Wenn man als Musiker in den Achtzigern seine Ideen festhalten wollte, war man auf einen Kassettenrecorder angewiesen. Wenn man schon etwas weiter war, hatte man einen 4-Spur Recorder – beliebt waren hier die Portastudios von Tascam. Man konnte eine oder mehrere Spuren gleichzeitig mit unterschiedlichen Signalen aufzeichen oder Overdubs machen. Die Qualität hielt sich in […]

Dieser Beitrag wurde 2008 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

altWenn man als Musiker in den Achtzigern seine Ideen festhalten wollte, war man auf einen Kassettenrecorder angewiesen. Wenn man schon etwas weiter war, hatte man einen 4-Spur Recorder – beliebt waren hier die Portastudios von Tascam. Man konnte eine oder mehrere Spuren gleichzeitig mit unterschiedlichen Signalen aufzeichen oder Overdubs machen. Die Qualität hielt sich in Grenzen und wenn man mehrere Spuren zusammenmixte um wieder Platz für eine weitere Spur zu haben, wurde aus der Aufnahme eher ein „Hifi-Dolby-Stereorauschen“.

Diese Homerecordinglösungen wurden durch entsprechend leistungsfähige Computer und Audioanwendungen abgelöst, mit dessen Hilfe heute jeder Studioqualität erreichen kann.

Wenn es aber darum geht, schnell mal ein paar musikalische Ideen festzuhalten, möchte man eine flexible und mobile Lösung die auch sofort Aufnahmebereit ist. Dies ist ein Grund, warum derzeit die Gattung der „Fieldrecorder“ boomt. Leider bieten diese Recorder meist nur Stereoaufnahme und wenn ein Mehrspurbetrieb möglich ist, ist dieser doch meist recht mühsam zu bedienen.

Einen sehr interessanten Mittelweg zwischen Fieldrecorder und den größeren, autarken Mehrspurstudios wie z. B. dem beliebten Tascam 2488, hat Tascam nun mit dem DP-004 beschritten und bringt damit Portastudio-Feeling – diesmal aber in CD-Qualität – zurück.

Kleiner als ein Taschenbuch, batteriebetrieben und mit eingebauten Stereomikrofonen, speichert das DP-004 musikalische Ergüsse mit 44,1kHz Samplingfrequenz und 16Bit Auflösung auf SD-Speicherkarten. An der Rückseite stehen zudem zwei Klinkeneingänge für Mikrofone oder Instrumente zur Verfügung und aufgenommene Spuren können auch wie früher – aber diesmal ohne Qualitätsverlust – zusammengefasst (gebounced) werden um Platz für weitere Aufnahmen zu machen.

Sind die Ideen erst einmal im Kasten, können Sie auch per USB 2.0 an den Computer weitergereicht und weiterverarbeitet werden, der DP-004 beherrscht aber auch grundlegende Schnittfunktionen on Board.

Insgesamt ist das eine sehr pfiffige Lösung, die nicht den Anspruch erhebt, qualitativ höchstwertige Aufnahmen zu erstellen, sondern schnell parat zu sein, um den kreativen Moment festzuhalten. Zudem eignet sich der DP-004 durch die eingebauten Mikros, den Batteriebetrieb und die geringen Abmessungen auch als gelegentlicher Fieldrecorder. Einzig ein paar grundlegende Effekte wie Kompressor, Hall oder Gitarrenverstärker-Modelling hätte man sich vielleicht an Bord noch gewünscht.

Der Verkaufspreis wird bei 200$ liegen. Der deutsche Ladenpreis ist noch nicht bekannt – vielleicht demnächst einmal beim Musikhaus Thomann vorbeisurfen.

Der Tascam DP-004 auf der deutschen Tascam Website LINK
… und auf der internationalen Website LINK

2 Responses

  1. Yoshi

    Hi,
    vielen Dank für deine Beschreibung. Ich denke, das hat meine Kaufentscheidung wirklich zum positiven hin beeinflusst 🙂

    Besten Dank und liebe Grüße
    Yoshi

    Antworten

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