Die Media Agentur Hof für die ich arbeite, bringt alle zwei Monate auch ein regionales Trendmagazin heraus, das sich „FRANKY“ nennt und eine Auflage von 30.000 Exemplaren hat. In diesem Magazin schreibe ich unter dem Motto „Markus erklärt euch das Internet“, über interessante Themen aus dem Web 2.0. In der aktuellen Ausgabe habe ich mich […]

Dieser Beitrag wurde 2009 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Die Media Agentur Hof für die ich arbeite, bringt alle zwei Monate auch ein regionales Trendmagazin heraus, das sich „FRANKY“ nennt und eine Auflage von 30.000 Exemplaren hat. In diesem Magazin schreibe ich unter dem Motto „Markus erklärt euch das Internet“, über interessante Themen aus dem Web 2.0.

In der aktuellen Ausgabe habe ich mich daran versucht unseren Lesern RSS und Feedreader etwas näher zu bringen, da ich immer wieder erstaunt bin, wie wenig Leute das nutzen, geschweige denn wissen, dass es sowas überhaupt gibt.

Zwar ist es für uns Hardcore-Anwender und Dauernetznutzer eine unverzichtbare Informationsquelle und für Blogger das wohl wichtigste Arbeitsmittel, daher eine Erklärung dazu pillepalle. Für den ganzen Rest, der nicht so genau weiß, was das ist und was man damit anstellen kann, möchte ich diesen Beitrag aus „FRANKY“ hier einmal zur Verfügung stellen.

RSS – Richtig Schnell Surfen

Ging es Dir nicht auch schon einmal auf den Keks, dass Du Deine Lieblingsseiten im Internet jeden Tag wieder anklicken musst, um zu sehen, ob es Neuigkeiten gibt? Klar man kann alle interessanten Seiten als Favoriten oder Bookmarks speichern – aber so richtig komfortabel ist das trotzdem nicht.

Hast Du Dich vielleicht auch schon mal gefragt, warum es Leute gibt, die anscheindend immer alles zu wissen scheinen, was so im Netz passiert? Wie machen die das bloß? Sind die den ganzen Tag nur am Websurfen?

Nee, da gibt es seit einigen Jahren eine Technik, die sich RSS nennt und die von sehr vielen Internetseiten angeboten wird. Nur kaum jemand scheint RSS zu nutzen …

Also erst einmal der Reihe nach …

Was ist RSS eigentlich?

RSS ist die Abkürzung für „Really Simple Syndication“. Wieder so ein Ding, das keiner versteht. Aaaalso, RSS oder besser gesagt der RSS-Feed ist so eine Art Newsticker, der auf vielen Seiten meist durch dieses Symbol  gekennzeichnet wird.

 

altDas findest Du entweder auf der Seite selbst, aber ganz sicher immer in der Adressleiste Deines Webbrowsers oder beim neuen Internetexplorer als eigenes Symbol unterhalb der Adresszeile.

Hinter diesem RSS-Symbol verbirgt sich ein Auszug oder der komplette Inhalt (Fullfeed)  dieser Seite in einer besonderen, maschinenlesbaren Form.

Ja wie maschinenlesbar!? Ich bin doch keine Maschine! Ja doch, warte doch nochmal einen Moment!

Wie kann ich RSS-Feeds lesen und wo ist der Vorteil dabei?

Damit Du diesen RSS-Feed, oder einfach nur Feed lesen kannst, brauchst Du ein Programm, das dieses spezielle Format des Feeds lesen kann und das ist der Feedreader. Indem Du das RSS-Symbol anklickst, kannst Du den Inhalt der Seite mit Deinem Feedreader abonnieren. Das ist die „Syndication„, also das Zusammenführen dieser ganzen einzelnen Feeds in eben diesem Feedreader. Und da es eigentlich so einfach ist, ist es eben eine „Really Simple Syndication“ – okay!?

altDas machst Du mit allen Seiten die Dich interessieren und welche Du ohnehin regelmäßig besuchst. Nun hast Du in Deinem Feedreader die Neuigkeiten von allen Seiten an einem Ort  und kannst Dich bequem durch alle Inhalte lesen, ohne jedesmal dazu die entsprechende Seite aufrufen zu müssen, oder nur dann wenn Dich der Inhalt interessiert und der Feed nur einen Auszug anzeigt. Der Feedreader klappert regelmäßig und automatisch alle abonnierten Seiten ab und holt sich die neusten Inhalte.

Einfache Feedreader sind heute in jedem modernen Webbrowser bereits eingebaut. Sie gibt es auch als externe Software, die man sich erst installieren muss und sogar Outlook kann RSS-Feeds „lesen“.

altSehr viel komfortabler sind Online-Feed-Reader wie der Google-Reader oder Bloglines. Hier brauchst Du keinerlei Software installieren, nur kostenlos anmelden und hast dann Deine abonnierten Feeds auch überall z.B. in der Arbeit zur Verfügung und nicht nur auf Deinem Rechner daheim.

Im Feedreader kannst Du z.B. für alle Themen Ordner anlegen, in die Du die Feeds einsortieren kannst. Wenn Du dann einfach nur mal Klatsch und Tratsch erfahren möchtest, rufst Du einfach den Ordner auf, in den Du die Feeds der Klatschseiten sortiert hast und kannst Dich dann ganz bequem nur durch News mit diesem Thema lesen.

Auch haben die meisten modernen Handys einen RSS-Reader eingebaut, aber Vorsicht: Um das zu nutzen, solltest Du einen günstigen Datentarif haben, sonst kann es schnell teuer werden!

Wer bietet RSS-Feeds an?

RSS-Feeds gehören schon praktisch selbstverständlich zu jeder größeren Webseite und Internetauftritte die keinen Feed anbieten, sind für viele Surfer schon fast nicht mehr existent.

altDie ganzen Nachrichtenseiten wie Stern, Focus, Die Welt usw. haben RSS-Feeds. Viele Fernsehsender bieten auf Ihren Seiten Feeds mit dem Fernsehprogramm an. Bei Aldi und vielen Online-Shops kannst Du Dir einen Feed mit den aktuellen Angeboten abonnieren und bei Google News gibt es einen Feed, der alle wichtigen Nachrichten des Tages aus verschiedenen Quellen anbietet.

Natürlich hat auch praktisch jeder Blog einen RSS-Feed, denn die RSS-Technik wurde durch die Blogger und deren Blogsysteme erst richtig populär und auch in vielen Foren kannst Du Dir Diskussionen zu bestimmten Themen als RSS-Feed abonnieren, damit du nicht jedes mal zum Forum zurück musst, um einen Thread zu verfolgen.

Es gibt sogar RSS-Verzeichnisse, in denen die Seitenbetreiber ihre Feeds angemeldet haben und Du interessante Feeds, nach Themen sortiert, aussuchen kannst. Praktisch eine Art Gelbe Seiten für Feeds. Ich habe darüber schon so manche interessante Seite entdeckt!

Ist das nicht sehr zeitaufwändig?

Ganz im Gegenteil! Ich habe in meinem Google Reader derzeit um die 230 Feeds abonniert, die mir täglich gut 500 Beiträge liefern. Diese zu sichten benötigt aber nur wenige Minuten, da ich eben schon anhand der Überschrift entscheiden kann, ob das Thema für mich relevant ist. Müsste ich hingegen alle Seiten wie bisher „ansurfen“, würde ich wohl den ganzen Tag dazu benötigen und manch interessanter Beitrag ginge mir vielleicht doch noch durch die Lappen.

Für mich ist der Feedreader meine Tageszeitung, mein Fachmagazin für Fotografie und Recording, meine Fernsehzeitung, mein Schnäppchenprospekt und noch vieles mehr.

Probiere RSS-Feeds und Feedreader mal aus und ich bin mir sicher, dass Du darauf nicht mehr verzichten möchtest! Im Anschluss findest Du noch einige Links zum Thema und den Feed von … nachbelichtet kannst Du gleich mal HIER abonnieren.

Hast Du noch Fragen zum Thema oder Tipps zum Thema? Ich freue mich auf Deinen Kommentar

Online-Feedreader:

http://www.google.de/reader
http://www.bloglines.com

RSS-Verzeichnisse:

http://www.rss-verzeichnis.de
http://rss-scout.de
http://www.rss-nachrichten.de

Mehr Infos zu RSS:

http://de.wikipedia.org/wiki/RSS

7 Responses

  1. Jogi

    Ganz großes Kino, Markus! Herzlichen Dank für die sehr verständliche Erklärung ohne technischen Ballast und Kauderwelsch. Schade dass es euren Franky nur deiner Gegend gibt, wenn da solche Sachen drin sind.

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  2. Stefan

    Danke für diese Anleitung. Merkwürdig das so etwas immer einfach vorrausgesetzt wird.

    Antworten

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