Die Ad-hoc-Entwicklungseinstellungen in der Bibliotheksansicht von Lightroom ist ein ziemlich unterschätztes Werkzeug. Auf dem ersten Blick ist es eine abgespeckte Entwicklungseinstellung für die wichtigsten Parameter. Tatsächlich steckt aber mehr dahinter.

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Unsere Einstellungen für Belichtung, Kontrast, Tiefen, Temperatur etc. machen wir normalerweise individuell für jedes Foto in den Entwicklungseinstellungen. Gemeinsame Korrekturen, die man auf jedes Bild anwenden möchte wie z. B. die Objektivkorrekturen oder den Weißabgleich, kann man dann mit „Einstellungen synchronisieren“ auf weitere Fotos übertragen.

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Was aber, wenn man Bilder bereits entwickelt und z. B. die Belichtung individuell angepasst hat und bestimmte Fotos allesamt um 1/3 Blende heller haben möchte? Die Funktion „Einstellungen synchronisieren“ überträgt die Belichtungseinstellung des Ausgangsfotos auf die ausgewählten Fotos. Hatte man die Belichtung beim Ausgangsfoto z. B. auf 0,81 eingestellt, werden alle anderen Fotos auch auf 0,81 synchronisiert – auch wenn ein anderes Foto vorher auf z. B. -0,15 eingestellt wurde.

Es ist also ein absolute Änderung der Einstellung, da der Wert für alle Fotos gleich gesetzt wird.

Ad-hoc Panel in der Bibliotheksansicht von Lightroom

Erhöht man hingegen in den Ad-hoc Einstellungen die Belichtung mit einem Klick auf den einfachen Pfeil um 1/3 Blenden (0,33), dann wird diese Korrektur zur bereits bestehenden Korrektur hinzugefügt (oder abgezogen). Aus den 0,81 der ursprünglichen Belichtungseinstellung werden also 0,81 + 0,33 = 1,14 Blenden und beim anderen Foto mit -0,15 als ursprünglicher Einstellung wird aus -0,15 + 0,33 = 0,18. Beide Fotos wurden um jeweils 1/3 Blende heller gemacht und zwar in Abhängigkeit ihre ursprünglichen Belichtungseinstellung.

Damit erzielt man also eine relative Änderung der Einstellung, da der neue Wert zur bisherigen Einstellung hinzugefügt oder abgezogen wird.

Das kann auch sehr praktisch sein, wenn man eine Reihe von Fotos gerne wärmer oder kühler abstimmen möchte oder eine gemeinsame Veränderung der Sättigung in Abhängigkeit zu bereits bestehenden individuellen Einstellung wünscht.

Für die relative Änderung also einfach alle gewünschten Fotos in der Bibliothek auswählen und die gewünschte Anpassung über die Ad-hoc Einstellungen machen.

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3 Responses

  1. Heinz-Jürgen Bader

    Ich habe diese relative Belichtungsänderung schon angewandt, wenn mir Bilder aus dem Labor in der Helligkeit nicht optimal erschienen. Allerdings wäre dafür eine feinere Abstufung besser, denn eine Drittelblende ist schon eine ganze Menge.

    Antworten

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