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Von Markus am 22 November 2007 Teilen

Sanyo Eneloop AA Akku … nein es geht nicht um Damenhygiene, sondern um die Akkus der Firma Sanyo. Die Eneloops sind als AA- und AAA-Typen zu haben und prinzipiell ganz normale NiMh-Akkus. Allerdings haben sie einen entscheidenden Vorteil, denn während die herkömmlichen NiMh-Akkus eine recht hohe Selbstentladung aufweisen und sich dadurch auch nicht für Anwendungen wie Fernbedienungen, Taschenlampen oder andere Geräte eignen, die eher selten genutzt werden, haben die Eneloops eine jährliche Selbstentladung von etwas 15% der Nennkapazität.

Bei den normalen Akkus muss man hingegen mit ca. 1% Entladung pro Tag (bei neuen Zellen) rechnen. Ich habe mir mal einen Satz der Eneloops angeschafft und bin von deren Leistung ziemlich begeistert. Die Nennkapazität der AA-Akkus liegt zwar “nur” bei 2000 mAh, dafür kann man aber auch sicher sein, dass diese auch noch brauchbar sind, wenn sie schon 4 Wochen in der Fototasche rumgekugelt sind. Tatsächlich war auch mein Nikon SB-800 Blitzgerät noch nach 5 Wochen für etliche Dutzend Auslösungen zu gebrauchen, wohin gegen die herkömmlichen 2500mAh Akkus, die auch etwa so lange in der Tasche lagen, nach deutlich weniger Blitzeinsätzen schlapp machten.

Der zweite Versuch mit den Eneloops erfolgte in meiner Frontier Tranzport Fernbedienung. Da ich gerne mit der Displaybeleuchtung arbeite, zieht das natürlich deutlich mehr Strom, so dass ich schon immer gerne Akkus verwenden wollte, dies aber aus zwei Gründen nicht funktionierte:

  1. Wenn ich nach etlichen Tagen oder teilweise Wochen mal wieder die Fernbedienung einsetzen möchte, wären wohl die Akkus ziemlich sicher leer
  2. Normale AA-Akkus passen einfach nicht in das Batteriegehäuse des Tranzport, da diese wohl immer etwas dicker sind, als Alkali-Batterien (ich habe das mit den Akkus verschiedener Hersteller probiert und auch der Hersteller des Tranzport bestätigte mir das). Die Eneloop-Akkus passen hingegen gerade so hinein und sind daher ideal geeignet.

Eine weitere Anwendung ist für mich meine Line6 Variax Gitarre, die mit 6 AA-Batterien betrieben werden kann, aber recht viel Batterien frisst und Akkus eben wegen der Selbstentladung bislang nicht geeignet waren. Aber auch für GPS-Geräte bieten sich die kleinen Leistungsträger an.

Die Selbstentladung scheint zwar in den ersten Tagen bis Wochen deutlich stärker zu sein, bleibt dann aber auf einem recht stabilen Niveau und kann sich deutlich von normalen Akkus abgrenzen.

Fazit: Ich kann Eneloop Akkus für alle Anwendungen empfehlen, bei denen man auf verlässliche Ladung angewiesen ist oder bei Geräten, die längere Zeit nicht benutzt werden. Ein Satz Eneloops im Fotorucksack gibt mir zumindest ein gutes Gefühl, wenn ich nach längerer Zeit wieder das Blitzgerät auspacke oder den GPS-Logger anschalte …

14 Kommentare

  1. Harald sagt:

    Hört sich gut an. Ich wollte die Eneloops auch schon mal testen, habe aber nicht geglaubt, dass die wirklich soviel besser sind. Mal ausprobieren! Danke für den Beitrag!

  2. thomas sagt:

    Hallo Markus,

    kannst Du auch ein gutes Ladegerät dazu empfehlen?
    Am besten mit Caradapter.

    Danke.

  3. null sagt:

    Ich verwende die eneloop bereits einge ganze Weile. Geladen werden sie mit einem normalen NiMH Ladegerät, welches automatisch erkennt ob ein Akku voll ist (Das Verfahren nennt sich glaub delta-v). Von eneloop gibt es aber auch recht billige Ladegeräte, welche automatisch abschalten. Ich selbst lade sie mit einem Conrad Charge Manager 2000. Ich habe mit den Batterien bislang auch nur positive Erfahrungen machen können. Vor allem für Geräte welche sehr viel Energie benötigen (Digitalkameras, Speilzeugrennautos etc.) sind sie sehr gut, da sie duch ihren geringen Innenwiderstand vollständig entladen werden können und die Batteriefüllstandsanzeige der Geräte nicht so schnell leer meldet :) . Trotz der geringen mAh-Zahl von 2000mAh laufen die Geräte wesentlich länger als mit aktuellen Akkus mit 2800mAh.

  4. Markus sagt:

    @thomas: Ich benutze seit fast 3 Jahren dieses Ladegerät mit Autoadapter

  5. thomas sagt:

    Besten Dank für das Know-how-Update.

  6. Tommy sagt:

    Also ich bin super zufrieden mit den Eneloop Akkus.
    Halten beim Blitzen sehr lange und bleiben in der Spannung stabil.
    Habe inzwischen 16 Stück und muss sie eigentlich nur selten wechseln.
    Kaufen!!!

  7. Markus sagt:

    Ein Blick auf die VARTA Akkus kann aber auch nicht schaden, da sie noch etwas länger halten und günstiger sind!

  8. MartyK sagt:

    Hallo,

    sehr interessanter Artikel! Ich habe auch einige Eneloop-Akkus, will mir jetzt noch einen Satz besorgen.
    Von irgendeinem Ladegerät möchte ich aber abraten, da selbst mit einem als gut befundenen (AP-2010) viele Akkus, die damit geladen wurden, nicht mehr die nötige Leistung brachten.
    Seit kurzem habe ich ein BC-700-Ladegerät, das Akkus auch entladen kann, was zufolge hat, dass Akkus, die ich abgeschrieben hatte, wieder eine sehr gute Leistung erbringen!

    Grüße

    Marty

  9. MartyK sagt:

    Apropos Varta: Es gab mal in einer CHIP-Ausgabe einen Akku-Test, in dem ein Akku von Varta auf Platz 1 landete, wogegen der Eneloop-Akku nur Platz 20 erreichte. Warum, weiß ich nicht, denn die Selbstentladung war lt. CHIP-Test nur um 0,5% schlechter (6,7%) als bei VARTA, außerdem sollen Eneloop-Akkus ja eine höhere Spannung haben, was die höhere Ampere-Zahl der Varta-Akkus wieder relativiert und von CHIP nicht berücksichtigt wurde.

  10. Antonia sagt:

    @MartyK
    Den Chip-Artikel kannst du den Hasen geben, da hat Varta wohl einige springen lassen. Eneloop hatte das augenscheinlich nicht nötig. Ich habe neben den Eneloop auch die Varta ready2use und Ansmann maxE ausprobiert und keine von beiden konnte zu keiner Zeit in Punkto Laufzeit mit Eneloop mithalten.

  11. Antonia sagt:

    Sollte “einiges” statt “einige” heissen.

  12. Daniel sagt:

    An Vartas habe ich NUR schlechte Erinnerungen, Varta-Akkus sind echte Wegwerfware. Seit ich Eneloop und Cycle-Energy habe (Sanyo und Sony), bin ich im 7. Himmel und endlich rundum zufrieden mit den Akkus, da sie nicht nur geringere Selbstentladung, sondern auch eine höhere Kapazität und eine höhere Spannung während der Benutzung haben. Was will man mehr?

  13. Siggi sagt:

    Hat eigentlich irgendjemand irgendeinen Akku von Varta, der nicht nach einem Jahr abgekackt ist? Klar, anfangs ist alles rosig, aber nachdem ein Jahr abgelaufen ist, brechen die Akkus von Varta in ihrer Leistung regelrecht zusammen. Bisher habe ich immer gedacht, das sei ein normaler Akkuverschleiss. Seit ich Eneloops habe (seit Anfang 2007), weiss ich es besser, die Eneloops laufen heute noch wie am ersten Tag!

  14. Norbert sagt:

    Hallo,
    kapazitätsmäßig sin die Eneloop-Akkus sehr gut.

    Ich hätte aber mal gewußt mit wieviel mA man die Akkus 800 mAh und 2000 mAh laden kann, ohne das sie Schaden erleiden.

    Danke

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  • Lars sagt:
    Hallo an Alle,kann den Geotagger absolut empfehlen. Alle anderen bisher getesteten Syteme haben durch den...
  • Tobias sagt:
    Deine Fotos mit dem passenden roten T-Shirt sind besonders toll! :-D
  • Markus sagt:
    Ja, das steht auf der ToDo … des moderne Zeug da … ;-)
  • Chris sagt:
    Hi, den Überschriften fehlen einige Sonderzeichen, nachdem sie durch deinen speziellen Font ersetzt...
  • Markus sagt:
    Danke für das Feedback, aber ich habe hier Opera 10.10 unter Windows und es sieht alles ganz normal aus...