Wenn man nur Photoshop und Lightroom benötigt – was die meisten Fotografen tun – ist die komplette Creative Cloud zu groß und zu teuer. Adobe hatte ein Einsehen und brachte das für Fotografen zugeschnittene Photoshop Photography Program heraus, das nun weiteren Ärger bringt.

Dieser Beitrag wurde 2013 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Ich kann ehrlich gesagt nicht mehr ganz nachvollziehen was sich Adobe denkt. Das Adobe Photoshop Photography Programm brachte den Teil der Creative Cloud zu einem günstigen Preis, den Fotografen wirklich benötigen. Die Voraussetzung dafür war, dass man Vorbesitzer einer Photoshop Lizenz ab Version CS3 ist und man sich bis zum 31.12.13 dafür anmeldet.

Damit gab es dann die beiden Programme für 12,29 Euro pro Monat, was angesichts der Kosten für manche Mobilfunkverträge, die manche abschließen, nur um an iPhone zu kommen erträglich erscheint.

Ich hätte erwartet, dass man dieses Bundle auch die Voraussetzung einer vorhandenen Photoshop Lizenz anbietet und so viele neue Anwender und diejenigen, die derzeit eine Raubkopie nutzen begrüßen kann. Aber naja, das war wohl zuviel Hoffnung.

Jetzt kommt es aber noch viel schlimmer: Um sich für das günstige Bundle zu qualifizieren, muss es tatsächlich eine Photoshop Einzellizenz sein. Wer eine teure Adobe Creative Suite CS3 oder höher sein Eigen nennt, in der ja Photoshop enthalten ist, kann sich nicht für das günstige Photoshop Photography Program qualifizieren! Will heißen: Man hat viel mehr Geld für die Suite ausgegeben als für eine Einzellizenz und ist trotzdem nicht dazu berechtigt, das kleinere Bundle aus Photoshop CC und Lightroom 5 zu abonnieren.

Auch die Laufzeit dieses Angebots ist ungewiss. Zwar hat man lt. Sven Doelle von Adobe keine Absichten den Angebotspreis von 12,29 Euro nach den ersten 12 Monaten Laufzeit anzuheben, garantieren können man das jedoch nicht …

Das meinen meine Facebook-Fans dazu:

22 Responses

  1. S.K.

    Creative Suite und Einzellizenz….das leidige Thema.
    War, wie hier schon geschrieben, immer so! Ich selbst hatte das Problem vor ca. einem Jahr. Hatte eine Creative Suite (mit Photoshop und allen Web Tools) und wollte nur auf das aktuelle Photoshop upgraden. Ging nicht! Also habe ich meine Creative Suite vertickt (wofür es übrigens noch immer gut Kohle gibt) und habe mir für teueres Geld eine Einzellizenz für Photoshop gekauft, die mich nur für das beschriebene Programm qualifiziert, welches ich auch genommen habe. Somit ist der aktuelle Schritt von Adobe zwar logisch, aber für viele natürlich nicht nachvollziehbar….

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  2. Wolfi

    Gibt es einen Sinnvollen Grund warum man mit einer Suite Cs3 kein Anspruch hat ? dienwar doch teurer als „nur“ Photoshop? Das ist doch zum kotzen. Und ergibt keinen Sinn?
    Wolfi kann man sich denn bei adobe am Sinnvollsten beschweren?

    Gruss

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  3. pk-photographie

    als Besitzer einer Student&Teacher Version von CS6 ist man ebenfalls ausgeschlossen denn diese ist auch nicht berechtigt am Abo-Programm für 12.99 Euro teilzunehmen. Stattdessen wäre es für 19,99 Euro zu haben. Studenten haben´s ja ^^

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    • Arne

      Aber dann ja immerhin alle Anwendungen, oder? Ich will mich ja nicht als Verfechter von Adobes Lizenzpolitik machen, aber das Angebot von 12,29 halte ich für fair für Lightroom/ Photoshop Benutzer genauso wie die Regeln für Auszubildende/ Ausbildenge/ Studenten … Immerhin können die Versionen für kommerzielle Aufträge genutzt werden.

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  4. Arne

    Ich besitze eine CS6 Master Collection (Vollversion, Upgrade von einer Edu-License) und habe das ‚Spar Abo‘ abschließen können. Die Prüfung erfolgte online und gab mir den Hinweis, ich sei berechtigt, das Angebot zu nutzen.
    Nun habe ich LR 5.2 und Photoshop CC. Auf die CS6 Master Collection hat das Abo keinen Einfluss, so habe ich die FAQs verstanden. Hoffentlich kommt das dicke Ende nicht noch nach, aber ich habe ja 30 Tage ‚Rückgaberecht‘.

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  5. Willi Kampmann

    Ich weiß nicht, wie es mit den normalen Creative Suites ist, aber die Edu-Versionen sind für das Angebot nicht ausreichend – eigentlich. Ich habe mich darüber auf der Facebook-Seite von Adobe Photoshop beschwert und wurde innerhalb kurzer Zeit an einen Mitarbeiter weitergeleitet, der mir eine neue Seriennummer gegeben hat (genau gesagt eine ganze Reihe, die alle nicht funktionierten – hat am Ende eine Dreiviertel Stunde gedauert). Nun habe ich ein CC-Abo für 12€ im Monat! 🙂

    Der Mitarbeiter sagte, dass Adobe das nur aus Kulanz gemacht habe, weil die CS in der Student-Edition ja schon so vergünstigt gewesen sei. Für mich macht das nicht viel Sinn, da das schließlich Jahre alte Software ist (die damals auch als upgradefähig beworben war!) und wir hier über ein Abonnement über *mehrere Jahre* sprechen. Das ist ungefähr so wie wenn mir Rewe den Eintritt verbietet, weil ich dort in der Vergangenheit die billigen Ja-Produkte gekauft habe. Überhaupt halte ich diese Voraussetzung des Besitzes einer uralten Software (ab CS3: wann erschien die, 2006?) für den Kunden für Schikane und für Adobe sogar geschäftsschädigend. Was interessiert Adobe denn der alten Kaffee, wenn dem Konzern auf der anderen Seite eine regelmäßige und langfristige Einkommensquelle gegenüber steht? Am Telefon musste ich mich schon ein wenig zurückhalten, nicht im Futurama-Stil „Shut up and take my money“ in den Hörer zu schreien.

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    • Viki

      Soso, da habe ich also sichtlich den falschen Kanal gewählt :-). Ich habe höflich beim Support nachgefragt und bin ziemlich einsilbig abwegig beschieden worden, was meine PS 5.1 Student Version und das Photography Abo angeht. Nachvollziehen kann ich das ehrlich gesagt nicht, denn mit dem Abo hätten sie definitiv länger etwas von mir als Kunde, da ich bei meinem seltenen Photoshop-Gebrauch (und inzwischen ohne Studentenausweis) sicher nicht mehr aktualisieren oder auf ein reguläres CC-Abo umsteigen werde.

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  6. BlogTimes

    Also in den FAQs steht nichts, dass das Programm nur ne Laufzeit von 12 Monaten hat….

    „Wenn Sie das Abo bis zum 31. Dezember 2013 buchen, bleibt der Preis für die Dauer Ihrer Mitgliedschaft unverändert. Es handelt sich hierbei um kein spezielles Einführungsangebot, das nur im ersten Jahr der CC-Mitgliedschaft gilt. Wenn Sie dieses Abo jedoch kündigen, können Sie sich nicht erneut dafür anmelden und von diesem Sonderpreis profitieren.“

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    • Markus Dollinger

      Also: Beim Photo-Bundle gibt es bislang keine Beschränkung, aber auch keine Garantie, dass sich der Preis nicht ändert (siehe auch den Link zu Heise, wo Adobes Sven Doelle darüber Auskunft gibt).
      Beim vergünstigten Einführungsangebot der kompletten Creative Cloud habe ich die Auskunft, dass es auf ein Jahr begrenzt ist und danach der reguläre Preis gilt.

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      • BlogTimes

        Hmmm, Ich werde es vielleicht trotzdem mal versuchen und wenn die den Preis erhöhen, gehts eben wieder zurück zur alten Version!

  7. sammyconductor

    den be-nutzer noch solange aus-nutzen wie möglich // vom investment zur ab-hängigkeit und der möglichkeit von uns dem vertragspartner wie bei den mobil-funk-verträgen mehr geld für keine mehr-leistung zu erzielen // von mir ein absolutes NEIN / habe ein LR 5 Volllizenz UND AUS! // suche im satz schon länger nach alternativen

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  8. Guido Karp

    Hi, leider finde ich es immer schade, wenn da nur die halbe Info steht: Vollständig heisst es bei Adobe:

    „….Dieses Angebot richtet sich speziell an unsere langjähigen Photoshop Einzelprodukt- Inhaber. Also speziell an Fotografen und Fotografie-Begeisterte.
    Für die Suiten-Inhaber haben wir ja das Angebot für die Vollversion der Creative Cloud: Hier sparst Du 40% im ersten Jahr. Mehr Infos hier https://creative.adobe.com/plans….“

    Grüße Guido Karp

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    • Markus Dollinger

      Viele Inhaber der bisherigen Suite würden sich aber mit Photoshop und LR zum günstigen Preis genügen, da die 40% vergünstigte Komplett-CC noch immer 36 Euro kostet und garantiert auf die ersten 12 Monate begrenzt ist, wohin gegen man beim Photo-Bundle zumindest eine längere Vergünstigung in Aussicht gestellt hat.

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  9. Raphael

    Den Ärger kann ich absolut nachvollziehen, aber gab es nicht früher bereits Einschränkungen hinsichtlich Upgrades? Soweit ich mich entsinne, musste früher auch eine komplette Suite upgegraded werden und auch in der Sprache, in de sie gekauft wurde. Ein Upgrade von US Versionen auf deutsche war meiner Erinnerung nach ebenso geblockt, wie Upgrade einzelner Komponenten einer Suite. Korrigier mich bitte, wenn ich das falsch in Erinnerung habe. Den Ärger kann ich aber absolut verstehen, habe die Threads auf der FB Adobe Site eine Weile mitgelesen. Für das Bundle wäre es gut gewesen, die Suites ebenfalls zu akzeptieren.
    Gruss
    Raphael

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    • Markus Dollinger

      Ja, das stimmt. Die Sprachversion konnte man aber mit einem Anruf bei Adobe ändern meine ich.

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  10. user84203

    Also mal ehrlich…das ist einer der Gründe warum viele gleich zur Raubkopie greifen. Mit diesem Nonsens vergrault man potenzielle (oder alte) Kunden. Da blickt doch keiner mehr durch.

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