns, die LR ohne PS und nur gelegentlich nutzen, stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis. 3 – 4 Euro pro Monat würde ich aber akzeptieren.

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  2. Prati

    5 Euro pro Monat wäre mir das LR-Abo – zähneknirschend – auch wert, obwohl es, ausgehend vom derzeitigen Modell, wohl eher 2 Euro pro Monat kosten müsste.

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  3. Rolf

    Moin,
    Adobe hat schon soviel versprochen und dann nicht gehalten. Von daher kann man wohl auch davon ausgehen, dass über Kurz oder Lang LR Classic verschwinden wird, wenn LR CC auf Augenhöhe angekommen ist. Auch für mich wird es anscheinend Zeit – obwohl überzeugter LR-Kunde – über Alternativen nachzudenken. Auch bei uns im Fotoclub sind viele auf alternativen Gedanken/Umsetzungen dran. Was Adobe da treibt ist mittlerweile unglaubwürdig geworden. Versprechen tun sie viel – wollen ja die Kunden beruhigen – nur mit dem Halten ist es – aufgrund von Erfahrungen in der Vergangenheit – nicht so dolle.
    Wie so oft geht die Entwicklung am Markt vorbei. Was die Kunden wollen weiß Adobe schließlich besser.. ?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Firma 2 Entwicklungsteams an 2 mehr oder weniger gleichen Produkten auf Dauer beibehält. Auch bei denen steht halt Gewinnmaximierung im Vordergrund.

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    • nachbelichtet

      Adobe weiß ganz genau, dass Lightroom CC noch auf lange Zeit kein Ersatz für LR Classic sein kann (Bandbreiten etc.). Und eine Firma wie Adobe kann sich natürlich erlauben, hier zwei Teams zu beschäftigen. Wie bei jedem Unternehmen, steht natürlich auch die Gewinnmaximierung an erster Stelle, die aber nur dann funktioniert, wenn das Produkt beim Kunden ankommt …

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  4. tzoumaz

    Ich bin jetzt komplett auf C1 v11 (Sony) als RAW-Entwickler und DAM und Affinity Photo als Bildeditor umgestiegen. Kostet zusammen schlappe 120 € einmalig. Capture One bietet zudem im Gegensatz zu Lightroom Ebenenbearbeitung/Maskierung. Adobe legt auf Hobbyfotografen mit seinen Abzocke-Modellen offensichtlich keinen Wert mehr und wird von Serif und Macphun bestraft werden.

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  5. Sebastian

    Ich hatte im August mein Abo wieder erneuert, nachdem ich das eigentlich beenden wollte. Leider gab es noch den Bug bei Affinity Photo, der aber inzwischen behoben ist. Daher werde ich nun einen weichen Übergang machen und schauen ob die Kombi Lightroom (nur verwalten – ohne Abo) und dann Affinity Photo zum bearbeiten ein guter Prozess ist. Photoshop nutze ich meist 1x alle 6-12 Wochen. Lightroom in den letzten Monaten nur noch selten, da ich kaum neue Fotos gemacht habe. Aus diesem Grund lohnt es sich grad kaum noch.
    Die Idee Lighroom für 3-5 Euro sehe ich als interessanten Schritt. Da würde man pro Jahr dann fast den Kaufpreis zahlen. Aber da es das ja nicht mehr gibt, eine gute Idee. Die Frage nur ob sie es auch machen.

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  6. Bernhard Schlor (@fotoschlumpf67)

    Hallo Markus, zum Nur Lightroom-Abo: Ja, das könnte ich mir vorstellen. Das Problem mit Photoshop für Hobbyknipser ist meiner Ansicht weniger, das sie überhaupt keinen Verwendung haben, sondern eher das die Nutzung so selten ist das einfach der Kosten-Nutzenfaktor nicht passt. Den Wert des Abos täte ich auch eher mit 3€ beziffern, 5€ ist im Verhältnis zu Photoshop schon über zogen. Aber die Frage wird dabei auch sein wie Adobe das nun verlorene Kundenvertrauen wieder zurück gewinnen kann.

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  7. Olaf

    Ich habe die Befürchtung, dass über kurz oder lang (in ein paar Jahren) die Classic-Version genauso verschwinden wird, wie eben Lightroom 6 in der Kaufversion. Warum sollte man sonst zwei Programme parallel nebeneinander her entwickeln. Das macht betriebswirtschaftlich keinen Sinn! Von daher nutze ich LR6 weiter und beobachte Alternativprogramme und arbeite mich dort ein. Luminar 2018 wird, denke ich, in einem Jahr eine wirkliche Alternative sein, zumindest im Mac-Sektor läuft das Ganze schon ordentlich und sauber.

    Ich gebe Dir durchaus recht in Deiner Einschätzung, dass vielen Usern der Umstieg auf Classic CC leichter fallen würde, wenn man für das reine Programm Lightroom nur 6€ Miete pro Monat zahlen müsste.

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