Bislang waren besondere Zusatzinformationen wie die Darstellung der beim Shooting aktiven Fokusmessfelder den Programmen der Kamerahersteller vorbehalten. Nun gibt es ein kostenloses Plugin, das eben diese aktiven Autofokusfelder auch in Lightroom auslesen und darstellen kann und daraus noch weitere interessante Werte berechnet.

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[Update 19.01.2017]

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Es gibt eine neue Version von Show Focus Points. Diese unterstütz nun auch folgende Kameras:

  • Nikon D500 and D5600
  • Nikon D7200 and D5500
  • Nikon 1 (mirrorless) (1J1, 1J2, 1J3, 1J4, 1V1, 1V2, 1V3, 1S1, 1S2, 1AW1, 1J5)
  • Canon 80D, Canon 5D Mark IV
  •  Sony A77ii (beta)

Das Plugin nennt sich ganz einfach „Show Focus Points“ und integriert sich in die Bibliotheksansicht von Lightroom. Aufgerufen wird es über Bibliothek->Zusatzmoduloptionen->Show Focus Points. Es öffnet sich nun ein neues Fenster in dem die Fokuspunkte überlagert sind. Dabei werden sowohl inaktive, bei der Aufnahme aktive als auch aktive Felder, die nicht bei der Aufnahme berücksichtigt wurden farblich unterschieden.

Rechtes Menü mit weiteren Informationen

Rechtes Menü mit weiteren Informationen

Zusätzlich gibt es recht ein Menü mit weiteren Daten. So wird z. B. die Entfernung zum Objekt, die Schärfentiefe und die Hyperfokaldistanz berechnet und angezeigt.

Messfeldüberlagerung

Messfeldüberlagerung

Mit welchen Kameras funktioniert das Plugin?

Derzeit funktioniert das Plugin mit Kameras von Nikon und Canon:

Canon: EOS 1D X / 1D C, 1D Mark 4, 1Ds Mark3, 1D Mark3, 1Ds Mark2, 1D Mark2 N, 1D Mark2 – 5D Mark 3, 5D Mark 2, 5D Mark2, 5D, 6D, 7D – 70D, 60D, 50D, 40D, 30D, 20D, 10D – 700D, 100D, 650D (Rebel T4i), 600D (Rebel T3i), 550D (Rebel T2i), 500D (Rebel T1i), 450D (Rebel XSi) , 400D (Rebel XTi), 350D (Rebel XT), 300D (Rebel), M, EOS 1100D, EOS 1000D sowie den meisten Powershot Modellen.
Nikon: D4s, D4, D3S, D3X, D3, D2Xs, D2HS, D2X, D2H, D1X, D1H, D1 – Df, D810, D800, D800E, D700 – D610, D600, D300S, D300, D200, D100 – D7100, D5300, D5200, D5100, D7000, D5000, D90, D60, D40X, D80, D70s, D50, D70 – D3300, D3200, D3100, D3000, D40. Nikon 1 Kameras kommen bald hinzu.

Kameras anderer Hersteller sollen zukünftig unterstützt werden.

Wie wird das Plugin installiert?

Der einfachste Weg ist, die Zip-Datei zu entpacken, dann unter Datei->Zusatzmodulmanager links unten auf hinzufügen zu klicken und den entpackten Ordner (FocusPoints.lrplugin) auszuwählen. Damit ist das Plugin installiert und kann benutzt werden. Anders als bei vielen anderen Lightroom Plugins kann dieses nur in der Bibliotheksansicht über Bibliothek->Zusatzmoduloptionen aufgerufen werden!

Was nützt das Plugin?

Ich sehe bei dieser Funktion zu allererst den Lerneffekt. Gerade bei Fotos deren Schärfe nicht da liegt wo man sie gerne gehabt hätte kann man nachträglich feststellen, worauf die Kamera fokussiert hat. Durch die berechneten Zusatzinfos wie Schärfentiefe kann man dann z. B. auch feststellen, dass die richtigen Fokusfelder ausgewählt waren, man aber vielleicht eine zu große Blende gewählt und damit die Schärfentiefe nur von der Nasenspitze bis zum Pickel darauf gereicht hat.

Man kann mit dem Plugin aber auch feststellen, ob man vielleicht Probleme mit Front- oder Backfokus bei bestimmten Objektiven hat und kann diese ggf. korrigieren. Insgesamt auf jeden Fall eine sehr brauchbare Erweiterung für Lightroom.

Hier geht’s zur Plugin-Website: http://www.lightroomfocuspointsplugin.com/

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16 Responses

  1. Rainer Stelzer

    Danke für das AF Plugin. Es ist für mich eine gute Unterstützung welche ich gerne nutze!

    Antworten
  2. Hans Mops

    Interessant und hilfreich, aber leider nur für die Marktführer. Wo bleiben die Olympus omd Leute? Bei Aperture war der Fokuspunkt für alle Kameras auslesbar, aber Aperture ist tot.
    Wenn also Oly zur Verfügung steht, eine kurze Info per mail wäre toll.
    Hans Mops

    Antworten
  3. Chris

    Das was mich dabei stört: Man muss es JEDES Mal manuell aufrufen. Im Zoombrowser von Canon geht das sofort, schade, dass man bei Adobe immer auf 3rd Party Lösungen zurückgreifen muss, weil der Hersteller zu blöd oder zu faul ist.

    Besser als nichts, aber eine Lösung sieht für mich anders aus (und zwar so, dass man es wie die Bildinformationen zu und wegschalten kann). Aber bei Adobe wird man wahrscheinlich wieder 10 Jahre brauchen, mitdenken tut dort keiner leider (wie man ja ständig sieht, dass die Plugins das beheben müssen, was der Hersteller vergessen hat)

    Antworten
  4. Olaf Wieder

    Ich habe das jetzt x-mal probiert, das Plugin wird eingebunden und lässt sich auch richtig aufrufen. Ich bekomme aber bei allen Bildern den Hinweis „Can’t show this Photo: Cannot process this Photo …“

    Das sich öffnende Fenster ist leer und das wars auch schon. verwendete Version ist die 0.98q, Kameras sind die Nikon D700 und die Nikon D7001, jeweils mit RAW- und JPEG – Bildern.

    Ich glaube, ich gebs auf. Die Infos siind definitiv vorhanden, Nikon ViewNX zeigt die Fokuspunkte einwandfrei an!?

    Antworten
  5. Uwe Kath

    Tolle Sache! Das habe ich bei meinen Nikons bisher immer in viewpoint nachgeschaut.
    Aber in LR ist es natürlich eine super zusätzliche Info! DANKE!

    Wisst Ihr hier obe es das auch für die Fuji x100s gibt oder ob dies geplant ist?

    Antworten
  6. marco walther

    so hat man endlich eine schnelle moglichkeit im nachhinein nach einem Fehlschuss, die ursachen einzugrenzen!

    Antworten
  7. Rolf Aus K

    Super – danke – ich denke das hilft mir den einen oder anderen Fehler zu entdecken (und evtl. zu vermeiden)

    Antworten
  8. Heinz-Jürgen Bader

    Der angezeigte Fokuspunkt sagt nur dann etwas aus, wenn man gleichzeitig mit dem Auslösen fokussiert. Wer so wie ich fast ausschließlich mit dem mittleren Fokuspunkt scharfstellt und erst dann mit gespeichertem Fokus den Ausschnitt wählt, dem wird zwar auch der gewählte Fokuspunkt angezeigt, nur hat der oft nichts mit dem angemessenen Scharfpunkt zu tun.

    Antworten
      • Sepp

        Wie gehst du dabei vor? Nimmst du mehr auf und machst dann in der Nachbearbeitung einen Crop?

      • nachbelichtet

        Den Bildausschnitt lege ich meistens erst in der Bearbeitung fest. Wozu hat man den zig Megapixel! Später den Bildausschnitt festlegen und sogar „zoomen“ zu können ist doch der eigentliche Vorteil! Da ich viel für Broschüren etc. fotografiere ist das auch beim Layout sehr hilfreich.

        Für eine A4 Seite im Offsetdruck inkl. Beschnitt braucht man nicht mehr als 3500 x 2500 Pixel Auflösung, also knapp 9 MP. Von 10×15 Urlaubsfotos oder der Diashow auf dem Ipad gar nicht zu reden.

        Ein weitere Vorteil dabei ist, dass man den schärfsten Bereich der Linse nutzt. Auch das beste Objektiv hat einen Schärfeabfall zum Rand, stärkere Verzeichnungen, Chromatische Aberration etc.

  9. Peter Stumpf

    Schönes Plugin. Habe ich auch schon lange gesucht, Hab zwar ne Sony Kamera, aber wollte vorsorglich mal installieren. Eine Kleinigkeit hast du jedoch vergessen: Nix für LR 4.4…

    Antworten
  10. Andreas Pohl

    Super! So etwas habe ich schon lange gesucht und seit Langem vermisst, ganz ehrlich! Wie oft habe ich mich bei meinen Fotos schon gefragt: "Verflixt, wo habe ich denn DA hingezielt?!", wenn mal wieder die Schärfeebene auf dem Hintergrund lag und nicht auf dem Motiv. Mit dem Plugin wäre dann zumindest die Frage schon mal beantwortet. 🙂

    Antworten

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