Die Bildverwaltungssoftware ACDSee dürfte vielen Windows-Nutzern bekannt sein, gibt es diese doch schon geraume Zeit. Angefangen hat alles mit einem reinen Bildbetrachter mit den nötigsten Bearbeitungsfunktionen und hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten und gut ausgestatteten Software zur Verwaltung und Katalogisierung umfangreicher Bildbestände entwickelt.

Ich zeige Dir die interessantesten Funktionen von ACDSee 3 Pro und in was es sich von Adobe Lightroom unterscheidet

Dieser Beitrag wurde 2009 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

altDie Bildverwaltungssoftware ACDSee dürfte vielen Windows-Nutzern bekannt sein, gibt es diese doch schon geraume Zeit. Angefangen hat alles mit einem reinen Bildbetrachter mit den nötigsten Bearbeitungsfunktionen und hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten und gut ausgestatteten Software zur Verwaltung und Katalogisierung umfangreicher Bildbestände entwickelt.

Anders als bei Adobes Lightroom, setzt ACDSee auf Flexibilität was die unterstützten Dateitypen angeht. So kann man nicht nur nahezu jedes Bildformat – auch im CMYK-Modus ansehen, sondern auch Multimediaformate wie MP3, AVI oder MOV wiedergeben.

Ein weiterer Unterschied ist die grundsätzliche Arbeitsweise beim Aufbau einer Bilddatenbank. Während bei Lightroom der Katalog der Dreh- und Angelpunkt ist, in den alle Bilder erst einmal importiert werden müssen, kann ACDSee sofort alle Bilder im Dateisystem anzeigen. Wer also seine Bilder lieber im Dateisystem organisiert, findet mit ACDSee einen flexiblen Partner. Trotzdem lassen sich alle Medien katalogisieren, bewerten, mit Stichwörtern versehen usw. wobei man auch vollen Zugriff auf EXIF– und IPTC-Daten hat.

Freuen dürften sich auch alle Anwender, die Ihre Fotos auf CD/DVD archvieren, denn auch hier hat ACDSee 3 Pro mehr drauf, als Lightroom.

In Sachen Funktionalität hat man sich bei der aktuellen Pro-Version unverkennbar an Lightroom orientiert, was ja auch nicht das schlechteste Vorbild ist. Es gibt ebenfall vier Workflow-Abschnitte, die Benutzeroberfläche kommt auch in Schwarz- und Grautönen daher und die grundlegenden Entwicklungsfunktionen werden nun auch non-destructive ausgeführt.

ACDSee 3 Pro überrascht aber mit weitreichenden und qualitativ hochwertigen Funktionen zur Objektiv- und Perspektivkorrektur, macht eine hervorragende Arbeit bei der RAW-Konvertierung und ist zudem schön schnell und stabil.

In den zwei Videos zeige ich Dir in 20 Minuten die wichtigsten Neuerungen und Features von ACDSee 3 Pro und worin es sich von Adobe Lightroom unterscheidet. Wer sich bislang noch nicht für eine Bildverwaltungssoftware entscheiden konnte oder wollte, sollte dringend mal einen Blick auf ACDSee 3 Pro werfen, zumal die Vollversion zum halben Preis einer Adobe Lightroom 2 Lizenz zu haben ist. Mac-User müssen leider draußen bleiben, denn ACDSee 3 Pro ist nur für Windows zu haben – das ist aber auch der einzige Haken an dieser Software.

UPDATE: Wie ich soeben erfahren habe, wird ACDSee 3 Pro ab 2010 auch für Mac-User erhältlich sein!

Die Videos gibt es direkt bei YouTube wieder in HD-Auflösung! Du kannst natürlich auch den YouTube-Channel von … nachbelichtet abonnieren.

Mehr Informationen zu ACDSee Pro 3 und eine 30-Tage Testversion gibt es HIER

Wie verwaltest Du Deine Fotos? Setzt Du vielleicht schon ACDSee ein? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

25 Responses

  1. Werner Zimmermann

    Hallo Markus, habe soeben die beiden Teile über ACDsee 3pro angeschaut und bin wirklich begeistert, nicht nur über dieses Programm – deine Präsentation ist sehr gut gelungen. Meine Frage, wie lang kann man diese Seite aufrufen, bzw. kann man das Video ev. auch sichern, für den Fall ,das man(n) Frau nicht mehr zugreifen kann?

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  2. Jenö

    Können Lightroom und ACDSee miteinander kommunizieren? Wenn man die in Lightroom gemachten Veränderungen in die RAW-Datei (z.B. DNG) schreibt und dieselbe DNG Datei dann in ACDSee öffnet, sieht man dann die gemachten Veränderungen (bis auf Verläufe und Korrekturpinsel, welche ACDSee ja nicht unterstützt)?
    Wenn das so wäre, könnte man einfacher mal für eine Weile zum anderen Programm wechseln. Ansonsten frage ich mich wirkich, ob sich ein Wechsel lohnt. Denn wer weiß, was Adobe als nächstes auf Lager hat. Gewöhnlich haben die immer die Nase vorn und damit wäre man schon auf der sicheren Seite, wenn man sich auf einen Adobe workflow stützt.
    Vielleicht sollte man auch mal Adobe Bridge und ACDSee vergleichen…

    Liebe Grüße, Jenö

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    • Markus

      Miteinander „kommunizieren“ im Sinne einer gemeinsamen Schnittstelle können die beiden nicht. Zwar lassen sich über XMP-Sidecars Metadaten übernehmen und auch die grundlegenden Entwicklungseinstellungen mitgeben, ein Test von mir hat aber ergeben, dass Lightroom und Photoshop mit den ACDSee Entwicklungseinstellungen wohl nichts anfangen können zumindest waren sie nicht sichtbar.

      Grundsätzlich ist es so, dass man sich bei einer solchen Lösung zur Katalogisierung von Fotos leider ziemlich festlegen muss. Der Wechsel zu einer anderen Anwendung ist meistens mit großem Aufwand verbunden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass andere Anwendungen zukünftig vielleicht Lightroom Kataloge lesen und konvertieren können – noch kenne ich aber keine …

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  3. Markus

    ACDSee 3 Pro kann Farbprofile im Entwicklungsmodus nutzen, wodurch es auch möglich sein sollte, spezielle Profile von Belichtern etc. einzusetzen. Meiner Erfahrung nach bilden diese Profile auch nie 100%ig die tatsächliche Ausgabe auf der entsprechenden Maschine ab.
    Zusätzlich sollte man natürlich auch noch ein Bildschirmkalibrierungslösung wie den Datacolor Spyder einsetzen.

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  4. Brigitte

    Vielen Dank schon einmal für die Antwort!
    Ich hätte da aber noch eine Frage… 😉 Wie sieht es denn bei ACDSee mit der Möglichkeit eines Softproofs aus? Bei Lightroom gibt es das ja nicht (oder habe ich was übersehen?) Das wäre nämlich für mich ein echte Hilfe!
    Grüße,
    Brigitte

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  5. Markus

    Danke für Deine Hinweise, das ist sehr interessant. Ich glaube jedoch nicht, dass ein RAW aus z.B. JPEGs erstellt wird, da das überhaupt keinen Sinn hätte, da dadurch ja nicht mehr Bildinformationen entstehen würden.

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  6. Der Pferdeknipser

    Sehr schön gemachte Videos.
    Eine wichtige Sache, nein zwei, hast du vergessen zu erwähnen. Bei den Entwickeln-Funktionen kann man nicht nur Raws bearbeiten, sondern auch JPG und Andere. Und das mit sehr guten Ergebnissen. Ich weiß, nicht wie die Programmierer das realisiert haben, es kommt mir jedoch so vor, als würde aus dem JPG temporär ein Raw erstellt, an dem die Berechnungen durchgeführt werden. So gut sind die Ergebnisse.

    Dann hast du vergessen zu erwähnen, dass bei „Bearbeiten“ zwar die Originaldatei verändert wird, jedoch wird in einem extra Ordner im gleichen Verzeichnis automatisch eine Sicherungskopie abgelegt. Man kann also jederzeit zur Ursprungsversion zurückkehren.

    Ich arbeite jetzt schon seit Jahren mit ACDSee. Ich verwalte zur Zeit über 200000 Medien damit ohne Probleme. Wer Probleme oder Fragen hat, darf sich gerne an mich wenden.
    LG
    peter

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  7. Daniel

    Hallo Markus,
    ein guter Vergleich. Wenn ich deine Aussagen richtig deute, scheint es doch in vielerlei Hinsicht die bessere Wahl zu sein, oder?
    Wenn du mit dem jetzigen Wissen bei 0 anfangen würdest, welches der beiden Programme würdest du wählen?

    Antworten
    • Markus

      @Daniel: Es ist auf jeden Fall eine ernstzunehmende und sehr gut ausgestattete Lösung, die sich aber in der Ausrichtung etwas von Lightroom unterscheidet. Aus Sicht der Bildbearbeitung bietet es alles, was auch Lightroom bietet – abgesehen von den Korrekturpinseln etc., was sich aber bei ACDSee mit der genannten Pixelbearbeitung kompensieren lässt. Auf der Ebene bietet ACDSee dann sogar mehr als LR.
      Im Bereich der Organisation hat man gegenüber LR den Vorteil, dass ACDSee auch gleich ein Bildbetrachter und Konverter ist, der viele Dateiformate unterstützt. Wenns um die reine Workflowgeschwindigkeit geht, sehe ich aber LR weiter vorne. Ich hatte vor Lightroom übrigens viele Jahre lang ACDSee im Einsatz. Es gilt aber immer zu bedenken, dass man sich schon sehr festlegt, wenn man sich für eine Lösung entscheidet. Ein Wechsel zu einem anderen System mit Übernahme aller Kataloge, Kategorien, Bewertungen etc. ist meist nicht oder nur noch sehr schwer möglich.

      @Brigitte: Die Entwicklungseinstellungen lassen sich wie bei LR auch als Preset speichern, allerdings gibt es (bislang) keine ACDSee Voreinstellungen von mir und auch so sind mir noch keine über den Weg gelaufen.

      Antworten
  8. Brigitte

    Hallo! Auch ich bin auf der Suche nach einem Programm, dass mir zum einen die Verwaltung der Bilddateien erleichtert und zum anderen Möglichkeiten der Bildbearbeitung anbietet, die für mich im zeitlichen Rahmen bleiben. ACDSee Pro 3 scheint ja wirklich recht interessant zu sein – aber gibt es dazu eigentlich auch so schöne Presets wie für Lightroom? 😉
    Vielen Dank jedenfalls für all diese Infos
    und auch viele Grüße!

    Brigitte

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  9. Tankred

    Vielen Dank für die Infos!

    Ja, genützt haben mir die Infos insofern, als dass ich mich mit Lightroom noch nicht wirklich intensiv auseinandergesetzt habe. ACDSee hingegen kenne ich recht gut, schiele aber auch immer wieder auf mögliche Alternativen. Daher war es interessant zu sehen, was diese Alternative kann und nicht kann. Vor allem anwendungsorientiert und nicht einfach Funktionsvergleiche, die mich eher ermüden. 😉

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    • Markus

      Auf meiner Seite kannst Du ja einiges über Lightroom erfahren, wenn Du mehr wissen möchtest. Ich habe übrigens eine ganze Serie von Videos zu Lightroom geplant. Einige Teile sind ja bereits online. Wenn Du möchtest, kannst Du auch meinen YouTube-Channel abonnieren.

      Antworten
  10. Tankred

    Hi,

    vielen Dank für die schönen Videos. Es hat echt Spaß gemacht, diese anzusehen. Eine Frage dazu: mit was für einem Programm erstellst Du diese Videos?

    Grüße,

    Tankred

    Antworten
  11. Sabine Steiner

    Erst einmal möchte ich mich für die vielen tollen Infos bei Dir bedanken!Ich habe vor zwei Jahren mit der Digitalfotografie angefangen und lese seitdem auch deine Seite. Da mein Bildarchiv wächst und wächst, möchte ich mir auch eine geeignete Software zu Verwaltung anschaffen und schwankte bislang zwischen LR und IMatch
    Acdessee schein mir eine wirklich gute Lösung für mich zu sein,da ich weit weg von Profi bin, aber auch etwas für die Zukunft haben möchte. Die RAW-Entwicklung ist ja wohl echt brauchbar, obwohl ich meistens JPG fotografiere. Ich hab mir jedenfalls die Demo mal gezogen und bin recht angetan.

    Antworten
  12. Siggi

    Hallo Markus!
    Danke für die ausführlichen Videos.Ich hatte ja bisher meine Fotos einfach in Ordnern verwaltet und als Betrachter XNview benutzt. ACDSee gefällt mir wirklich sehr gut,zumal die Editierung extrem schnell funktioniert.Lightroom war mir ehrlich gesagt zu teuer,aber ACDSEE wäre preislich wirklich im Rahmen.Gut finde ich auch,dass ich etxterne Medien einbinden kann,da ich viele CD’s und DVD’s mit Fotos archiviert habe (ja-ich weiß,dass ich das nicht machen sollte).
    Ich hoffe auf viele weitere Videos und Beiträge in dieser Art!

    Siggi aus Regensburg

    Antworten
  13. Photolicht

    Hallo nochmals

    Es mag ja alles stimmen, was hier gesagt wird, jedoch die absolut mangelhafte, computersteinzeitliche Verwaltung und Zuweisung der Kategorien schließt für mich einen Kauf der 3er-Version in dieser Form aus!
    Habe heute bei einem Bekannten mal kurz mit Digikam arbeiten können, tolles Programm – wirklich großartig – leider gibt es noch keine stabile Windowsversion und Linux kommt auf Grund meiner Hardware nicht infrage.

    Antworten
  14. wax

    Mit ACDSee hab ich vor Jahren mal gearbeitet, ist dann aber irgendwann gänzlich in Vergessenheit geraten. Vielleicht sollte ich es mir mal wieder ansehen.
    Den Hype um Lightroom kann ich einfach nicht nachvollziehen. Es ist hübsch und hat einige gute Funktionen. Qualitativ kommt aber einfach Suppe raus. Schlussendlich geht es nicht um die Funktionalität einer Software, sondern um die Bilder. Viele lassen sich von Lightroom einfach blenden, auch viele die sich Fotografen nennen. Dabei gibt es wesentlich bessere RAW-Software.

    Antworten
  15. Photolicht

    Hallo
    hatte ACDSee Pro 3 eine Woche auf dem Rechner, dann flog es runter.
    Das Programm kann ja nicht mal meine selbst erstellten Stichwortliste (Textdateien) übernehmen(oder ich bin blind( Hilfe!! )). Gut es kann einiges, was andere Programme nicht können (z.B. Bluescreen erzeugen) , und für den privaten Einsatz ist es ganz gut, aber Profiprogramm ? Allein die Tatsache das es nur eine Datenbank erzeugt und dort alles kreuz und quer rumliegt, man keinen Katalog(Kategorie) so einfach auf USB-Stick ziehen kann und beim Kunden am Rechner öffnen kann, ist nicht sehr professionell. Ich arbeite wieder mit der Bridge, gut die hat andere Fehler, aber mein Arbeitsfluss läuft da viel besser.

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    • Markus

      @Photolicht: Das mit den Bluescreens kann ich nach einigen Wochen ACDSee 3 Pro Beta und der Final jetzt überhaupt nicht nachvollziehen. Es läuft absolut stabil und erfreulich schnell, wenn man es z.B. mit Lightroom vergleicht. Zum Thema Datenbank muss man eben sehen, dass das grundsätzliche Konzept von ACDSee ein anderes ist, als das von Lightroom, wobei man in ACDSee ein Lightroom-artiges Verhalten konfigurieren kann (Datenhaltung in einem Ordner etc.).
      Zudem lassen sich ausgewählte Objekte auch als eigene Datenbanken exportieren und für die Präsentation beim Kunden stehen neben den Weitergabeformen als PDF, PowerPoint-Präsentation, HTML-Album, Flash-Diashow auch noch VideoCD etc. zur Verfügung – wobei die Kunden zu solchen Zwecken immer zu uns in die Agentur kommen (allein weil wir hier sicher sein können, dass das Display kalibriert ist).

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    • blink42

      uiii… wenn Du als Profi das so sagst… Dann muß diese Software wohl nichts taugen…

      „hatte ACDSee Pro 3 eine Woche auf dem Rechner, dann flog es runter“

      Dieser Satz sagt eigentlich schon alles aus…

      Wenn Du Dich nicht ernsthaft mit alternativer Software auseinander setzen möchtest… gut…. Dann nutze nach dem Prinzip „was der Bauer nicht kennt frisst er nicht“ eben weiter Deine gewohnte Software.

      Nur dann behalte Deine Halbwahrheiten auch für Dich – Für andere sind solche unqualifizierten Fanboy-Posts immer recht wenig hilfreich…

      Antworten

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