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Dieser Beitrag wurde 2012 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Noch idealer sind Funkstrecken mit kleinen Ansteckmikrofonen. Damit kann sich der Sprecher oder Darsteller frei bewegen und das Ansteckmikro sorgt auch bei Hintergrundgeräuschen für eine gute Sprachverständlichkeit. Eine recht preiswerte Lösung ist die AirLine von Samson. Der Funkempfänger wird mit Batterien betrieben, ist sehr kompakt und kann auf die Kamera montiert werden.

Samson Funkempfänger und Sender

Alles synchron halten

Wenn man mit einem externen Audiorecorder den Ton aufzeichnet oder gar mit mehreren Kameras und unterschiedlichen Einstellungen arbeitet muss man sich auch darum kümmern, dass die alle Aufnahmen später im Schnittprogramm synchronisiert werden können.

Klassisch und bekannt ist die „Klappe“. Auf dieser stehen Infos zum Take, vor allem aber sorgt sie für ein sicht- und hörbares Ereignis auf allen Aufnahmegeräten. Dieses Bild- und Tonereignis kann man dann dazu nutzen, um die verschiedenen Quellen so aneinander anzugleichen, dass sie synchron laufen. Wenn man den eigentlichen Kameraton eines Sprechers, durch den eines externen Audiorecorders ersetzt, möchte man ja auch, dass Bild und Ton Lippensynchron laufen.

Marker-Slate: Kostenlose Klappen-App für das iPad

Im einfachsten Fall genügt zwar auch ein Händeklatschen, mit einer Klappe wird es aber noch praktischer, besonders wenn man eine der iPad Klappen-Apps benutzt. Ich setze die kostenlose i-Pad App „Marker Slate“ ein, die außerdem einen Timecode bietet, der sich zwischen verschiedenen Frameraten umschalten lässt.

Damit kann man anhand des Timecodes und der Signalspitze in der Tonaufnahme die Spuren synchronisieren.

Das waren meine 5 Tipps für Videos mit der DSLR – und nicht nur mit dieser. Hält man sich an diese Grundregeln, hat man zumindest schon einmal gutes Material auf der Speicherkarte, welches dann durch den Schnitt zum Film wird. Hierzu gibt es demnächst eine kleine Einführung.

Zeig mir doch einmal deine Filme, die du mit deiner Spiegelreflexkamera gemacht hast – einfach den Link zu YouTube, Vimeo oder sonstwo als Kommentar posten! Gerne kannst du auch Details vom „Making of“ dazu schreiben.

 

 

19 Responses

  1. maria

    vielen dank fuer den tollen beitrag, hat mir sehr geholfen und vieles klarer gemacht. eine frage: wenn ich den monitor und den tonaufzeichner anbringen moechte, hab ich ein problem, oder? beides wird auf den blitzschuh gesteckt. was kann man machen? gibt es alternative befestigungmoeglichkeiten fuer eines der beiden geraete?

    dank und gruss aus auckland,

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  2. Marian Gagliano-Rosenfeld

    Vielen Dank für den gut geschriebenen Artikel. Nun habe ich noch eine ganz doofe Anfängerfrage: Wenn ich mit dem von dir beschriebenen Equipment, also eine DSLR Kamera und dem Zoom H4n aufnehme, habe ich die Daten anschliessend auf 2 SD-Karten. Muss ich denn nun beide SD-Karten in den Computer geben, um das Video nachbearbeiten zu können?

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  3. Marian

    Vielen Dank für die praktischen Infos! Ich stehe kurz vor meinem ersten Videodreh mit DSLR und habe schon eine Menge darüber gelesen und geschaut. Bis jetzt habe ich mich aber vor dem Kauf der Mikrofone gedrückt, weil ich mir nicht sicher bin. Ich werde Interviews aufnehmen, d.h. Ich möchte gerne mit zwei Lavaliers arbeiten. Wenn ich eine Funkstrecke baue, muss ich dann dazu auch noch einen externen Recorder benutzen oder fällt der dann weg?

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    • nachbelichtet

      Da selten beide Interviewpartner gleich laut reden werden, muss eine Möglichkeit zum Mix her. Zwar könnte man mit einem Y-Adapter das eine Mikro auf den linken und das andere Mikro auf den rechten Kanal der Kamera aufnehmen, allerdings sind die Vorverstärker der Kameras auch klanglich nicht so toll und häufig verfügen sie nicht über eine manuelle Aussteuerung.

      Darum lohnt sich die Anschaffung eines Audiorecorders wie des Zoom H4n, H5 oder gar H6 schon sehr. Mit diesen Modellen kannst du mindestens 2 externe Mikrofone getrennt sowie zusätzlich den Raumklang über die eingebauten Mikrofone aufnehmen, was häufig einen sehr professionelleren Sound ergibt.

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      • Marian

        Vielen Dank! Das werde ich versuchen. Wenns klappt, schicke ich einen Link… 😉

  4. Tom

    Hallo,
    sehr aufschlussreicher Artikel für DSLR Videointeressierte. Ich filme nun seit über einem Jahr mit der DSLR und wil sie nicht mehr missen.
    Dieses Video habe ich zu Halloween gefilmt und Geschnitten. Canon 70D, Kamerar Rigg.
    Zombiewalk Essen 2014: http://youtu.be/3W0cQkSB6CA

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  5. Nils

    Ein ohne Frage sehr interessanter Artikel!
    Grade den Opteka Grip kannte ich noch nicht, klingt aber sehr interessant da ich nicht immer so begeistert davon bin ein Stativ mit mir rumzuschleppen, das man bei kleineren Kamerafahrten sowieso nicht verwenden kann.

    Dein Angebot mit dem Youtube Video werde ich natürlich nicht abschlagen 🙂 Mir sind an dem Video auch schon einige Schwächen aufgefallen, aber eine weitere Meinung kann ja nie schaden: https://www.youtube.com/watch?v=hljjDtU2RyM

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  6. Tame

    Hey, lob an die Autoren! Sehr übersichtlicher und hilfreicher Artikel. Ich hätte gern einen Film mal zum Feedback sammeln gepostet, aber das geht leider nicht aus Datenschutzgründen. Aber hier ein kleiner Film auf YouTube, allerdings ist der nur mit Gopro 3 Silver und Gopro 1 gefilmt… 😉

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  7. Silvio

    War super Spannend der Blog. Vieles habe ich schon gehört, vieles schon gemacht. Ist aber immer wieder interessant Infos zu lesen, da ist immer etwas dabei das man noch nicht kannte, vergessen hat, oder noch nie davon gehört hat. Ich fands gut, auch wenn ich Ihn erst zwei Jahre später entdeckt habe. 😉
    Danke.

    Der Link auf Vimeo ist ein selbstgemachte klein Reportage mit Zero Budget und nur mit DSLR, Stativ; Zoom H4n und sehr viel Enthusiasmus. Leider auf schweizerdeutsch, deshalb vieleicht nicht für jeden Verständlich. Untertietel folgen noch nach. Vieleicht.
    Würd mich freuen über ein paar Meinungen und Feedbacks.

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    • nachbelichtet

      Oh, sorry. Also zuerst sollte man immer ein Stativ verwenden, damit das Bild ruhig ist. Außerdem ist der Weißabgleich wichtig – das Video hat einen Farbstich. Zoomen etc. sollte man komplett vermeiden. Das kommt nur selten in Filmen und noch weniger in Musikvideos vor. Gerade Musikvideos sind aber besonders anspruchsvoll für den Einsteiger, weil hier Bild und Ton zusammenpassen müssen. Das lässt sich nicht in ein paar Sätzen erklären.

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  8. Lena

    Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel. Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit Videodreh, darum hat es mir für den Anfang einen guten Einblick geliefert.
    Ich würde mich freuen, wenn du Zeit und Lust hättest dir meine Videos auf Youtube einmal anzuschauen und mir gegebenenfalls ein Feedback zu geben.
    Viele Grüße, Lena

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  9. Walter Fischer

    Beinahe hätte ich einen teuren XLR Soundadapter für meine A77 gekauft, bis ich hier gezeigt bekam, dass man ja auch den Zoom h4n einstöpseln kann- und den habe ich seit längerem. Vielen Dank für diese anschaulichen Infos !

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  10. Josef

    Sehr schöner Artikel. Ich kann fast alle Punkte unterschreiben.
    Nur kurz: Die Canon 1 D C nimmt 4K nicht unkomprimiert auf.
    Ich würde bei dem Flackerproblem noch anmerken, dass man mit der Änderung der Verschlusszeit auch die Bewegungsschärfe ändert. In der Regel sollte man ja mit einem 180° Shutter drehen.

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