Nachdem man mit Streetview sämtliche Gebäude und Häuser von außen abfotografiert hat, sind nun Innenräume von Restaurants und Geschäften dran. Zu diesem Zweck such Google nun Fotografen, die entsprechende Fotos liefern möchten. Da ja viele Fotografen auf der Suche nach neuen Einnahmequellen sind, ist das vielleicht ein weiteres Zubrot.

Dieser Beitrag wurde 2013 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Google geht damit konsequent den nächsten Schritt und zeigt auch, wie Firmen von innen aussehen. Die Chance mit diesen Fotos Geld zu verdienen klingt erst einmal verlockend, doch zuvor steht eine Bewerbung mit anschließendem Zertifizierungsverfahren.

Was hier verlangt wird, ist nicht ganz einfach und lässt sich wohl nur schwer mit dem von Google propagierten „Mache dein Hobby zu Geld“ vereinbaren, denn man muss zuerst schon einmal bereits sein, mindestens 30 Stunden pro Woche (!) in diesen Job zu investieren – nebenbei mit Fotos Geld zu verdienen geht also nicht so einfach, denn zuerst ist eine Gewerbeanmeldung und eine Website erforderlich, die die eigene fotografische Tätigkeit ausweist notwendig.

Fotografieren für Google Maps

Fotografieren für Google Maps

Noch unschöner wird die ganze Angelegenheit, weil man „nachweislich Erfahrung im Telefon- oder Haustürverkauf“ haben sollte. Ich gehe darum davon aus, dass das die Anzeige der Räumlichkeiten in den Google Maps für die Unternehmen nicht kostenlos sein wird, und man wohl auch noch als Anzeigenverkäufer auftreten muss.

Eine weitere Hürde setzt die Anforderung an die zu verwendende Fotoausrüstung: So werden nur Kameras von Nikon und Canon zugelassen und die Objektive sind auf bestimmte Modelle mit 8 mm Brennweite beschränkt.

Wenn euch diese Einschränkungen und Bedingungen nicht abschrecken, könnt ihr euch auf dieser Seite bewerben und „Zertifizierter Fotograf“ werden, wobei auch diese Formulierung in Deutschland wohl bald die Handwerkskammern auf den Plan rufen dürfte – die Bezeichnung „Fotograf“ ist ja nur für Leute mit entsprechender staatlicher Ausbildung erlaubt, ansonsten muss man sich Fotodesigner etc. nennen.

HIER gibt es weitere Infos und die Möglichkeit zur Bewerbung

4 Responses

  1. observer

    @ Ronny
    Leider ist deine Aussage falsch. Fotograf ist nach wie vor ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, der nach dem Berufsbildungsgesetz ausgebildet wird und nach 3 Jahren Ausbildung mit der Gesellenprüfung endet. Was seit 2004 weggefallen ist, ist der sogenannte „Meisterzwang“. Man darf sich auch ohne Meister selbständig machen, muss sich aber in die „Handwerksrolle der zulassungsfreien Berufe“ eintragen und Beiträge an die HWK zahlen. Das kann neuerdings jeder – allerdings Fotograf nennen (ausgenommen er hat es wirklich gelernt) darf er sich allein schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen trotzdem nicht! Hintergrund: Der Wegfall des Meisterzwanges sollte ursprünglich den Fotografengesellen den Weg in die Selbständigkeit erleichtern. Mittlerweile können sich aber alle, die sich „berufen“ fühlen in dem Handwerk arbeiten. Der Haken dabei: Die gewerbsmässige Berufsbezeichnung FOTOGRAF ist jedoch nur denjenigen vorbehalten, die auch diesen Beruf auch erlernt haben. Alles andere wäre allein schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht haltbar und ein juristisches Pulverfass – inklusive Abmahnungen der Konkurrenz. Das wird Dir auch jede Verbraucherzentrale bestätigen. Stell Dir vor, Du willst dein Bad neu verfliesen und schon käme jemand um die Ecke, der sich Dir als Fliesenleger (gehört auch zu den zulassungsfreien Berufen) ausgibt – dann gehst Du davon aus, „dass er das auch gelernt hat“. Es darf eben kein Zweifel darüber bestehen, dass Du als Autodidakt in diesem Gewerk tätig bist. Eigentlich auch logischer oder?

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    • Michael

      Hallo,
      das ist falsch – man darf sich nicht Fotografen Meister nennen, Fotograf schon – wenn man denn eingetragen ist und eine ‚Prüfung‘ macht, diese allerdings ist Problemlos zu machen…

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  2. Ronny

    Seit 2004 ist die Bezeichnung Fotograf nicht mehr geschützt und es darf sich jeder Fotograf nennen…. Auch wenn es hier und da noch gegenteilige Aussagen der Handwerkskammern gibt.

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  3. B. Bartz

    Zitat:…. “Zertifizierter Fotograf” werden, wobei auch diese Formulierung in Deutschland wohl bald die Handwerkskammern auf den Plan rufen dürfte…..
    Damit ist schon alles gesagt-damit handelt man sich nur Ärger ein…..nö muss nicht!!

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