Der Rechner ist mit einer Nvidia 2000 Grafikkarte mit 1 GB Speicher ausgestattet, was natürlich nicht mehr allen Anforderungen entspricht, besonders wenn es in den Bereich Videobearbeitung mit GPU-Beschleunigung oder CAD geht. Das Netzteil ist mit 500 Watt aber vollkommen ausreichend, um eine aktuelle Grafikkarte mit Strom zu versorgen.

Benchmark-Vergleich der CPUs

Wenn man sich die Benchmarks meiner bisherigen CPU Xeon E3-1230 V2 und der neuen Xeon E3-1245 V2 CPU ansieht wird man feststellen, dass der Xeon E3 1245 V2 ein bisschen schneller ist – um 2,3 Prozent, um genau zu sein. Vergleicht man dessen Leistungsfähigkeit aber mit einer aktuellen CPU aus dem mittleren Preisbereich, dem INTEL Core i7-6700k (welche übrigens auch im aktuellen iMac „Topmodell“ Retina 5K zu finden ist) stellt man überrascht fest, dass dieser, wenngleich auch 3 Jahre jüngere Prozessor, auch nur magere 18 Prozent schneller ist. Dafür kostet aber alleine die INTEL Core i7-6700k CPU schon knapp 70% des gebrauchten Gesamtsystems von Harlander. Die Zeiten, in denen die CPUs riesige Leistungssprünge machten, mit Verdopplung der Taktraten und Prozessorkerne, sind vorbei. Die Leistungssteigerungen heutiger (bezahlbarer) CPUs sind eher homöopathischer Natur und im täglichen Einsatz, der selten permanente Volllast erzeugt, vernachlässigbar. Ich weiß nicht wie das im Gaming-Bereich ist – davon habe ich keine Ahnung und das ist auch nicht die Aufgabe meines Systems.

Übrigens liegt ein aktueller Apple iMac mit mittlerer Austattung und Core i5-5675R CPU bei knapp 7700 Zählern im Passmark-Benchmark Vergleich – also noch unter meinem bisherigen Xeon System.

Lieferung und Zustand

Die Workstation wird in einem großen Karton angeliefert, der mit geschredderten Formschaumstoffmaterial gefüllt ist. Das kommt nicht nur der Umwelt zugute, da diese Formschaumstoffe noch einmal einer nützlichen Verwendung zugeführt werden, sondern ist auch eine wirklich stabile Art der Verpackung. Harlander hat diesen Prozess sogar zertifiziert und die Entsorgungskosten dafür entrichtet, sodass man die Verpackungsflocken problem- und kostenlos beim Wertstoffhof abgeben kann. Der Rechner selbst ist noch einmal fest in Kunststofffolie eingeschweißt.

In Folie eingeschweißt

Obwohl im Angebot von Gebrauchsspuren am Gehäuse die Rede ist, hat man aber eher das Gefühl einen neuwertigen Rechner vor sich zu haben. Es sind nur minimale Kratzerchen zu sehen – aber nichts was wirklich auffällig oder störend wäre. Ansonsten ist der Rechner sowohl außen als auch innen absolut sauber und staubfrei. Selbst in der Schublade des eingebauten DVD-ROM Laufwerks ist kein Stäubchen zu sehen. Zudem liegen zwei CDs mit dem Recovery-Betriebssystem und Treibern und das Netzkabel bei. Mitgeliefert wird übrigens Windows 7 Pro 64 Bit, das sich noch immer kostenlos auf Windows 10 upgraden lässt. Mehr dazu später.

Innenleben wie bei einem farbrikneuen PC

Was mir an den Rechnern der großen Anbieter immer gut gefällt ist, dass alles meist schraubenlos zugänglich und zu montieren ist. Eine neue SSD kann über die Front in einen Kunststoffrahmen gesteckt werden: Ab in den Slot, SATA- und Stromanschluss ran und fertig ist man – ganz ohne Schraubendreher. Auch zusätzliche PCI(e)-Karten werden mit Schnappverschlüssen zuverlässig in Position gehalten. Außerdem verfügen diese Rechner über optimierte Kühlkonzepte. So auch der Celsius 520, der einen passiven CPU-Kühler hat, der von einem zentralen Lüfter, der auch die SSDs kühlt, angeblasen wird. Das ist effektiv und senkt den Geräuschpegel.

Schneller Einbau von Laufwerken über die Gerätefront

Von Windows 7 kostenlos auf Windows 10

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3 Responses

  1. Markus

    Sehr guter Artikel, kann ich in vollem Umfang zustimmen!

    Habe selbst schon Firmen mit refurbished Geräten bzw Leasingrückläufern ausgestattet und bis dato noch nie mehr Probleme gehabt als bei neuen Systemen, die gut und gerne mit der doppelten Investionssumme zu Buche schlagen würden.

    Selbst nutze ich zB auch die generalüberholten Geräte von Apple – habe mtrwl 4 Macs (Pro, Air) und div. iPads darüber bezogen und noch keinen Ausfall bzw Defekt der Geräte gehabt.

    Wer nicht immer die Neuste und Schnellste Hardware haben muss, fährt mit einem überholten Gerät, mit ausgereifter und überholter Technik evtl sogar zuverlässiger als mit einem Neugerät. Schlussendlich muss ein aktuelles Betriebssystem und div Anwendungen performant und stabil auf dem System laufen – dabei ist es sekundär ob man nun ein Gerät mit aktuellen Chipsatz verwendet oder den der letzten oder vorletzten Generation.

    Ich bevorzuge seit ca. 2011 diesen Weg beim Ersatz oder einer Neuanschaffung von Hardware und bin bisher sehr gut damit gefahren.

    Antworten
  2. Frank

    Ich habe selbst meinen Dell-PC (RAM+SSD) aufgerüstet, da er mir immer noch treue Dienste leistet. Über eine gebrauchte Workstation mit Xeon E3 oder gar E5 sollte man echt mal nachdenken. Ich habe gleich mal auf HP von Harlander geschaut und war sehr überrascht. Danke für diesen Artikel. Solche Informationen findet man selten.

    Antworten
  3. Michel

    Gutes Thema, ich denke wir sind endlich in einer Zeit angekommen, in der man nicht unbedingt jedes 2te Jahr updaten braucht. Für alle allgemeinen Aufgaben wie Office oder Internet oder Multimedia sind selbst 3 oder 4 Jahre alte PCs vollkommen ausreichend. Ich denke da zB an die kompakten Buisness Geräte von Lenovo, Dell oder HP die man gebraucht aber günstig in der Bucht kaufen kann. Immerhin waren diese Geräte teilweise mal richtig teuer. Und die verbauten Teile sind oftmals auch qualitativ hochwertiger, sodass man noch eine gute Weile Spass daran hat.
    Wenn so ein PC noch nicht ganz so alt ist und man hat die Möglichkeit (und den Mut) eine SSD nachzurüsten (ggfs. auch etwas RAM-Speicher), dann hat man für o.g. Aufgaben das Look&Fell eines modernen PCs. Und das für wenig Geld.

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