So! Nach einer längeren Pause gibt es heute wieder einen Sonntags-Blick. In den letzten Wochen habe ich mich mit vielen neuen Dingen beschäftigt, die meine Zeit komplett vereinnahmt haben. Ab und zu muss ich etwas völlig Neues lernen, obwohl das in diesem Fall nur die halbe Wahrheit ist, denn vieles war schon da.

Mach mit: Teile diesen Beitrag!
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Die ganze Computer- und Softwaregeschichte ist eine tolle Sache, aber mir war seit langer Zeit schon wieder danach etwas „wahrhaftiges“ zu machen. Mal wieder richtig mit Hardware arbeiten und etwas schaffen, das nicht nur aus ein paar Zeilen Code besteht. Da ich ja einmal RF-Techniker gelernt habe und mich das Elektronikbasteln schon mit 7 oder 8 Jahren begeisterte, habe ich darauf wieder ein Auge geworfen. Begonnen hat es mit einem Adventskalender von Conrad Elektronik und der erfolgreichen Reparatur einiger recht anspruchsvoller Fehler an zwei meiner Musikgeräten. Weiter ging es mit dem Kauf eines Arduino Sets. Seitdem kommen fast täglich kleine Päckchen aus China mit diversen Bauelementen.

Folgt nachbelichtet auf Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und YouTube

Dieser einfach zu programmierende und günstige Microcontroller meine Kreativität extrem beflügelt und die daraus resultierenden Projekte und Ideen bringen auch neue Impulse für meine Fotografie. Entstanden ist eine Blitzweiche nach dem Freemask System von Hensel sowie die Ansteuerung für eine automatischen 360° Aufnahmetisch. Außerdem wird sich der „nachbelichtet GardenBot“ in dieser Saison um die automatische Bewässerung unserer Balkonpflanzen kümmern. Dazu wird sich ein Retro-Thermometer im Steampunk Stil auf Basis einer russischen Nixie-Bargraph-Röhre gesellen. Gepaart mit recht fundierten Kenntnissen rund um Elektrotechnik, Neugier und schon immer vorhandenem handwerklichen Geschick, war die Arduino-Plattform wie Doping für mein Hirn.

Ich habe schon lange nicht mehr so viel in so kurzer Zeit gelernt und geschaffen: Programmierung von Microcontrollern (ich beschäftige mich auch mit PICs). Entwicklung von Platinen in DipTrace und Eagle. Reverse-Engineering und Debugging von digitalen Bussystemen. SMD-Löten. Platinen ätzen mit der Tonetransfer-Methode. CAD Modelle für den 3D-Druck entwickeln etc. etc.

An dieser Stelle kam dann auch wieder das Restwissen meiner früheren Webentwickler- und PHP-Programmiererlaufbahn ins Spiel, denn der GardenBot wird auch eine komplette Wetterstation mit Webinterface in Stile der Netatmo, aber mir ein paar Tricks mehr und ganz ohne fremden Server.

Besonders stolz bin ich auf meine selbst entwickelten Bodenfeuchte-Sensor, der kapazitiv (also ähnlich wie der Touchscreen eines Smartphones) arbeitet. Alles habe ich irgendwann schon mal gemacht, aber mit den neuen Möglichkeiten kommen alle meine Talente bei diesem Thema irgendwie zusammen.

Momentan ist alles noch im Prototyp-Stadium und ziemlich roh, aber es funktioniert und macht unheimlich viel Spaß. Plötzlich habe ich auch festgestellt, dass ich Teil einer Bewegung bin die früher gar nicht so cool und hip war: Die Bastler und Tüftler nennen sich jetzt Maker und und Maker-Szene ist wirklich riesig und bringt tolle Sachen hervor. Zeitschriften wie die Make (früher c’t Hack) liefern zusätzlichen Input.

Das Problem an dieser Stelle ist, dass die eine Sache eine andere nach sich zieht. Mit der Bastelei musste eine passender Arbeitsplatz dafür her. Ausrüstung für eine Elektronikwerkstatt war zwar noch vorhanden und eingelagert, vieles davon aber auf dem Stand von 1995 und davor. Also musste auch neues Equipment angeschafft werden und da aus meinen Entwicklungen nicht nur fliegende Aufbauen sondern echte praxistaugliche Produkte werden sollen, begann ich wieder mit dem Ätzen von Platinen und auch ein 3D-Drucker schwirrt mir durch den Kopf. Dank meiner tollen Freundin kann ich mich hier auch ohne Probleme voll und ganz entfalten

Meine Entwicklungen werde ich auch veröffentlichen, sodass sie jeder der möchte auch nachbauen kann. Zudem wird es hier in Zukunft auch Tipps und Tricks rund um die Elektronikbastelei geben.

Nun aber weiter zu den Themen der Woche …

Neue Funktionen in Lightroom 6

Irgendwann in den nächsten Tagen oder max. Wochen werden wir wohl Lightroom 6 begrüßen dürfen. Nach vielen Gerüchten und Dementis, tauchte Ende Februar Lightroom 6 kurzzeitig auf der offiziellen Adobe Website auf und verkündete neue Funktionen. Welche das sind, erfahrt ihr HIER.

HDR-Funktionen in Adobe Lightroom 6

HDR-Funktionen in Adobe Lightroom 6

Fakten und Mythen zu Adobe DNG

Um Lightroom wirklich auszureizen, sollte man das RAW-Format nutzen. Adobe hat mit DNG ein eigenes offenes Format geschaffen, um das sich jedoch viele Mythen und Missverständnisse ranken. Ich habe mich mal an einer Aufklärung dazu versucht.

HIER lang

Dann genießt mal das schöne Vorfrühlingswetter!

PS: Falls jemand mir etwas zu 3D Druckern erzählen möchte: Ich schwanke momentan zwischen einem Mendel 90, dem Velleman Vertex K8400 und dem RepRap Neo.

Mach mit: Teile diesen Beitrag!
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

10 Responses

  1. Gerrit

    Gefällt mir , deine Bastelleidenschaft und der mit Leidenschaft geschriebene Artikel. Lightroom ist eh nicht so wichtig.

    Wir hoffen immer, dass Konzerne und deren Softwareentwickler unsere eingebildeten oder nur durch deren Software geschaffenenen neuen Probleme mit einem neuen Release lösen werden. Das ist Utopie!

    Man sollte sich lieber mit dem beschäftigen, was man selbst formen kann, siehe deine Projekte.

    Bei mir ist der ‚Bastelkram‘ vorhanden, Arbeitsplatz auch, aber die Zeit ist weg durch die vielen virtuellen Projekte. Wenn die Rechner aus sind, ist kein einziges Werk mehr sichtbar. Das war mal anders.

    Antworten
  2. Torsten

    Moin ! Planst du etwas zu den Nixie-Röhren zu schreiben? Würde mich sehr interessieren – wir hatten immer so einen alten Frequenzzähler mit diesen Röhren – ich träume seitdem von einer Uhr … 🙂

    Antworten
    • nachbelichtet

      Über die ganzen Arduino-Geschichten etc. wird es ausführliche Berichte geben und da die Nixie-Geschichte eines meiner Lieblingsprojekte ist, werde ich auch dazu etwas schreiben. Ich habe ein sehr effektives kleines Hochspannungsnetzteil dazu (weiter-)entwickelt (mit einem NE555 und MOSFET), das auch für andere Nixies funktioniert. Dazu bereite ich gerade ein Platinenlayout vor.

      Antworten
  3. johannes

    Schöner Beitrag! Es macht Spaß etwas zu lesen, was mit Leidenschaft geschrieben wurde… Weiter so 🙂

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.