Das Kamerastativ gehört ja zu den wichtigsten Teilen einer Fotoausrüstung und wenn man sie einmal ein vernünftige Stativ angeschafft hat, ist es wohl auch eines der Teile, das viele Kameragenerationen überlebt. Ich habe mir das Carbonstativ ABEO Pro 283 CT von Vanguard angesehen, das sich durch einige pfiffige Features von der Masse abhebt.

Dieser Beitrag wurde 2013 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Beim Vanguard ABEO Pro 283 CT handelt es sich um ein klassisches Dreibeinstativ (aka: Tridpod) mit ausziehbarer Mittelsäule. Durch die großen Abnehmbaren Gummifüße, findest das Stativ auch auf sandigem oder nassem Untergrund guten halt. Die Beine lassen sich im 25, 50 und 80 Grad Winkel individuell einstellen, wobei nur ein Schnelleinstellknopf gedrückt werden muss.

Besonders flexibel zeigt sich die Mittelsäule, die nicht nur umgedreht für bodennahe Aufnahmen (Makrofotografie) verwendet werden, sondern auch als Ausleger eingestellt werden kann. Im Zusammenspiel mit dem Pistolengriff GH-300T wird daraus ein System, mit dem man besonders gut „Mitzieher“ realisieren kann, denn der Ausleger dient dabei gleichzeitig als Griff und Stabilisator für verwacklungsfreie dynamische Aufnahmen.

Noch interessanter ist, dass der Pistolengriff über einen Auslöser verfügt, der über ein Adapterkabel mit vielen DSLR’s verbunden werden kann. Dadurch muss die Kamera nicht mehr umständlich über den eigenen Auslöser bedient werden, sonder kann über den Griff ausgelöst werden, was vor allem bei den genannten „Mitziehern“ sehr praktisch und ergonomisch ist. Zudem lassen sich alle Positionen mit einer Hand einstellen, da man zur Lockerung des Kugelkopfs nur den Griff drücken muss.

In meinem Video zeige ich alle Funktionen und den Einsatz des Auslösers am Pistolengriff.

Technische Daten

  • Ausgezogene Höhe: 1,71 m
  • Packmaß: 0,76 m
  • Gewicht mit Griff: 3,05 kg
  • Maximale Tragfähigkeit: 8 kg
  • 3 Sektionen pro Bein
  • Stativmaterial: Carbon
  • Enthaltenes Zubehör: Werkzeug zur Einstellung und Stativköcher aus Nylon.

Qualitativ gibt es am Vanguard ABEO Pro 283, das im Set mit dem GH-300T übrigens Vanguard Abeo Pro 283CGH heißt, rein gar nichts auszusetzen. Das Stativ steht sehr stabil, wenngleich man wie bei jedem Stativ mit Mittelauszug, diesen nie ganz zur Erweiterung der Höhe nutzen sollte. Alle Verriegelungen wirken massiv und lassen sich präzise und ohne großen Kraftaufwand bedienen. Die beiden Libellen auf dem Stativ und dem Pistolengriff dienen zur schnellen Justage und insgesamt wirkt alles sehr durchdacht, weshalb man dafür auch den reddot Design Award 2013 erhalten hat.

Das Zusammenspiel zwischen Pistolengriff und der schwenkbaren Mittelsäule sorgt für sehr große Flexibilität und neue Einsatzmöglichkeiten, denn damit lassen sich auch mal ein paar geschmeidige Schwenks in Videos realisieren und sogar der Einsatz als „Minikamerakran“ ist mit etwas Geschick und passender Einstellung möglich.

Das ABEO Pro 283 in der Alu-Version

Das ABEO Pro 283 in der Alu-Version

Mein einziger Kritikpunkt ist (und den habe ich bei fast jedem Stativ), dass man zur Befestigung der Schnellwechselplatte zumindest eine Münze benötigt, da man das mitgelieferte Werkzeug ohnehin nie in Reichweite hat. Ich würde mir hier grundsätzlich eine werkzeuglose Befestigungsmöglichkeit wünschen.

Das Stativ ist zusammen mit dem Pistolengriff im Set für knapp 600 Euro zu haben – ein Preis, der angesichts der sehr guten Qualität, Standfestigkeit und vor allem Flexibilität vollkommen in Ordnung geht. Wer es etwas günstiger haben möchte, kann zur Alu-Version des Stativs greifen, das mit dem GH-300T für knapp 450 erstanden werden kann.

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