Wenn man viel mit Lightroom arbeitet, kommt irgendwann einmal der Wunsch nach einer Art Fernbedienung oder eben einem Controller auf. Hier gab und gibt es zwar schon jede Menge Lösungen, aber keine ist bislang so schick, wie Loupedeck, der gerade auf Indigogo nach Unterstützern sucht.

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Auch ich habe mich schon häufiger mit dem Thema befasst. Vor einigen Jahren baute ich aus einer Kassentastatur einen kleinen Lightroom-Controller. Mittlerweile gibt es Programme, welche die Daten von günstigen MIDI-Controllern, wie dem Korg NanoKontrol, zur Steuerung von Lightroom-Reglern nutzen. Dann gibt es Lösungen auf Basis von iPad Apps etc. auch einige dedizierte Controller wurden schon gebaut.  So richtig durchsetzen konnte sich bei mir noch keiner dieser Lightroom-Controller, denn irgendwie fand ich das immer umständlicher, als mit der Maus und Tastatur zu arbeiten. Übrigens geht mir das bei meinen Musikproduktionen ebenso. Auch hier haben sich die meisten Controller als zu umständlich herausgestellt. Auch mein Versuch mit dem Contour Shuttle war mehr als ernüchternd. Einzig mein Wacom Intuos Pro habe ich regelmäßig und gerne im Einsatz.

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Das Loupedeck macht aber einen ganz guten Eindruck, auch wenn man bislang nur sehr vage Informationen anbietet. Für alle wichtigen Einstellungen in Lightroom gibt es einen dedizierten Regler. Tasten für die Sternebewertung, Cursor-Tasten etc. sind auch vorhanden – alles verpackt in ein 1kg schweres Kunststoffgehäuse mit 400×156 mm Kantenlänge. An den Windows- oder Mac-Rechner wird Loupedeck per USB2.0 angebunden.

Geplante Funktionen

Geplante Funktionen

Die Kampagne soll 75.000 Euro einbringen, wovon heute die Hälfte bereits eingesammelt werden konnte. Kostenpunkt für Unterstützer: 229€. Später soll es 369 Euro kosten.

Wenig Konkretes

Leider erfährt man mehr über die Expertise der Macher, die u. a. an der Entwicklung der Lumia Smartphones entwickelt waren, als über den Controller selbst. Kein Screenshot von der zugehörigen Software. Nichts darüber, ob der Controller auch über MIDI oder OSC eingebunden wird, oder Tastenbefehle ausgibt. Auch soll die Verkaufsversion „so nahe wie möglich“ an den jetzigen Prototypen heranreichen. Es ist also nicht gesagt, ob Loupedeck tatsächlich so aussehen wird.

Tatsächlich soll der erste endgültige Prototyp im Februar/März 2017 entstehen und getestet werden. Im Mai 2017 sollen dann die ersten Modelle zum Test der Massenproduktion fertig sein und im Juni 2017 wird (vermutlich) verschickt. Wenn alles gut geht, denn: Hardware ist toxisch! Bei der Entwicklung von Hardware kann so viel schief gehen. Es tauchen immer wieder unvorhergesehene Probleme auf etc. Man muss Verträge mit Bauteillieferanten machen, die dann auch genügende Mengen in gleichbleibender Qualität liefern können.

Bei solcher Hardware hat man aber noch eine weitere Unsicherheit: Lightroom! Was ist, wenn sich die Regler ändern? Neue hinzu, alte weg? Oder wenn die Macher keine aktuellen Treiber mehr liefern, weil das ziemlich aufwendig und teuer ist? Dann hat man einen schönen Briefbeschwerer.

Mir ist das alles viel zu vage und schwammig formuliert. Kein Zeichen von Software. Keine Details zur technischen Grundlage. Grundsätzlich kaufe ich ohnehin keine Hardware mehr, die ohne aktuelle Software oder Apps nicht mehr nutzbar ist.

Wer das Risiko doch eingehen will, findet HIER mehr Informationen

Wer komfortabler mit Lightroom arbeiten möchte, kann sich ja auch mal mein Video dazu ansehen:

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