Die Auswahl an kostenlosen RAW-Konvertern ist nicht sehr groß und nicht jeder kann oder will Geld für einen guten und gut ausgestatteten RAW-Konverter ausgeben, wenn er mit den meist sehr abgespeckten RAW-Programmen der Kamerahersteller nicht mehr weiter kommt.

RAWTherapee ist eine feste Größe in diesem Bereich und ist jetzt in einer vollkommen überarbeiteten Version, mit fast 50 Erweiterungen und Verbesserungen erschienen.

Dieser Beitrag wurde 2011 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Die RAW-Bearbeitung ist offenbar schwarz, denn auch RAWTherapee kommt in der gleichen Optik daher, wie kommerziellen RAW-Anwendungen wie Adobe Lightroom, ACDSee Pro oder Bibble. Auch wird sich an deren Aufteilung der Benutzeroberfläche angelehnt.

Reiner RAW-Bearbeitung, aber keine Katalogisierung

Allerdings ist RAWTherapee im Vergleich zu den genannten Anwendungen ein reiner RAW-Konverter, kann also keine Bilderkataloge verwalten etc., es lassen sich aber zumindest die EXIF/IPTC-Daten der Bilder verwalten.

Einige Features, die Lightroom & Co. nicht kennen

Ansonsten ist der kostenlose RAW-Konverter mit nahezu allen Funktionen ausgestattet, die man auch von anderen RAW-Programmen kennt. In der neuen 3er Version wir sogar eine Dual-Monitor Umgebung unterstützt.

RAWTherapee3 Freeware Benutzeroberfläche

Es gibt aber auch ein paar Funktionen, die Lightroom & Co. nicht beherrschen. So kann RAWTherapee Hot- und Deadpixel entfernen und beherrscht die sog. Dark Frame Subtraction. Man nimmt ein Bild bei gleicher Kameraeinstellung mit dem Objektivschutzdeckel auf (den Dark Frame) und verrechnet dann aufgenommenes Fotos mit diesem Dark Frame. Damit lassen sich stark verrauschte Bilder, z. B. bei Langzeitaufnahmen oder der Astro-Fotografie oft erstaunlich gut entrauschen.

Auch gibt es verschiedene Möglichkeiten Bilder zu schärfen und zwei unterschiedlich arbeitende Rauschfilter, die übrigens recht überzeugend funktionieren.

Im Vergleich zu den Vorgängerversionen hat man deutlich an der Geschwindigkeitsschraube gedreht und alle Einstellungen werden recht flott dargestellt. Allerdings empfehlen die Programmierer einen Rechner mit mind. 4GB RAM.

RAW-Therapee gibt es für Windows UND Linux in einer 32bit und 64bit Version, für den Mac derzeit nur in der 32bit Version.

5 Responses

  1. Damian

    Ich hatte zuletzt das Vergnügen, nach Langzeitbelichtungen Hotpixel zu sehen. Sah ich diese im Einzelbildmodus bei Lightroom noch, rechnete mir Lightroom diese im Entwicklungsmodus automatisch heraus.

    Antworten
  2. Arsono

    Das Aufhellen von dunklen Bereichen funktioniert in DPP nicht so gut. Es gibt da zwar einen speziellen Regler, aber die Ergebnisse sind ziemlich dürftig. Am Besten kann das allerdings Lightroom.

    Antworten

Und jetzt seid ihr dran! Schreibt doch einen Kommentar!

Mit gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links zu Amazon