Einen beträchtlichen Zeitanteil beim Import neuer Fotos in Lightroom fällt zweifelsohne auf den reinen Kopiervorgang von der Speicherkarte zum Rechner. Aktuelle Speicherkarten schaffen dabei 90 Megabyte pro Sekunde und mehr – allerdings nur, wenn auch der Kartenleser entsprechend flott arbeitet.

Lightroom und dessen Geschwindigkeit (oder Langsamkeit) sind immer wieder ein großes Thema. Dabei bremst man einige Vorgänge künstlich aus, wie z. B. den Import der Fotos von der Speicherkarte in Lightroom. Herkömmliche USB 2.0 Kartenleser schaffen dabei maximal 30 MB/s. Aktuelle Speicherkarten können hingegen bereits mit 90 Megabyte pro Sekunde und mehr ausgelesen werden. Durch immer hochauflösendere Sensoren werden auch RAW-Dateien immer größer und 50 MB pro Datei sind keine Seltenheit mehr. Auch das Thema DSLR-Video sorgt für ordentliche Speichermengen und qualitativ bessere Video Codecs erzeugen 500 MB und mehr pro Filmminute.

Speicherkarten die 45 MB/s oder gar 90 MB/s im Lesemodus schaffen, gibt es mittlerweile auch mit großen Kapazitäten zu sehr erschwinglichen Preisen. Mit einem USB 3.0 Kartenleser lassen sich diese dann auch mit der maximalen Geschwindigkeit auslesen, denn im Gegensatz zu den alten USB 2.0 Modellen schaufeln die neuen Leser über 100 MB/s über den USB 3.0 Anschluss. Theoretisch wären mit USB 3.0 übrigens bis zu 640 MB pro Sekunde möglich. Die Kombination aus USB 3.0 Kartenleser und schneller 600-fach SD-Karte kopiert also die Daten 3 mal schneller auf den Rechner und in Lightroom. Schnellere SD-Karten in der Kamera verhelfen aber auch zu schnelleren Serienbildern und vermeiden Ruckler und Aussetzer bei Videoaufnahmen in hoher Qualität und sind Voraussetzung für 4k Formate und hochwertige Videoformate abseits von AVCHD.

Transcend USB 3.0 Kartenleser

Transcend USB 3.0 Kartenleser

Ein sehr preiswerter und zuverlässiger Kartenleser, den ich privat und beruflich nutze, ist der Transcend USB 3.0 All-in-One Multikartenleser, der sich auch auf CF-Karten, Micro-SD Karten (Smartphone!) und weitere Formate versteht. Ich habe ihn übrigens mit 3M Klett-Pads unter meiner Schreibtischplatte befestigt. Damit fliegt er nicht in der Gegend herum, die Karten können noch schneller eingestöpselt werden und mitnehmen kann man ihn so auch noch. Da das mitgelieferte Kabel nur etwa 30 cm kurz ist, musste ich mir mit einem USB 3.0 Verlängerungskabel behelfen.

Wer noch einen älteren Rechner ohne USB 3.0 Anschlüsse (diese kann man meist am blauen Innenleben erkennen) besitzt, kann diese recht preiswert mit einer USB 3.0 PCIe-Karte nachrüsten.

USB 3.0 Anschlüsse

USB 3.0 Anschlüsse

Es lohnt sich also auf jeden Fall, sich von seinem USB 2.0 Kartenleser zu trennen und auf ein flottes USB 3.0 Modell zu setzen. So hat man die Dateien schneller auf der Festplatte und kann dadurch auch früher mit der Bearbeitung beginnen.

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