Dieses Posting habe ich ursprünglich in das Forum Lightroom gepostet, ich möchte euch diesen Tipp aber auch in meinem Blog nicht vorenthalten. Es geht darum, bei einem evtl. Datenverlust der Originaldateien, die Previewbilder aus der Lightroom Datenbank zu extrahieren, damit man wenigstens noch diese Version hat. Als jemand, der als Kind schon immer alles auseinandernehmen […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Datenrettung bei LightroomDieses Posting habe ich ursprünglich in das Forum Lightroom gepostet, ich möchte euch diesen Tipp aber auch in meinem Blog nicht vorenthalten. Es geht darum, bei einem evtl. Datenverlust der Originaldateien, die Previewbilder aus der Lightroom Datenbank zu extrahieren, damit man wenigstens noch diese Version hat.

Als jemand, der als Kind schon immer alles auseinandernehmen musste damit das Innenleben sichtbar wird, habe ich mal meinen Forscherdrang spielen lassen und einen Weg gefunden, die Preview-Bilder aus Lightroom zu extrahieren.

Wenn man sich den Lightroomkatalog auf der Festplatte ansieht, stellt man ziemlich schnell fest, dass sich im Ordner „Lightroom Catalog Previews.lrdata“ am meisten befindet und der Name ja auch auf den Inhalt deutet.
Die Dateien darin haben auch eine Größe, deren man einen Bildinhalt in JPG-Größe unterstellen könnte.

Weiter im Text: Benennt man eine dieser Dateien die z.B. 4A7C10CD-1579-4DB0[…]-8.lr-preview.noindex heißt in .jpg um und macht sie in einem Bildbetrachter auf, bekommt man ein winziges Vorschaubild.
Jetzt sagt sich der IT-Spezi: Wenn die Datei z.B. 2MB groß ist, aber nur ein Thumbnail von 41×61 (oder so) Pixel angezeigt wird, ist da wohl noch mehr drin …

Die Neugier verlangt, die Datei einmal in einem Text-Editor wie z.B. PS Pad (für den Mac gibt es ja auch entsprechende Software) aufzumachen und da wird man auch gleich am Anfang mit folgenden Zeilen überrascht:

colorProfile = „AdobeRGB“,
couldBeBigger = false,
croppedHeight = 2583,
croppedWidth = 3859,
fileTimeStamp = 208121052.44998,
fingerprint = „5460021CDBDDFE59C7104D0E50E6DE5E“,
levels = {
{
height = 41,
width = 61,
},
{
height = 81,
width = 121,
},
{
height = 162,
width = 242,
},
{
height = 323,
width = 483,
},
{
height = 646,
width = 965,
},
{
height = 1292,
width = 1930,
},
{
height = 2583,
width = 3859,
},
},
Danach kommen Unmengen an kryptischen Zeichen, die auf Binärdaten schließen lassen.

Da lässt vermuten, dass da gleich mehrere Versionen einer Bilddatei enthalten sind, und die größte Version ist wohl 2583×3859 Pixel groß … HURRA!

Wenn das so ist, hat wohl jedes Bild darin einen extra Dateiheader und der erste Header ist eben der des kleinen Thumbnails, der angezeigt wird, wenn man die Datei einfach umbenennt und im Bildbetrachter aufmacht.

Eine kleine Recherche bei Google führt einen zu dieser Seite: http://www.faqs.org/faqs/jpeg-faq/part1/section-15.html

auf der wir lesen können, dass eine JPG-Datei mit dem Hex-Wert „FF D8“ eingeleitet wird.

Wie beim Spiele knacken damals auf dem C64 schmeißt man jetzt einen HEX-Editor an, z.B. die Freeware HxD (http://mh-nexus.de/hxd/), öffnet darin die Datei, geht auf „Suchen“, gibt als Datentyp „Hex-Werte“ an und lässt nach FF D8 suchen und zwar so oft, bis keine weiteren Fundstellen vorhanden sind – dazu muss man die F3 Taste 7 mal drücken, da wie oben schon vermutet, sieben Auflösungen in der Datei vorhanden sind (kann aber auch sein, dass das variiert, ist aber egal, Hauptsache der HexEditor zeigt an, dass es keine weiteren Fundstellen gibt).

Nun geht man auf Bearbeiten->Block markieren. Der Start-Offset sollte nun schon eingetragen sein (das ist unser Dateianfang) und den Ende-Offset gibt man einfach mit ffffffff an – damit ist das Dateiende gemeint. Damit hat man alles, was das JPG ausmacht, markiert. Nun mit STRG+C die Auswahl kopieren, mit STRG+N eine neue Datei anlegen und mit STRG+V den Inhalt einfügen (den Dialog mit OK bestätigen).
Diese neue Datei dann einfach mit dem Namen_der_wahl.jpg abspeichern und schon hat mal das JPG in der vollen Auflösung extrahiert.

Die ganze Geschichte lässt sich natürlich auch automatisieren, da müsste ich mir mal ein paar warme Gedanken machen, aber jetzt ist es schon so spät … 😉
Beim Mac müsste man das ganz geschmeidig auf der Konsole mit einem Shell-Script machen können – so wie bei Linux …. muss ich mir mal ansehen …

Um überhaupt an die betroffenen Dateien zu kommen, ist es sinnvoll einfach eine Dateisuche nach Datum zu machen und damit die entsprechenden Dateien auszuwählen.

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4 Responses

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