Die Ankündigung Adobe’s, zukünftig die Creative Suite und auch die Einzelprogramme nur noch über das Creative Cloud Abo anzubieten, hat ja hohe Wellen geschlagen. Nun zeigt Adobe aber ein offenes Ohr für Verbesserungen und eine davon wird mit der neuen „CC“ Version in diesem Monat eingeführt.

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Dieser Beitrag wurde 2013 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Für mich ich die Creative Cloud seit einem Jahr eigentlich ein Segen: Ich nutze viele der Programme beinahe täglich beruflich als auch privat (Photoshop, Lightroom, Premiere, After Effects, Audition, Dreamweaver, Illustrator) und möchte für die Berichte hier bei nachbelichtet auch immer die neueste Version zur Verfügung haben. Daher rechnet sich das Abo für mich auf jeden Fall. Auch mal Zugriff auf ein InDesign oder Illustrator zu haben ist ganz praktisch.

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Creative Cloud auf mehr als 2 Rechnern

Was mich allerdings bislang sehr gestört hat war, das man die Programme der Creative Cloud nur auf zwei Rechnern abwechselnd nutzen konnte. Jetzt habe ich 2 PC-Workstations, ein MacBook Pro und ein PC-Notebook. Mit der neuen CC-Version, die am 17. Juni veröffentlicht wird, kann man seine Programme auf praktisch beliebig vielen Rechnern abwechselnd nutzen und auch selbst Rechner aktivieren und deaktivieren, ohne den Adobe Support in Anspruch nehmen zu müssen. Das teilte mir Jeffrey Tranberry von Adobe mit.

Wut, Bedenken, Missverständnisse

Ich verstehe auch die meisten anderen Anwender, die eine Software kaufen und so lange nutzen möchten, wie es ihnen gefällt, denn eines ist wohl wahr: Mit der Creative Cloud ist man mehr oder minder dazu gezwungen, jedes Update mitzumachen und auch mit den daraus resultierenden Hardware-Anforderungen mitzuziehen.

Für mich kein Problem, weil ich gerne neue Versionen habe und auch Hardware-seitig immer auf einem aktuellen Stand bin. Viele nutzen aber noch immer einen Photoshop 7 oder eine CS3 Suite und benötigen nicht mehr. Sollten diese Anwender einmal zu einem Upgrade gezwungen sein, weil das aktuelle Betriebssystem diese Versionen nicht mehr unterstützt, müssen sie zwangsläufig auf die Creative Cloud umsteigen.

Leider hat sich Adobe mit der Bezeichnung „Creative Cloud“ keinen Gefallen getan. Heute muss sich natürlich immer alles in der Cloud abspielen, aber damit hat diese Variante erst einmal gar nichts zu tun. Viele vermuten dahinter allerdings ein Service, der nur per Internet und bei aktiver Internetverbindung genutzt werden kann. Weitere glauben, dass man seine Projekte nur noch in der Cloud speichern könne und diese dann weg wären, wenn man das Abo kündigt. Das ist alles Quatsch!

Auch bei der Creative Cloud läd man sich die benötigten Programme herunter und installiert sie lokal auf seinem Rechner, wie auch schon alle anderen Versionen davor. Nur zur Aktivierung muss man sich mit dem Internet verbinden (wie bisher auch schon). Bei einem monatlichen Abo wird dann 1x pro Monat eine Internetverbindung erforderlich, um den Abostatus zur überprüfen.

Wer ein Jahresabo hat, kann sogar ein halbes Jahr lang ganz ohne Internetverbindung die Programme nutzen, bis wieder eine Überprüfung der Lizenz notwendig ist.

Auch seine Daten kann man wie bisher auch auf beliebigen Datenträgern und Laufwerken speichern. Adobe bietet nur 20 GB Speicherplatz im Netz an, um dort Daten abzulegen – praktisch eine Dropbox von Adobe. Der Vorteil daran ist, dass man damit auch zusammen an Projekten arbeiten kann und Änderungen, die auf einem Rechner gemacht wurden, auch auf dem anderen Gerät oder dem Teammitglied verfügbar gemacht werden und sich automatisch synchronisieren.

Adobe hört zu

Der ganze Missmut und die Missverständnisse haben aber auch dazu geführt, dass sich das Schwergewicht Adobe langsam etwas bewegt und zuhört. In diesem Posting im Adobe Blog, kann man seine Wünsche äußern und Adobe Mitarbeiter nehmen hier tatsächlich auch Stellung.

Ich habe dort auch vorgeschlagen, dass es ein Basis-Paket für einen erschwinglichen Preis geben sollte, das z. B. Photoshop CC beinhaltet und wo man sich für 5 Dollar etc. die Anwendungen zubuchen kann, die man möchte. Andere sind der Meinung, dass zumindest Photoshop ein reguläres Verkaufsprodukt bleiben müsse.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob sich Adobe hier bewegen wird, denn Anbieter wie Corel stehen schon in den Startlöchern und könnten die verärgerten Adobe Kunden auffangen.

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7 Responses

  1. Filmer

    Missverständnis ist eine sehr amüsante Umschreibung. Die Adobe Aktion ist und bleibt ein Rip-Off. Eine Verdreifachung der Kosten und eine Entmündigung des Users im Zuge der Monopolstellung ist das Resultat.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Antworten
  2. Peter Marbaise

    Ich denke mal, wenn Corel wirklich in der Lage wäre technologisch CS Kunden aufzufangen, dann hätte Adobe diesen Schritt nicht gewagt bzw. dann befänden sich die Produkte der CS Linie auf einem vergleichbaren Niveau wie bei Corel. Aber so sind die Unterschiede preislich noch recht gewaltig, und das hält man nur durch, wenn gewisse Alleinstellungsmerkmale hat

    Antworten
    • Markus Dollinger

      Für Photoshop gibt es keine echten Alternativen – zumindest nicht, wenn man professionell damit arbeiten möchte. After Effects wird auch schwierig. Im Vektorbereich kann Corel mit Illustrator auf jeden Fall mithalten. Auf dem PC wäre vielleicht Sony Vegas Pro eine Alternative zu Premiere. Allerdings ist die extrem gute Verzahnung der Creative Suite kaum zu toppen.

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