Ich habe mir die WWDC 2013 live reingezogen, sofern der Stream mitmachte, aber die Kollegen von Ars Technica hatten einen tollen Live-Stream in Textform und vielen Bildern am Start. Anki Drive war lustig, iOS7 spricht sogar mich als Android-Anhänger an (weil es vielleicht ein bisschen von Miui „inspiriert“ ist – oder zumindest danach aussieht) und die neuen Macbook Air sind nett und mal sehen wie sich iRadio entwickelt. Wirklich interessiert haben mich aber nur OS X Maverick und der neue Mac Pro.

Dieser Beitrag wurde 2013 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Wie das Bild des neuen Mac Pro auf der Leinwand erschien, dachte ich erst einmal an einen Bildfehler. Viel zu ungewöhnlich sah das für einen Desktop-Rechner aus. Im Vorfeld höre man ja schon, dass man eher in Richtung Mac Mini denken solle, worauf einige witzelten, ob es vielleicht zwei, mit Klebeband verschnürte Mac Minis sein werden …

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Das Design darf man gerne „radikal“ nennen. Ein aufrecht stehender Zylinder, der nicht dem reinen Designzweck dient, sondern besonders der Kühlung dienen soll. Thermal Core nennt Apple das Design.

Verbaut sind darin im Dreieck angeordnet ein INTEL XEON E5 mit 12 Cores und bis zu zwei ATI FirePro GPU’s. Weitere Laufwerke oder andere Peripherie muss per Firewire, USB 3.0 oder die beiden Thunderbolt Ports angedockt werden.

Mac Pro 2013

Mac Pro 2013

Gerade die ATI FirePro Grafik ist interessant, setzt diese doch auf OpenGL. Bislang war in diesem bereich nVidia mit CUDA der Standard und auch die Adobe Produkte Premiere CS6, After Effects CS6 und auch Photoshop CS6 beschleunigten ihre Ausgabe darüber. Mit der Creative Cloud Version der Adobe Programme (Premiere CC, Photoshop CC), wird Adobe (neben weiteren nVideo „Consumer-Grafikkarten“) eben auch diese ATI GPU’s unterstützen.

Der eigentliche Schachzug von Apple ist allerdings, dass man mit dem neuen Mac Pro unkomprimiertes 4K Videomaterial bearbeiten kann und das auf bis zu drei 4k Displays gleichzeitig. Da unkomprimiertes Video (Blackmagic, Magic Lantern) stark im Kommen ist, entsprechend leistungsfähige und speziell darauf zugeschnittene Rechner aber sehr rar sind, bietet Apple hier den Videoprofis die wohl leistungsfähigste Lösung in dieser Richtung, die von der Stange kommt.

Viele haben jedoch wieder einen gut intern erweiterbaren Alu-Panzer erwartet und empfinden den neuen Mac Pro als schlechten Witz. Es gibt sogar schon ein paar Spitznamen für den neuen Superrechner: iCan (in Anlehnung an eine Mülltonne) oder iUrn (Urne), in der 0,1 Gramm der Asche des verblichenen Firmenchefs enthalten ist … naja.

Zusammen mit dem neuen OS X Maverick, das durch sein Speicher- und CPU-Management sehr interessant werden dürfte, könnte man im Pro-Bereich aber trotzdem wieder Fuß fassen. Apple hat bei OS X zum Glück nur dezente, aber auch dringend notwendige Veränderungen vorgenommen, wie z. B. Tabs für den Finder.

Leider hat man kein Wort über die Pro Anwendungen verloren.

Von Logic X war noch immer keine Rede und so langsam glaubt auch keiner mehr an eine neue Version der einstmals so beliebten DAW. Die Musiker und Produzenten sind hier mehr als angefressen, wenn man sich in den einschlägigen Foren so umhört.

Und auch was den Lightroom-Konkurrenten Aperture angeht, könnte man sich bei Apple mal etwas reinknien, das sich außer Bugfixes und Stabilitätsverbesserungen auch nichts so richtig spektakuläres tut.

Ich nehme mal an, dass Final Cut Pro natürlich auf 4k Schnitt ausgerichtet wird und damit auch wieder mehr Zuspruch finden wird, wanderten doch viele FCP Anwender wegen der veralteten Mac Pros zum PC und Adobe Premiere ab.

Ich bin auf jeden Fall gespannt und richtig interessant wird es, wenn die Preise für das Mac Flagschiff bekannt werden.

2 Responses

  1. Pfau Thomas

    Dieses Design erinnert mich an den Mac cube an den Würfel !!!
    Das aussieht als sei es ein Mülleimer finde ich schlecht.
    Apple könnte da mehrere Varianten für jeden Geldbeutel daraus bilden.
    Das mit den 6 Thunderbolt 2.0 Schnittstellen gefällt mir schon mal. Es kann fast jedes Protocol, USB ,Firewire,PCi ,Pcie usw. Es dauert halt noch eine Weile bis die Hardware dazu da ist.
    Es könnte sich auch mal bei Standart Pc’s und Notebooks durchsetzten.
    Die Cpu und Garfigkarte sollte ,wie ehh und jee ,auch austauschbar sein

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