Meine Güte: Wer hätte sich so etwas mal träumen lassen? Ich bin seit nunmehr fast 30 Jahren aktiver Musiker und habe viele Entwicklungen miterlebt. Die Kombination aus dem DT-50 Verstärker, dem Pod HD500 und der Variax JTV-69, ist aber eine ganz besonderes interessante Geschichte und Line 6 nennt sie nicht zu Unrecht „Dream Rig“. Was es ist, was es kann und wie es klingt, erfahrt ihr in meinem Test.

Dieser Beitrag wurde 2013 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Das Herz des Dream Rig ist der DT-50 Verstärker, den ich im Test als Combo-Version mit 2×12″ Celestion Lautsprechern zur Verfügung hatte. Line 6 verbindet bei diesem Gitarrenamp das Beste aus beiden Welten: Die beiden Preamps erzeugen ihren Sound per Modelling, die Entstufe ist komplett in Röhrentechnik aufgebaut und kann unterschiedlich konfiguriert werden. So stehen Class A und AB sowie Pentoden- und Trioden Betriebsart per Knopfdruck zur Verfügung.

Der Pod HD500 ist das Flagschiff der Pod-Familie und dient zudem als Schaltzentrale im Dream Rig, da man mit ihm nicht nur den DT-50 umschalten und dessen Klangregelung beeinflussen kann, sondern auch die Variax Gitarre.

Apropos Variax: Hier setzt Line 6 auf klassische magnetische Tonabnehmer plus Gitarrenmodelling. Die JTV-69 lässt sich wie eine „normale“ E-Gitarre, ganz ohne Batterie oder Spezialkabel nutzen und bietet zwei Singlecoils, einen Humbucker sowie ein verstimmungsfreies Tremolosystem samt Lock-Mechaniken.

Über die Modellingfunktionen lassen sich mit der Variax nicht nur viele klassische E- und Semiakustikgitarren simulieren, sondern auch Akustikgitarren und Exoten wie Banjo oder Sitar. Wem das noch nicht genügt, kann sich mit der Workbench-Software eigene virtuelle Gitarren basteln, Tonabnehmer, Body und Holz simulieren und in die Variax laden.

Freunde alternativer Stimmungen können diese über einen Schalter ganz einfach und ohne die Saiten selbst stimmen zu müssen, erzeugen. Von Drop-D bis zur beliebten Open-D oder DADGAD ist alles dabei, zudem lassen sich auch eigene Stimmungen per Software konfigurieren.

Damit ist das Dream Rig die ideale Ausstattung für alle, die viele Sound im direkten Zugriff benötigen, wie z. B. Top40 Bands. Auch im Studio ist vor allem der DT-50 gut aufgehoben, bietet er doch eine sehr große Soundvielfalt, die gerade beim Gitarren-Recording für den ultimativ fetten Sound sorgt. Von cleanen crispen Stratsounds alà Fender Twin, über den klassischen Marshall-Crunch bis zum Highgain-Sound eines Soldano oder Mesa Boogie Rectifiers ist alles möglich.

Im ersten Teil meines Testvideos zeige ich euch den DT-50 sowie die Soundmöglichkeiten der Variax. Im zweiten Teil geht es dann um den Pod HD500 und dessen Software und Steuerungsmöglichkeiten im Dream Rig.

Abgenommen wurde der Sound vom rechten „Classic“ Speaker, mit einem Sennheiser E 906 Mikrofon, das direkt in meinen ZOOM H4n Recorder ging. Es ist also nichts nachbearbeitet, komprimiert etc.

2 Responses

  1. Priscilla H. Decker

    Ich bin ein Line-6 Begeisterter. Ich finde nur den DT50 zu teuer. Den 25W gibts für die Hälfte und der reicht m. E. aus um sich in der Band (kann natürlich nur von meiner eigenen sprechen) durchzusetzen. Ich hab beide DTs gespielt und finde den Sound gut. Habe persönlich grade meinen TSL verkauft und spiel‘ meinen alten SpiderValve1, den ich erstaunlich gut find (hatt‘ ich ganz vergessen). Also Kritik am DT50 nur finanziell. Der Sound is fett! Ansonsten hat eben jeder sein Spezialgebiet.

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