Heute ist ja wieder einmal der „Supermond“ am Himmel zusehen und zumindest bei mir im Fichtelgebirge stehen die Chancen gut, dass der Himmel heute klar bleibt. Damit ihr den Supermond auch scharf fotografieren könnt, habe ich ein paar kleine Tipps zur Kameraeinstellung

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Die Ursachen des „Supermondes“ wurden glaube ich schon in jeder Nachrichtensendung und Tageszeitung breitgetreten: Der Mond bewegt sich auf eine elliptischen Bahn um die Erde und ist damit manchmal weiter und manchmal näher an der Erde. Der erdnächste Punkt wird Perigäum genannt und wenn zu diesem Zeitpunkt auch noch Vollmond ist, hat man einen Supermond. Diese Supermonde sind auch nicht so selten wie es uns die Medien gerne weismachen möchten. In diesem Jahr gab es schon einen im Oktober und im Dezember wird es wieder einen geben. 2015 gab es 5 solcher Phasen. Eine Liste aller Supermond-Termine gibt es übrigens HIER.

Folgt nachbelichtet auf Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und YouTube

supermond2

Wenn man den Supermond heute ab etwa 17 Uhr sehen kann, ist es eigentlich auch schon kein Supermond mehr, da die Vollmondphase schon etwas überschritten ist.

Der Mond wird heute ca. 14% größer und 30% heller erscheinen als sonst. Im Vergleich zu den anderen Supermonden ist der Effekt aber weniger dramatisch als behauptet, denn der Mond ist dann nur 0,55 Prozent größer als der Supermond vom Oktober (0,55 %).

Kameraeinstellungen für Mondfotografie

Den Mond zu fotografieren ist – im Vergleich zu anderen Objekten in der Astrofotografie – relativ einfach.

  • Ihr braucht eine wirklich lange Brennweite. Alles ab 200 mm ist gut. Mehr Brennweite ist besser.
  • Im manuellen Modus (M) stellt ihr eure Blende auf einen mittleren Wert z. B. f/8 oder f/11
  • Die ISO-Einstellung kommt auf 100, damit ihr Bildrauschen vermeidet. Am besten fotografiert man natürlich im RAW-Format.
  • Verschlusszeit 1/200, denn der Mond bewegt sich und ist sehr hell, darum braucht man auch keine lange Belichtungszeit oder gar eine Langzeitbelichtung. Theoretisch kann man damit auch auf ein Stativ verzichten. Wer es aber so scharf wie möglich haben möchte, benutzt trotzdem ein stabiles Stativ. Zugunsten der Bildschärfe lieber die kurze Belichtungszeit beibehalten und etwas mit der ISO-Einstellung nach oben gehen, sollte das Bild zu dunkel sein (weil man z. B. ein nicht sehr lichtstarkes Zoom-Objektiv nutzt).
  • Da der Mond hell ist, sollte auch der Autofokus exakt und schnell funktionieren
  • Dann braucht ihr noch einen passenden Standort. In Städten stört Fremdlicht gerne die Aufnahme und verringert den Kontrast. Aber wie gesagt: Der Mond ist hell …
  • Getreu dem Motto „Vordergrund macht Bild gesund“, ist ein interessanter Vordergrund wichtig, in dessen Kontext ihr das Mondfoto setzt. Einfach nur den Mond zu fotografieren, führt zu einem ziemlich langweiligen Bild wie hier:

supermond1

Wenn ihr dann eure Supermondfotos im Kasten habt, könnt ihr die Bilder natürlich noch in Lightroom anpassen. Etwas mehr Kontrast, etwas Klarheit und evtl. den Dunstfilter (für die LR 6 Anwender habe ich HIER die Dunst-Funktion als kostenlose Presets zum Download) anwenden. Auch kann man mit dem Weißabgleich spielen und so den Mond wärmer oder kälter aussehen lassen.

Viel Glück bei den Supermondfotos!

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

1 gar nicht (warum nicht?)2 Geht so ...3 ganz interessant4 Toller Artikel5 Sehr gut! Mehr davon! (21 Bewertungen, Durchschnitt: 4,43 von 5)
Loading...