Nach dem Update-Desaster von Anfang Oktober, bei der eine Funktion „verbessert“ wurde, für die es eigentlich keinen Bedarf gab – ich spreche vom Import-Modul – habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was wirkliche Verbesserungen und nötige Funktionen wären. Da sich bei Lightroom (leider) vieles ums Thema Presets dreht, hätte ich da einen Vorschlag.

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Presets in Lightroom sind so eine Sache: Zwar kann es praktisch sein sich Presets anzulegen, um z. B. einen einheitlichen Look für Produktfotos aus dem Fotostudio sicherzustellen. Dazu benötigt man aber definierte Rahmenbedingungen wie gleiche Belichtung, Farbtemperatur, Kamera, Objektiv etc. Andernfalls passt ein fremdes Preset immer nur sehr bedingt auf eigene Fotos und auch nie ohne weitere Anpassungen.

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Viele sehen aber die Lightroom Vorgaben als Ein-Klick-Lösung, um die eigenen Fotos ohne Aufwand (und Nachdenken) aufzuhübschen. Bei Instagram mag das ja okay sein, für Fotos von einer oft teuren Kamera ist das aber irgendwie seltsam.

Lightroom hat nur eine begrenzte Anzahl von Einstellungsmöglichkeiten und da kann man ganz schnell eigene Looks zusammenbasteln. Schöner Nebeneffekt: Man lernt, wie das Entwicklungsmodul funktioniert. Einfach ein Preset aufs Foto zu klatschen, wäre mir zu wenig.

Intensitätsregler für Presets

Offenbar besteht aber Bedarf an Ein-Klick Assisteten und WENN man schon so arbeiten möchte, wäre eine Funktion in Lightroom schon lange überfällig: Ein Intensitätsregler für Presets. Bei Adobe Premiere CC 2015.1 und diversen anderen Anwendungen kann man Looks in ihrer Intensität regeln. So könnte eine Vorgabe in ihrer Stärke an das Foto angepasst werden.

 

Intensitätsregler für Looks in Premiere CC2015.1

Intensitätsregler für Looks in Premiere CC2015.1

Natürlich ist das in Lightroom etwas komplizierter, denn in den Vorgaben werden ja praktisch nur die aktuellen Reglerstellungen gespeichert. Eine proportionale Erhöhung oder Verringerung der Werte, muss nicht gleich einer Intensitätsänderung entsprechen. Man bräuchte also eine Art Einstellungsebene, auf die man Presets und Einstellungen legen kann und die in ihrer Intensität einstellbar ist.

Ein nachbelichtet Leser meinte kürzlich in einem Kommentar, dass er gerne ein „Universal-Preset“ haben möchte, das praktisch auf alle Fotos passt.

Salz passt auch in nahezu jede Speise, aber nicht in der gleichen Dosierung. Bei Süßspeisen ist es in geringen Mengen ein Geschmacksverstärker. Und Nudelwasser braucht jede Menge Salz, damit die Pasta auch nach etwas schmeckt.

Ich sehe ein solches Universal-Preset etwas skeptisch, aber mit einem Intensitätsregler wäre das vielleicht gar nicht mehr so abwegig.

Mein Universal-Preset für Lightroom

Ich fotografiere viel im Tethering-Modus und häufig stehen Leute um mich herum, welche die Fotos gleich am Notebook begutachten. Ein flaches RAW-Foto erzeugt bei vielen aber Bedenken, dass daraus überhaupt noch etwas werden könne.

Daher nutze ich immer mein „Wow-Preset“ beim Import. Das Wow-Preset macht die Fotos hell, kontrastreich und für viele wohl so eindrucksvoll, dass kaum mehr Fragen kommen. Später wird das Bild dann natürlich individuell entwickelt und zwar so, wie es das Motiv verlangt.

Das WOW-Preset kannst du HIER herunterladen (Zip-Datei, 1kb). Einfach mal ausprobieren!

Was hältst du von einer Intensitätseinstellung für Presets?

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