So richtig spannend wird Lightroom erst, wenn man RAW fotografiert. Mit dem Mehr an Bildinformationen kann man in der Nachbearbeitung auch mehr herausholen und das habe ich in einigen Lightroom-Tutorials bereits gezeigt. Warum man sich aber das DNG-Format von Adobe als RAW-Alternative einmal genauer ansehen sollte, zeigt dieses Ausgabe des Lightroom-Quickies.

Die Vorteile des RAW-Formats sollten mittlerweile hinreichend bekannt sein und dank günstiger und immer größerer SD-Karten und Festplatten, greift das Speicherplatzargument nicht mehr so richtig. Klar: RAW Fotos muss man noch einmal extra anfassen und bearbeiten. Mit einem passenden Workflow, Presets und der Synchronisierung von Einstellungen geht das aber sehr flott und die Ergebnisse sind es wert.

Vorteile von Adobe DNG

Mit den DNG Dateien hat Adobe vor einigen Jahren ein eigenes RAW-Format geschaffen, das im Gegensatz zu den proprietären Formaten der meisten Kamerahersteller offen und gut dokumentiert ist. Lightroom bietet beim Import an, RAW-Formate in das DNG Format zu konvertieren, was ich schon immer mache. Die eigentliche Bildinformation wird dabei nicht angetastet und ein DNG enthält jedes Pixel, das auch das Originalformat enthielt.

Was nicht enthalten ist, sind die Eigenheiten der Kamerahersteller. So werden z. B. keine Daten über die Autofokusmessfelder die bei der Aufnahme aktiv waren mit ins DNG geschrieben und auch nicht, welches Motivprogramm eingestellt war. Diese Daten lassen sich ohnehin nur mit der RAW-Software der Hersteller auswerten und sind für Lightroom oder Adobe ACR obsolet.

Gerade bei der Arbeit mit Lightroom hat das DNG Format aber zwei handfeste Vorteile. Lightroom kann die DNG Dateien schneller öffnen als die meisten Hersteller RAWs. Der Grund hierfür liegt im Format selbst, das komplett dokumentiert ist und somit auch sehr effizient gelesen werden kann. So muss nicht erst ein fremdes RAW-Format interpretiert werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Metadaten und Entwicklungseinstellungen von Lightroom direkt im DNG-File gespeichert werden können. Bei anderen RAW-Formaten geht das nur über eine zusätzliche Datei, die sog. XMP-Sidecars.

Und auch wenn Speicherplatz heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, ist eine DNG Datei oft bis zu 20 Prozent kleiner als das entsprechende Original-RAW. Hier ein kleiner Test mit einem Canon .CR2 RAW und der daraus konvertierten DNG-Datei:

Größenvergleich Canon CR2 und DNG

Größenvergleich Canon CR2 und DNG

Dass es sogar noch kleiner geht, seht ihr weiter unten.

DNG nachträglich erzeugen

Wenn ihr jetzt auf den DNG-Geschmack gekommen seid und bislang aber eurer Original-RAWs importiert habt, könnt ihr diese nachträglich ins DNG Format konvertieren.

Dazu wählt ihr die zu konvertierenden Fotos aus, geht auf Bibliothek -> Foto in DNG konvertieren … und erhaltet daraufhin eine Auswahlmenü:

DNG Konvertierung Auswahlmenü

DNG Konvertierung Auswahlmenü

Hier könnt ihr nun auswählen, dass nur RAW-Formate und nicht auch JPG-Formate ins DNG-Format konvertiert werden und ob die Original-RAWs nach der erfolgreichen Konvertierung gelöscht werden sollen. Andernfalls würde sich natürlich der Speicherbedarf verdoppeln. Ob die Dateierweiterung in Groß- oder Kleinbuchstaben erfolgen soll bleibt euch überlassen. Die Kompatibilität kann auf der Vorgabe bleiben.

Jetzt kommt ein spannender Punkt: JPEG-Vorschau. Diese Einstellung ist eigentlich vollkommen überflüssig, denn weder Lightroom noch Adobe ACR greifen auf das eingebettete JPEG-Vorschaubild zu. Es wird nur in externen Programmen wie z. B. dem Mac Finder als Vorschaubild genutzt und man könnte problemlos auf die Einbettung verzichten. Allerdings macht das durchschnittlich weniger als 1 Prozent Unterschied im Speicherbedarf aus, ob man es einbettet oder nicht.

Der Haken bei Schnell ladende Dateien einbetten führt zu einer etwas besseren Performance, wenn man das Bild im Entwicklungsmodul lädt.

33 Responses

  1. Hans Albrecht

    Hallo Markus,
    habe soeben Dein Video zu raw gegen jpg angesehen, sehr gut.
    Allzu sehr überrascht mich das allerdings nicht, jpg ist schon eine ausgereifte Sache. Und wenn die jpg noch in der Kamera generiert werden, ohnehin.

    Da schon wieder ein Jahr fast vergangen ist und Du uns wieder sehr viele interessante Beiträge „gespendet“ hast, möchte ich mich sehr herzlich bedanken und ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für die Zukunft wünschen.

    Ich habe das Wort gespendet absichtlich in „“ gesetzt, ich würde mich gern selbst auch mit einer Spende für Dich bedanken, ist so etwas vorgesehen ?

    Viele Grüße
    Hans

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    • nachbelichtet

      Vielen Dank! Spenden sind nicht vorgesehen. Aber bei einem Kauf (egal was es ist) über meine Amazon-Links erhalte ich eine kleine Provision, welche diese Seite am Leben hält.

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  2. Hans Albrecht

    Hallo Markus,
    ich habe jetzt für eine Olympus SH 2 zum Versuch raw-Dateien .orf von dkamera.de
    runtergeladen, kann sie mit Lightroom 5.7 nicht öffnen.
    Was kann ich tun ?
    Viele Grüße
    Hans

    Antworten
      • Hans Albrecht

        Hallo Markus,
        da mir der Aufwand für Updates momentan zu hoch ist, habe ich weiter gesucht und probiert, 2 Varianten sind etwa gleich, da 2. einfacher, nutze ich diese z. Zt.
        1. orf wandeln mit xnview in tif, tif dann in Lr in dng oder
        2. Adobe dng-Converter 9…, ist kostenlos.
        Viele Grüße
        Hans

  3. Guido

    Zum Thema Konvertierung in DNG noch ein kleiner Hinweis. Für alle Sicherheitsfanatiker macht es Sinn, beim Import der Bilder in LR5, die Option „Zweite Kopie an folgendem Ort“ anzuklicken. Mit dieser Option speichert LR5 das Original-RAW oder JPG an einem zweiten Ort (bei mit eine Thunderbolt HDD) ab. Dabei werden bspw. auch die hinterlegbaren Umbenennungsregeln angewandt. Ich bennene meine Dateien z.B. grundsätzlich nach dem Schema Aufnahmedatum YYMMDD_hhmmss_## um. Die RAW Originale werden dann ebenfalls umbenannt auf dem zweiten Speicherort abgelegt. So hat man immer noch die RAW Originaldateien, die man dann auch nochmals auf einem NAS sichern kann. Einziger Nachteil – LR5 erstellt bei jedem Import automatisch einen Importordner auf dem zweiten Speicherort mit dem Namen „Importiert am DD.Monat.20xx“ so dass die Reihenfolge der Ordner nicht chronologisch ist. Kann man leider auch nicht abändern. Aber wer auf Nummer sicher mit den Negativen gehen will, aber dennoch DNG-Vorteile nutzen will, für den ist das eine wichtige Option.

    Antworten
  4. Hans Albrecht

    Hallo Markus,
    ich möchte die Gegenfrage stellen, hast Du richtig verstanden, was ein dng-file, so wie ich es beschrieben habe, am Ende alles enthält?
    – Es enthält den Ausgangszustand, den ich über Lr abrufen kann (file öffen und
    zurücksetzen)
    -Es enthält den Bearbeitungszustand mit den Bearbeitungsschritten, den ich über
    Lr aufrufen und ggfs. ändern kann
    – Es enthält ein jpg-file in voller Größe für den Bearbeitungszustand,
    das ich bspw. mit irfanview anzeigen kann. Ich muß kein jpg-file erzeugen,
    weil es im dng-file enthalten ist.
    Diese Funktionalität finde ich gelungen.
    Daß sich die Programme Lr und Ps diesbezüglich nicht richtig verstehen, liegt m. E. daran, daß die Entwicklungszielstellungen weit zurückliegen.
    Viele Grüße
    Hans

    Antworten
      • Hans Albrecht

        Hallo Markus,
        ehrlich gesagt, ich verstehe Dich nicht.
        Meine ursprüngliche Frage, dng zwischen Lr und Ps ist beantwortet.
        Zu dng kann man viel lesen und das habe ich, natürlich auch Deinen letzten Beitrag „Mythen…“
        Doch darum geht es mir doch hier gar nicht, sondern es geht um eine Eigenschaft von dng, die bspw. von Scott Kelby (das Buch verwende ich als Nachschlagewerk für Lr 5) aber eben auch von Dir nicht beschrieben wird, aber vorhanden ist.
        LIes bitte nochmal meinen Kommentar vom 04. 03. 15.
        Ich möchte diesen Kommentar noch dahingehend ergänzen, daß ich natürlich von den dng-Files im Bedarfsfall Abzüge in allgemein üblichen Formaten tif, jpg machen kann.

        Das Wesentliche meiner Bemerkungen ist aber, daß in einem dng-File der Ausgangszustand erhalten bleibt und zusätzlich der jeweilige Bearbeitungszustand enthalten ist.
        Ich kann also das dng-File bearbeiten (nur in Lr), durchaus auch mehrfach, ohne daß der Ausgangszustand verloren geht.
        Und ich kann Abzüge vom letzten Bearbeitungszustand, aber auch
        vom Ausgangszustand (dazu muß ich den Bearbeitungszustand
        zurücksetzen, Button im Entwicklungsmodul rechts unten) machen.
        Probieren geht über studieren.
        Was meinen die Leser des Blogs?
        Viele Grüße
        Hans
        Viele Grüße

      • nachbelichtet

        Ja, aber das ist keine der eigentlichen Eigenschaften des DNG. Das ist auch bei einem NEF, ARW oder CR2 möglich – dann aber eben über die Sidecar-Files.

    • Maren

      Hallo.
      Ich glaube wo hier das Missverständnis liegt ist, dass Hans denkt / hofft, dass ein fertig bearbeitet Bild aus PS als DNG gespeichert werden kann, da es in LR gefühlt so ist.
      Aber LR speichert ja nur die notwendigen Bearbeitungsschritte ab und beim Entwickeln / Exportieren fertigt es ein Jpg oder Psd an.
      Es macht also kein fertiges Bild in DNG

      Und Photoshop macht doch auch nichts anderes.
      Nur im Psd Format

      Antworten
      • Hans Albrecht

        Hallo Maren, Hallo Markus,
        wo liegt denn hier das Mißverständnis?
        Wenn Du in die dng-Datei als Vorschau volle Größe angibst, kannst Du in anderen Programmen, z. B. irfanview bei entsprechender Einstellung dng-Dateien quasi so anzeigen, wie sie nach der Bearbeitung wirklich sind.
        Und was heißt hier, das ist keine der eigentlichen Eigenschaften von dng, es ist eine, und wie ich meine, eine sehr gute, eben weil das dng-file ohne xmp-Files auskommt.
        Von meiner Seite o. k.
        Viele Grüße
        Hans

      • nachbelichtet

        Jetzt habe ich (vermutlich) auch erst dein Ansinnen verstanden. Für mich ist das allerdings irrelevant, da ich keine externen Bildbetrachter (zu diesem Zweck) nutze.

  5. Hans Albrecht

    Hallo Markus,
    daß Photoshop bzgl. dng-Verarbeitung ein „destruktives“ System ist, habe ich mittlerweile an Hand der suksessive gesammelten Erkenntnisse mitbekommen, Du bestätigst es, dafür danke.
    Es ist also tatsächlich so, daß die Systeme Lr und Ps, obwohl aus einem Haus, nicht wirklich zusammenpassen, traurig. Und das, gerade weil Adobe mit dem dng-Format eine Art Standard für raw schaffen wollte.
    Letzte Frage dazu, ist Dir evtl.bekannt, ob Adobe da noch einmal etwas ändern will?

    Nochmal zu Deiner Bemerkung, die Abspeicherung der bearbeiteten raw-Dateien im dng-Format sei sinnlos. Das sehe ich so nicht, denn am Ende der Bearbeitung und Abspeichern in dng mit Einbettung jpg in voller Größe (das ist wichtig) habe ich eine Datei, die sowohl zum Archivieren (die ursprüngliche arw-Datei wird nicht mehr benötigt) als auch zum Anzeigen des bearbeiteten Zustandes bspw. über
    irfanview verwendbar ist.
    Viele Grüße
    Hans

    Antworten
    • nachbelichtet

      Da wird Adobe sicher nichts daran ändern, da es keinen Sinn hat. Du verstehst das DNG Format falsch. Du kannst deine RAW-Entwicklung in Lightroom die im DNG gespeichert ist auch nicht mit einer anderen Anwendung z. B. CaptureOne etc. öffnen, da sich die Systeme nicht verstehen. Adobe hat einen Standard für das RAW-Format geschaffen und das funktioniert bestens. Es ist aber kein Format um die Bearbeitungseinstellungen jeglicher Bildbearbeitungsprogramme untereinander austauschen zu können – auch nicht die von Photoshop (wenn es über die Möglichkeiten von ACR hinaus geht).

      Deine Entwicklungseinstellungen im DNG musst du zwangsläufig wieder in mindestens der gleichen Lightroom / ACR-Version öffnen, daher ist das keine wirklich clevere Art der Archivierung. Besser wäre da die DNG Originale und exportierte JPEGs (oder TIFFs, wenn du die Bittiefe erhalten möchtest) mit den Entwicklungseinstellungen zu archivieren. Im dümmsten Fall hast du mit deiner Methode auch nur die originale Aufnahme als DNG und ein Vorschaubild das zeigt, wie das Bild mal ausgesehen hätte. Zwar kann man das JPEG-Vorschaubild extrahieren, aber das ist qualitativ nicht so der Bringer.

      Eine Software kann fast beliebige Metadaten in das DNG schreiben, dazu gehören z. B. auch die Entwicklungseinstellungen von Lightroom, die aber eben nur Lightroom und Adobe ACR wieder verstehen. Wenn ein anderer RAW-Entwickler z. B. mit Ebenen arbeiten kann oder eine HDR-Funktion hat, dann kann er die Anweisungen dazu auch ins DNG schreiben, es versteht aber dann auch nur wieder dieses spezielle Programm.

      Was DNG eigentlich kann ist, einen festen und offenen Algorithmus vorgeben, mit dem eine Kamera die Sensordaten in voller Bittiefe und Auflösung inkl. Metadaten wie Weißabgleich, Belichtungskorrektur etc. in eine Datei schreiben kann. Weil das Format offen ist, kann es jeder Hersteller einsehen und implementieren und dadurch auch wieder genau so auslesen.

      Der Vorteil bei DNG-Files gegenüber z. B. deinen Sony ARWs ist, dass die genannte JPG-Vorschau eingebettet ist und die Entwicklungseinstellungen und Metadatan von direkt in der der DNG Datei enthalten sind. Würdest du deine ARWs ohne DNG Umwandlung importieren, hättest du halt zusätzlich noch die XMP-Sidecar Dateien mit den Metadaten zu deinen ARWs. Qualitativ macht das aber keinen Unterschied und der Gehalt an Informationen ist überall gleich.

      Wenn du dir den Camera Codec Pack von Microsoft installierst, kannst du deine RAWs wie jedes andere Dateiformat direkt in Windows betrachten: http://windows.microsoft.com/de-de/windows7/how-do-i-view-raw-pictures

      Antworten
  6. Hans Albrecht

    Hallo Markus?
    entschuldige, wenn ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe.
    Ich bin z. Zt. dabei, Urlaubsbilder zu bearbeiten. Die Bilder habe ich im raw-Format von Sony, also in dem Fall als .arw-Dateien, aufgenommen.
    Nun habe ich diese Bilder in Lightroom 5.7 bearbeitet und am Ende als .dng-Dateien abgespeichert. Das geht einwandfrei, und ich habe das erreicht, was ich erreichen wollte, in den dng-Dateien sind alle Informationen enthalten, also der Ausgangszustand und der Bearbeitungszustand.
    Nun gibt es aber etliche Funktionen aus Photoshop in Lightroom nicht, deshalb will ich bei einigen Bildern die dng-Dateien im externen Editor von Photoshop bearbeiten und danach wieder im dng-Format abspeichern. Das wird aber, wie ich geschrieben habe, von Photoshop nicht unterstützt (bei speichern unter ist dng nicht aufgeführt).
    Meine Frage ist deshalb, liege ich da richtig oder übersehe ich da etwas.
    Viele Grüße
    Hans

    Antworten
    • nachbelichtet

      Sowas in der Richtung habe ich mir auch gedacht und dazu sind DNGs nicht da. Diese unterstützen nicht jegliche Bearbeitung inkl. der Originaldaten. Warum speicherst du die in Lightroom bearbeiteten Fotos wieder als DNG ab? Das ist eigentlich ziemlich sinnlos.

      Der Workflow wäre:

      a) Fotos von der Kamera als DNG importieren. Fotos in LR bearbeiten und bei Bedarf als JPG etc. exportieren.

      b) In den Voreinstellungen einmalig unter externe Bearbeitung PSD als Dateiformat wählen, sofern du in Photoshop arbeitest. Dann das gewünschte Foto mit rechtem Mausklick „Bearbeiten in -> Photoshop“ auswählen und sich in Photoshop austoben. Nachdem du die Bearbeitung abeschlossen hast, einfach speichern (STRG+S) klicken. Photoshop erstellt ein PSD mit allen Ebenen, Effekteinstellungen, Masken etc. und importiert es automatisch in Lightroom.

      Damit hast du dein Original DNG und dein davon in PS erstelltes Foto im PSD-Format mit Ebenen etc.

      Der Denkfehler bei dir liegt in der Annahme, dass sich jegliche Bearbeitungen in DNGs Plattformübergreifend speichern lassen, was aber nicht der Fall ist.

      Photoshop macht im Gegensatz zu Lightroom eine destruktive Bearbeitung, weil die Bilddaten selbst manipuliert werden. Lightroom ist ein nicht-destruktives System, was das Original niemals verändert und erst beim Export eine neue Datei mit den manipulierten Daten erstellen.

      Das Exportieren von DNGs aus Lightroom heraus ist nur dann sinnvoll, wenn z. B. eine andere Agentur die Originale mit deinen Voreinstellungen weiterbearbeiten möchte. Das kommt bei mir häufiger vor.

      Du hast keinen Vorteil daraus ein DNG aus einer solchen Anwendung heraus exportieren zu wollen, weil es hier schon kein digitales Negativ mehr ist.

      Antworten
  7. Hans Albrecht

    ich habe 2014 das 1. Mal durchgehend mit raw-Format fotografiert und nach dem Nachbearbeiten in dng abgespeichert.
    Meine Erfahrung:
    Einlagern einer jpg-Datei in voller Größe bringt Vorteile bei der Anzeige bspw.
    mit irfanview, Geschwindigkeit.
    Volle Größe erhöht allerdings den Speicherbedarf um ca. 5 MB.

    Frage: ich habe zusätzlich zu Lightroom 5.7 noch Photoshop Elements 11, dng-Dateien werden von Photoshop Elements nicht unterstützt.
    Weiß jemand, ob es ein Adobe-Programm (außer Lightroom) gibt, das dng-Dateien unterstützt (öffnen und speichern)?

    Antworten
      • Hans Albrecht

        danke, bin dem Hinweis nachgegangen, glaube aber, daß auch dort keine Antwort auf meine Frage zu finden ist.
        Also nochmal, gibt es einen Adobe-Editor, in dem man dng aus Lightroom öffnen und bearbeiten kann und danach in dng abspeichern kann?
        Mein Wissensstand ist mittlerweile der, daß weder PSE 13 noch CS 6 in der Lage ist, dng-Dateien zu öffnen, zu bearbeiten und wieder in dng abzuspeichern.
        Meine letzte Hoffnung, CS6, kann es nach letzter Information auch nicht, arbeitet auch mit tif oder psd mit dem Ergebnis,
        daß nach der Bearbeitung in tif oder psd abgespeichert wird, wodurch
        der Ausgangszustand verloren geht.
        Viele Grüße
        Hans

      • nachbelichtet

        Welche Art der Bearbeitung möchtest du denn wieder in einem DNG speichern oder was möchtest du überhaupt erreichen?

  8. Michael Fries

    Hi Markus, kannst Du mir helfen,
    Ich habe mit der neuen Nikon D750 da so ein Problem mit den Raw Daten öffnen.
    Lightroom ist noch nicht soweit mit dem Update auf 5.7 und für CS5 gibt es keinen passenden DNG Converter. Hast Du eine Idee wie convertiere ich meine NEF’s in DNG?
    Grüße aus Viernheim
    Michael

    Antworten
  9. Manuela

    Hallo zusammen. Ich habe den DNG converter von adobe heruntergeladen und wollte damit meine ORF Dateien umwandeln. Leider findet der Converter meine Dateien gar nicht. Sprich, wenn ich die zu konvertierenden Bilder auswählen will, werden meine Ornder als leer angezeigt. Kann mir jemand helfen, woran das liegen könnte?

    Antworten
  10. Jörg

    Hallo, Markus! Ich bin mit dem Einstieg in die LR-Welt auch grundsätzlich von NEF Richtung DNG gewechselt. Das passt immer prima. Aber bleiben die Dateien wirklich dauerhaft unverändert? Mir fällt immer wieder auf, dass ich nach der RAW-Entwicklung und dem Einsatz des Histogramms wg Lichter und Schwarz wieder die warnenden Pfeile dort angezeigt bekomme, die ich vorher penibel mittels der Regler „beseitigt“ hatte. Woran liegt das? Grüße, Jörg

    Antworten
  11. Reinhard

    Hallo Markus,
    zuerst einmal: guter Post, wieder viel gelernt. Danke.

    Mit der Komprimierung tue ich mich doch schwer, weil andernorts (http://www.photoshop-lightroom-tutorials.de/2012/11/05/fotos-in-das-dng-format-umwandeln) eben doch von einer Qualitätsminderung die Rede ist. Und ob es sich hier wirklich um einen dämlichen Übersetzungsfehler (verlustreiche = verlustfreie??) handelt, ist bei der sonstigen Qualität der Software von Adobe eher unwahrscheinlich.

    4/5 Speicherplatz einzusparen wäre insbesondere bei Sicherungen bzgl. der Übertragungsmenge sehr reizvoll. Ich lasse von der Komprimierung aber erst einmal die Finger, sie ist ja naturgemäß ireversibel.

    Ich wünsche einen schönen Fototag!
    Rein

    Antworten
    • nachbelichtet

      Ich habe es mehrfach ausprobiert und ich kann keinerlei relevante Unterschiede ausmachen. Das komprimierte DNG lässt sich auch genau so extrem bearbeiten wie ein unkomprimiertes.

      Es gibt aber einen sehr viel belastbareren Test welche Unterschiede es gibt: Der Null-Test! Darauf bin ich eigentlich durch die Audiotechnik gekommen. Man vergleicht hiermit, ob zwei Audiosignale tatsächlich gleich sind, indem man sie verlustlos exportiert, eines davon „umdreht“ (die Phase um 180 Grad dreht) und übereinander legt. Wenn beide Signale tatsächlich gleich sind, müssen sie sich gegenseitig komplett auslöschen und es darf keinerlei Ausgangssignal geben.

      Dieses Prinzip habe ich auf Fotos übertragen: Dazu öffne ich das unkomprimierte RAW und das komprimierte DNG aus Lightroom per Bearbeiten in -> In Photoshop als Ebenen öffenen. In Photoshop stelle ich den Mischmodus für die obere Ebene auf „Differenz“ ein. Dadurch erhalte ich ein schwarzes Bild, und Unterschiede werden durch hellere Stellen dargestellt. Tatsächlich gibt es minimalste Unterschiede, die auf eine verlustbehaftete Komponente bei der Komprimierung schließen lassen. Allerdings sind diese so marginal, dass man hier sichtbare Effekte ausschließen und vernachlässigen kann.

      In dem von dir genannten Artikel wird aber die Einbettung der JPEG Vorschauen falsch beschrieben, da es zum Bildaufbau in Lightroom überhaupt nicht benötigt wird. Hier sind nur die Vorschauen im Katalog relevant.

      Antworten
  12. maeeh

    Wow, sehr cool. Hatte mir auch schon mal Gedanken gemacht meine ORF-Samlung zu DNG’en aber dann wieder verworfen. Nach Deinem Artikel werde ich das ganze dann doch noch mal ausprobieren.
    Interessant wäre noch zu wissen ob man z.B. eine RAW im Herstellerspezifischen Viewer korrigieren könnte (Objektivverzerrung oder so) und dann das optimierte RAW nach DNG wandeln könnte.

    Antworten
    • nachbelichtet

      Da die wenigsten Programme direkt in eine RAW-Datei schreiben und meistens Sidecars nutzen, dürfte das problematisch sein. Allerdings kann man ja den anderen Weg gehen und Fotos von LR aus in der anderen Anwendung bearbeiten und abspeichern. Dann bekommt das auch Lightroom mit. Siehe auch HIER

      Antworten
      • maeeh

        Klar geht das, aber dann sind ja schon die Herstellerspezifischen Informationen flöten gegangen. Mir gehts eigentlich um eine Vorbehandlung durch das Herstellertool um dann in LR als DNG weiterzuverwenden.

  13. Jens

    Hallo, schönen Dank für den Artikel. Ich war erst Letztens dazu gezwungen wurden mich mit dng Dateien zu beschäftigen und dieser Artikel hat mir da jetzt sehr viel geholfen. Gezwungen ? Warum? Ich habe LR4 und mir jetzt neu eine Nikon D5300 gekauft. Schöne Kamera, macht sehr viel Spaß damit, nur leider habe ich keine RAW Dateien mit meinem LR4 ansehen können. Mir war nicht bewusst, daß Nikon und sicher auch andere Hersteller, so ein Geheimnis um Ihre RAW Dateien machen. Und deshalb gehe ich jetzt eben den Weg über den Abobe Converter und wandle die Dateien in das dng Format um. Nun, wo ich weis, daß das dng Format keinesfalls schlechter ist, macht mich der Zusatzschritt auch nicht mehr so ärgerlich.
    Danke noch mal

    Antworten
  14. Andreas

    Eine Zeitlang habe ich meine Bilder regelmäßig ins DNG-Format konvertiert. Im Prinzip war ich sehr zufrieden damit. ABER dann habe ich gemerkt, dass ich die DNG’s mit manch anderen RAW-Konvertern nicht mehr öffnen konnte. Da bekam ich das Gefühl: Jetzt sitze ich in der Adobe Falle. Lightroom ist für mich seit Jahren das beste und ausgewogenste Programm, um bei meine Bilder zu verwalten und zu bearbeiten. Photoshop brauche ich relativ selten. Aber ich will nicht auf Gedeih und Verderb auf die Adobe-Produkte angewiesen sein – weiß weiß, was Adobe im Blick auf das Mietmodell ihrer Programme noch alles einfällt. Deshalb lasse ich jetzt die Finger weg von DNG.

    Antworten

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