Filter gehören zu den eher preiswerten Zubehörteilen für Fotografie und Video. Trotzdem findet man ihn nicht in jeder Fototasche, obwohl man damit doch so tolle Ergebnisse erzielen kann. In einem kurzen Video zeige ich euch ziemlich eindrucksvoll seine Wirkung.

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Gestern waren wir ein bisschen spazieren und ich hatte meine Sony NEX-6 dabei. Darauf befand sich das Sigma 30 mm 1:2,8 EX DN und ein sehr preiswerter zirkularer Polfilter. An einem kleinen Bach, gleich in der Nähe unseres Hauses, ergab sich eine prima Gelegenheit, die Wirkung eines Polfilters zu demonstrieren.

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Weniger Spiegelungen, sattere Farben

Mit dem bloßen Auge und ohne Polarisationsfilter waren starke Spiegelungen auf dem Wasser zu sehen. Mit dem Polfilter ließen sich diese aber fast komplett eliminieren und der Grund des Bachlaufs war zu erkennen.

Aber nicht nur Spiegelungen auf dem Wasser lassen sich mit einem Polfilter verringern, sondern auch Reflexe auf Autolack, metallischen Gegenständen, Verpackungen oder Fensterscheiben. Zudem steigt der Kontrast und Farben treten deutlicher hervor. Wer an einem hellen Tag einen schönen satten blauen Himmel möchte, sollte unbedingt einmal einen Polarisationsfilter ausprobieren.

Mit dem Schieber in der Mitte der Fotos könnt euch das Bild ohne und mit Polfilter ansehen (Schieber nach links: ohne Polfilter, Schieber nach rechts: mit Polfilter).

Übrigens ist der Polfilter einer der wenigen Fotofilter, der sich nicht nachträglich mit Photoshop oder Lightroom simulieren lässt.

Welchen Polfilter kaufen?

Mittlerweile bekommt man sehr preiswerte Polfilter mit erstaunlich guter Qualität. Der letzte 77 mm Polarisationsfilter hat gerade einmal 15 Euro gekostet und steht meinen, teilweise mehrfach teureren Markenfiltern, in nichts nach. Ein Polfilter verändert die Farbtemperatur immer etwas und als RAW-Fotograf kann man das bei der Entwicklung der Fotos gut ausgleichen. Fotografiert man hingegen im JPEG-Format, sollte man mit dem aufgesetzten Polfilter einen Weißabgleich durchführen.

Ich habe viele Objektive und 4 Kameras im Einsatz. Da fast jedes Objektiv einen anderen Filterdurchmesser hat und ich nicht für jedes einen eigenen Filter kaufen möchte, habe ich mich für einen großen 77 mm Polfilter entschieden, den ich mittels preiswerter Step-Up Adapter an vielen kleineren Objektiven nutzen kann.

Die kleinen Sigma Objektive an der Sony NEX haben hingegen nur einen Filterdurchmesser von 46 Millimetern und da sieht dann ein 77 mm Filter mit Step-Up Ringen ziemlich seltsam aus. Hier habe ich auch sehr preiswerte Polfilter ausprobiert und bin mit der Qualität sehr zufrieden.

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8 Responses

  1. Wilfried Spieß

    Habe auch überlegt, mir einen Polfilter anzuschaffen. Meine Frage ist die, ob der Autofocus dann noch zuverlässig funktioniert (ist ja zusätzlich Glas + Folie). Benutze eine Sony Nex 6 mit Sony 18-200 OSS LE.
    Gruß
    Wilfried

    Antworten
  2. prati

    Ich habe bei Verwendung des Polfilters das Problem, dass ich gleichzeitig keine Streulichtblende verwenden kann (da man ja am Polfilter drehen muss, um die ideale Einstellung zu finden).

    Gibts da irgendeine Lösung?

    Antworten
    • nachbelichtet

      Bei tulpenförmigen Gelis kommt man doch ganz gut an den Filter? Ansonsten Geli kurz abnehmen, Filter einstellen, Geli aufsetzen. Ach so: Geli = Gegenlichtblende.

      Antworten
  3. dvux

    interessanter beitrag. werd mir doch auch mal wieder nach langen jahren darauf hin wieder einen Polfilter zulegen (leider hast du 52mm nicht affiliated-verlinkt… ^^).

    was ich aber mal fragen wollte, wie machst du diese 2-Foto-Vergleichschiebe in deinen Beiträge? Ist das ein spezielles Script/Plugin?

    Antworten

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