Beim Hersteller Scythe denkt man ja eher an PC-Komponenten wie Lüfter, CPU Kühlkörper und Netzteile. Neuerdings gibts aber auch eine Reihe von Verstärkern und Lautsprechern, die mit etwas anderen Features aufwarten.

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Dieser Beitrag wurde 2013 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Ich habe mir den Scythe Kama Bay Amp Pro (hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein Class-D Verstärker) und die Kro Craft Lautsprecher einmal näher angesehen und angehört.

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Scythe Kama Bay Amp

Scythe Kama Bay Amp

Der Scythe Kama Amp kommt im schwarzen Stahlblechgehäuse und hat einen ungewöhnlichen Formfaktor, er passt damit nämlich in zwei 5,25″ Laufwerksschächte direkt im PC. Passendes Befestigungsmaterial und Kabel werden praktischerweise gleich mitgeliefert.

Ausstattung und Aufbau

Der Verstärker hat gleich 4 Cinch-Eingänge für Soundkarte, Smartphone, MP3 Player oder was ihr sonst anschließen wollt. Auch hier liegen passende Adapterkabel von 3,5mm Klinke auf Cinchstecker bei. Der Lautstärkeregler und die beiden Klangregler für Tiefen und Höhen sind als Endlosencoder ausgeführt, was auch der einzige Kritikpunkt am Kama Bay Amp ist. So lassen sich einmal gefundene Klangeinstellungen leider nicht mehr reproduzieren, wenngleich der Einsatz der Klangregelung für einen neutralen Sound nicht zwingend erforderlich ist. Smartphone oder der MP3-Player können über die USB-Buchse an der Frontseite aufgeladen werden.

Scythe Kama Bay Amp

Scythe Kama Bay Amp

Casemodder freuen sich sicher über die in der Farbe umschaltbare Beleuchtung der VU-Meter. Eine Fernbedienung für alle Funktionen komplettiert die Ausstattung des kleinen Verstärkers.

Kabel und Zubehör

Kabel und Zubehör

Angetrieben wird der Amp von einem hochintegrierten IC vom Hersteller MAXIM. Aus diesem PWM-Chip lassen sich 2 x 24 Watt Leistung herauskitzeln. Die Stromversorgung übernimmt dabei ein Notebook-Netzteil.

Die Lautsprecher werden über die massiven und vergoldeten Terminals auf der Rückseite angeschlossen. Auch hier hat Scythe gleich Passendes im Angebot. Die Kro Craft Speaker sind passive Lautsprecher in einem ziemlich schweren (3,1 kg) und massiven Holzgehäuse.

Kro Craft Lautsprecher

Kro Craft Lautsprecher

Für den Bassbereich sorgt ein 100 mm Tieftöner, der mit seiner kupferfarbenen Membran ziemlich schick aussieht. Die Höhen werden von einem 25 mm Soft-Dome Hochtöner wiedergegeben. Ein kleiner Bassreflexschlitz auf der Rückseite soll den Frequenzbereich nach unten erweitern. Auch die Lautsprecher haben die gleichen großen Terminals auf der Rückseite wie der Scythe Kama Bay Amp. Leider sind die mitgelieferten Kabel sehr dünn, allerdings sind bei 20 Watt Leistung auch keine dicken Strippen mit zig Quadratmillimetern Querschnitt nötig – schöner aussehen würde es aber.

Kro Craft Lautsprecher

Kro Craft Lautsprecher

Wie klingt es nun?

Ihr wisst ja, dass ich mich viel mit Audiotechnik befasse und hier auch ein kleines Homestudio stehen habe. Gleich beim ersten Test war ich ziemlich erstaunt, wie ausgewogen und klar die Kombination aufspielt. Nicht dieser gehypte Sound typischer Gamer-Lautsprechersets mit Subwoofer, bei denen viele Bässe und viele Höhen da sind, dazwischen aber eine traurige Leere herrscht.

Zwar kann das Set keine wirklich tiefen Bässe liefern, dafür zeichnet es sich durch sehr schöne Mitten und eine sehr dezente Wiedergabe der hohen Frequenzen aus – ganz ohne schneidende und zischelnde Höhen. Die 25 mm Soft-Dome Hochtöner machen auch bei der Stereowiedergabe ihre Aufgabe sehr gut. Die Instrumente lassen sich sehr gut im Stereobild orten und auch der Sweetspot zwischen den Lautsprechern ist relativ groß.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die Lautsprecher mit dem IK Multimedia ARC II System (Test HIER) einzumessen und war danach noch erstaunter, denn die Scythe Lautsprecher und der Kama Bay Amp Pro eigenen sich sogar als kleine Abhöre für die Musikproduktion und vor allem als Zweitlautsprecher zum Gegenchecken eines Mixes.

Das gefällt mir gut

  • Gute Verarbeitung
  • erstaunlich guter Sound
  • Einbaumöglichkeit in Laufwerksschächte
  • Viele Adapter, Kabel und Einbaumaterial

Das gefällt mir nicht so

  • Endlos-Encoder für Klangregler nicht optimal
  • Dünne Lautsprecherkabel

Fazit

Mit den neuen Lautsprechern und Verstärkern hat Scythe interessantes neues Zubehör im Programm. Einen analogen Verstärker, der auch in den Laufwerksschacht eines PC’s passt, findet man nicht so häufig.

Zusammen mit den erstaunlich guten Kro Craft Pro Lautsprechern bekommt man eine gutklingende Lautsprecherkombi, die übliche 2.1 Systeme in den Schatten stellt, sofern man auf einen ehrlichen und ausgewogenen Sound Wert legt.

Die knapp 50 Euro für das Lautsprecherpaar und etwa 90 Euro für den Kama Bay Amp sind ein fairer Preis, zumal viele aktive Monitorlautsprecher aus dem Studiobereich in dieser Preisklasse oft deutlich weniger ausgewogenen Klang bieten

[3 Flammen 3f=““]

 

 

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