Ich versuche möglichst viele Anwendungen ins Netz auszulagen, der Grund dafür ist einfach: Ich arbeite von unterschiedlichsten Orten aus und mit verschiedenen Zugangsgeräten, benötige aber immer Zugriff auf die wichtigsten Informationen. Office-Programme etc. haben bei mir ohnehin schon länger ausgedient, weil ich 90% der täglichen Aufgaben mit Google Docs erledigen kann. Einige meiner liebsten Online-Helferchen möchte ich dir hier vorstellen.

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Dieser Beitrag wurde 2011 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Nichts mehr vergessen: Evernote

Ihr kennt das: Man findet eine interessante Internetseite die man später nochmal lesen möchte, in einem Magazin beim Frisör steht in interessanter Beitrag, man braucht einen Merkzettel für Einkäufe oder möchte kurz ein paar Ideen festhalten.

Folgt nachbelichtet auf Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest

Evernote Web-Clipper

Mit Evernote kann man das in einer einzigen Anwendung, die es als Webdienst, installierbare Anwendung für Mac und PC, aber auch als App für iPhone, iPad, Android und diverse andere Systeme gibt. Mit Evernote lassen sich Links, aber auch ganze Webseiten als Notiz abspeichern, Einkaufs- und ToDo-Listen schreiben, Dateien in den Webspeicher von Evernote hochladen, oder Notizen diktieren und als Audiodatei abspeichern.

Der Clou bei Evernote ist, dass alle Notizen, Dateien usw. immer auf allen Geräten mit den gleichen Zugangsdaten automatisch synchron sind. Eine kleine Erweiterung für den Webbrowser ermöglicht das abspeichern von Links und den Inhalten von Internetseiten. Damit werden schnöde Bookmarklisten überflüssig.

Der Basis-Dienst ist kostenlos, aber auf 60MB Upload-Volumen pro Monat begrenzt. Wenn man sich für die Premium-Version für 5$ (ca. 3,50€) entscheidet, kann man 1GB pro Monat zu Evernote hochladen. Zudem kann die Premium-Version Text in Fotos erkennen und durchsuchbar machen.

http://www.evernote.com

Große Dateien versenden: WeTransfer

In Zeiten schneller Internetzugänge ist es auch möglich, wirklich große Dateien herunterzuladen. Was aber, wenn man eine solch große Datei auch einmal versenden möchte? Die meisten E-Mail Anbieter haben die maximale Größe von Dateianhängen beschränkt und mit FTP oder Filehostern kann nicht jeder umgehen.

Große Dateien mit WeTransfer versenden

Mit WeTransfer kannst du Dateien bis zu 2GB ganz einfach und ohne Registrierung versenden. Einfach die Datei auf WeTransfer hochladen, die eigene und die E-Mail Adresse des Empfängers angeben und los gehts. Sobald die Datei auf dem Server von WeTransfer angekommen ist, erhält der Empfänger eine Mail mit dem geheimen Link, wo er die Datei einfach per Mausklick herunterladen kann. Die hochgeladenen Dateien sind 2 Wochen lang verfügbar und werden danach automatisch gelöscht.

http://www.wetransfer.com

Der Videorecorder im Internet: Bong.tv

Naja, Videorecorder sind ja nicht mehr sehr verbreitet – heute findet man eher Festplatten-Receiver. Das Problem bei diesen Geräten ist aber, dass sie sich meistens nicht fernbedienen lassen – also jetzt so richtig fern, fernbedienen – so von unterwegs meine ich.Schon gleich lassen sich die aufgenommenen Filme und Serien nicht auf dem Handy, dem iPad oder dem PC-Ansehen.

Bong.tv der Internetvideorecorder

Bong ist ein Videorecorder im Internet, der die Programme aller großen Sender und vieler Regional- und Spartensender aufzeichnet. Bong lässt sich von überall per Webbrowser oder einer App für IOS und Android programmieren. Ein elektronischer Programmführer hilft bei der Auswahl der Sendungen, es können mehrere Sendungen zur gleichen Zeit aufgenommen werden und der Serienmanager nimmt automatisch alle Folgen auf.

Die aufgenommenen Filme lassen sich online, aber auch auf einem Handy oder iPad ansehen, wobei man letzteres über den VGA-Adapter auch an den HDMI-Anschluss seines Fernsehers anschließen kann.

Zudem lassen sich die Aufnahmen in zwei unterschiedlichen Qualitätsstufen als einfache MPEG-Dateien herunterladen, welche auch die meisten TV-Geräte verstehen, die einen USB-Anschluss für die Filmwiedergaben haben.

Bong.tv kann man 7 Tage kostenlos testen. Abos gibt es ab 4,99€ pro Monat.

http://bong.tv

Die Dropbox-Alternative: WUALA

[UPDATE] Da Wuala das Teilen von Speicherplatz am 4.10.11 eingestellt hat und nun auch ein reiner Bezahlservice ist, empfehle ich stattdessen Livedrive. Mehr dazu HIER.

Meine Alternative zur Dropbox ist aber WUALA und das aus mehreren Gründen: Während Dropbox mit einigen Sicherheitsmängeln ins Gerede gekommen ist, umgeht das WUALA elegant, indem die Dateien schon vor dem Hochladen verschlüsselt werden. Außerdem speichert WUALA Dateien nicht als ganzes auf eigenen Servern, sondern zerstückelt diese und verteilt sie auf dem freigegebenen Speicherplatz anderer WUALA Nutzer.

WUALA der Online-Speicher

Darin steckt auch der Clou von WUALA: Während man bei Dropbox 2GB Speicherplatz frei hat und sich ein paar GB mit Empfehlungen hinzuverdienen kann, bietet WUALA ein Modell an, bei dem man das zur Verfügung stehende Speichervolumen praktisch unbegrenzt und kostenlos erweitern kann, wenn man entsprechenden Speicherplatz auf dem eigenen Rechner zur Verfügung stellt und der Rechner mind. 4 Stunden pro Tag online ist.

Das ganze Handling von WUALA finde ich besser und durchdachter, als das von Dropbox. Eine automtische Synchonisierungsfunktion hält ausgewählte und lokale Verzeichnisse aktuell und der Backup-Dienst nutzt WUALA als Online-Backup mit „Timemachine“ Funktion. WUALA gibt es übrigens auch für iPhone und Android.

Wer keinen eigenen Speicherplatz teilen möchte, bekommt WUALA ab 19€ pro Jahr.

http://www.wuala.com

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7 Responses

  1. Thomas

    Ein Vorteil der dropbox ist sicher die einfache Nutzung und Integration in mobile Anwendungen. Insbesondere meine ich hier „goodreader“, „1password“ und andere Apps für iphone und ipad. Anscheinend geht so was nur auf Kosten der „Sicherheit“. -Schade- Wuala ist da etwas sperriger. Besonders was den „Upload“ aus mobilen Anwendungen angeht.
    @markus_ Dickes Lob für die vielen aufschlußreichen Artikel

    Antworten
    • Markus

      Da hast du natürlich Recht, weshalb ich in Sachen Notizen auf Evernote setze. Die Integration in anderen Anwendungen ist einfach besser, obwohl ich Springpad eigentlich lieber mag.

      Bei Wuala ist mir aber das Konzept lieber und die Funktionen überzeugen einfach (Backup, Versionierung etc.)

      Antworten
  2. Drk

    Interessant. WeTransfer kannte ich auch noch nicht. Werd ich mal antesten und hoffen, dass die genug Wumms in ihrer Anbindung haben 🙂 BONG.TV hab ich auch mal getestet, aber nervte mich total, weil vorne und hinten immer jede Menge Pufferzeit mit bei war. Und wer Evernote nicht mag, sollte sich mal Diigo.com angucken. Frag mich, wie ich je ohne sowas überleben konnte?! 😀 Ansonsten würde mich interessieren, was ich mir wohl unter „wenn man entsprechenden Speicherplatz auf dem eigenen Rechner zur Verfügung stellt“ bei wuala genau vorstellen muss. Verteilen die die Daten auf den Rechnern der Kunden? P2P quasi?

    Antworten

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