Man kann, wenn man das möchte und auch die Voraussetzungen dafür hinsichtlich des Internetzugangs hat, bereits jetzt ausschließlich auf Lightroom CC setzen und es gibt ein spezielles Abo mit 1 TB Cloudspeicher dafür. Aber noch einmal: Man muss es nicht!

Was wird mit der Lightroom Kaufversion? Wird es ein Lightroom 7 geben?

Darüber gibt es seit gestern Klarheit und diese bedeutet: Lightroom wird es bald nicht mehr als Kaufversion geben. Man kann Lightroom 6 noch unbestimmte Zeit kaufen und auch weiterhin unbeschränkt nutzen. Ab Ende 2017 wird es aber keine Fehlerbehebungen mehr geben und es kommt nur noch die Nikon D850 als neues DSLR Kameramodell hinzu, das im RAW-Modus unterstützt wird.

 

Es wird definitiv keine neue Kaufversion von Lightroom geben und damit auch kein Lightroom 7. Wer darüber hinaus neue Funktionen, neue Kameras etc. nutzen will, muss das Creative Cloud Fotografie Abo nehmen oder auf etwas anders umsteigen.

Ein paar Anmerkungen von mir

Wie es seit einige Zeit häufig der Fall ist, schwappt auch hier gleich wieder eine Empörungswelle durchs Netz. Leider zum Großteil deshalb, weil viele auch nicht genau lesen und darüber nachdenken was da steht und sich ggf. noch einmal bei anderen Quelle rückversichern, dass man das auch richtig verstanden hat. Da wird nur „Cloud“ aufgeschnappt, sich etwas zusammengereimt und drauf los gepoltert, dass man nun alles online speichern müsste. Nun haben wir es hier mit einem sehr unwichtigen Thema zu tun. Leider passiert das aber auch zu oft beim wichtigen Weltgeschehen.

Dass Lightroom als Kaufversion verschwinden wird, war seit langer Zeit klar, nur noch nicht offiziell bestätigt. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass das Creative Cloud Fotografie Abo eine gute Sache und preiswert ist. Man hat zum Preis eines Spotify-Abos oder einer großen Pizza mit Cola im Monat Zugriff auf Lightroom mit allen Updates. Zudem bekommt man Photoshop dazu, was früher richtig Geld gekostet hat – und sich damit zu beschäftigen macht nicht nur Spaß, sondern bringt evtl. auch eure Bilder voran.

Viele Anwendungen werden zukünftig auf Abomodelle hinauslaufen. Bei Microsoft Office ist es der Fall. Musik kaufen auch nur noch wenige und Netflix ist ein weiteres Beispiel. Solche Anwendungen hätte ich aber auch früher nur gekauft, wenn ich sie regelmäßig nutze und sie auch einen großen Nutzen für mich haben. Wenn ich Lightroom nur zweimal im Monat öffne, würde ich mir natürlich auch kein Abo zulegen – dann hätte ich mir aber auch keine Kaufversion geleistet. Nutze ich es hingegen intensiv, ist mir das auch das Geld wert, zumal ich keine hohe Einmalinvestition tätigen und regelmäßig kostenpflichtig updaten muss.

Ich bekommen von Adobe übrigens kein Geld dafür, Lightroom zu verteidigen. Allerdings nutze ich es seit der ersten Version – und Photoshop noch viel länger beruflich und privat. Darum habe ich eine starke Bindung daran und habe den Nutzen und die Integration der Adobe-Produkte untereinander zu schätzen gelernt.

68 Responses

  1. eastfrisian1

    Danke für den Beitrag ? Dazu hätte ich noch eine Frage – ist es möglich, das Lightroom classic UND das neue Lightroom CC parallel auf dem gleichen Rechner zu betreiben? Der Gedanke dahinter war, dass man mit Lightroom CC die „aktuellen“ Bilder von überall aus bearbeiten kann, während der eigentliche Katalog in Lightroom classic schlummert. Da Lightroom CC noch nicht alle Funktionen hat, macht ein kompletter Wechsel ja nicht unbedingt Sinn. Außerdem speichert CC die Bilder (automatisch und unabdingbar???) in der Cloud – wenn ich meine Daten selbst organisieren möchte, bringt mir das ebenfalls wenig.

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